Xavier Pompidou

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Der Speedy Racing Team-Lola-B08/80 von Xavier Pompidou vor dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2009

Xavier Pompidou (* 27. Juni 1972 in Meulan-en-Yvelines) ist ein französischer Autorennfahrer.

Karriere[Bearbeiten]

Wie so viele Rennfahrer vor ihm, begann Pompidou seine Motorsportkarriere im Kartsport. Im Alter von 18 Jahren wurde er 1990 Gesamtzweiter in der Formel-A-Weltmeisterschaft. 1992 stieg er in die Formel Renault ein. Über die französische Meisterschaft kam er in den gesamteuropäischen Bewerb, wo er 1994 mit 111 Punkten Gesamtvierter wurde.

Es folgte als weiterer Karriereschritt die französische Formel-3-Meisterschaft. In 21 Rennen – verteilt über zwei Jahre – erreichte er jedoch nur eine Pole Position und eine Podiumsplatzierung. Neben mangelndem sportlichem Erfolg fehlte es dem Franzosen auch an Sponsorgeldern, um an eine Fortsetzung der Monopostokarriere denken zu können. Pompidou wechselte in den Sportwagen- und GT-Sport. Zu Beginn musste er auch dort mit Engagements bei kleinen Privatteams vorliebnehmen, konnte sich aber rasch einen Namen als schneller Pilot machen und bekam bald bessere Cockpits.

1998 gab er für Kremer Racing sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Der in diesem Jahr erzielte zwölfte Gesamtrang blieb neben derselben Platzierung 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2008 das beste Gesamtergebnis bei diesem Langstreckenrennen. 2002 siegte er in der GT-Wertung des 1000-km-Rennens von Suzuka und in im Jahr davor, auch in der GT-Klasse, beim 1000-km-Rennen von Estoril.

Seine größten Erfolge erzielte er in der Le Mans Series wo der 2005 gemeinsam mit Marc Lieb die Gesamtwertung der GT2-Klasse gewann. 2007 wurde er Vizemeister in dieser Klasse. 2009 erreichte er eine weitere Vizemeisterschaft, diesmal allerdings in der LMP2-Klasse.

Seit 2010 bestreitet er Rennen in der V de V Challenge Endurance Moderne – der französischen GT-Meisterschaft.

Privat[Bearbeiten]

Xavier Pompidou ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Südfrankreich.

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1998 DeutschlandDeutschland Kremer Racing Kremer K8 Spyder ItalienItalien Ricardo Agusta ItalienItalien Almo Coppelli Rang 12
2000 FrankreichFrankreich Gérard Welter WR LMP FrankreichFrankreich Stéphane Daoudi FrankreichFrankreich Jean-Bernard Bouvet Ausfall Motorschaden
2001 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Team Ascari Ascari A410 NiederlandeNiederlande Klaas Zwart KanadaKanada Scott Maxwell Ausfall Unfall
2005 JapanJapan T2M Motorsports Porsche 911 GT3 RS JapanJapan Yutaka Yamagishi FrankreichFrankreich Jean-Luc Blanchemain Ausfall Unfall
2006 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sebah Automotive Ltd. Porsche 911 GT3 RSR DeutschlandDeutschland Christian Ried DanemarkDänemark Thorkild Thyrring Ausfall Achslager
2008 SchweizSchweiz Speedy Racing Team Lola B08/80 SchweizSchweiz Steve Zacchia ItalienItalien Andrea Belicchi Ausfall Unfall
2009 SchweizSchweiz Speedy Racing Team Lola B08/80 SchweizSchweiz Benjamin Leuenberger Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonny Kane Rang 12

Weblinks[Bearbeiten]