Xiamen
| Xiamen
厦门 |
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|---|---|
| Von oben links: Stadtsilhouette, Xiamen-Universität, Haus in Gulangyu und Haicang Brücke | |
| Xiàmén Shì • 厦门市 | |
| Staat: | |
| Großregion: | Ostchina |
| Provinz: | Fujian |
| Koordinaten: | 24° 28′ N, 118° 5′ O24.46118.07888888889Koordinaten: 24° 28′ N, 118° 5′ O |
| Politik | |
| Verwaltungstyp: | Unterprovinzstadt Sonderwirtschaftszone |
| Untergliederung: | 6 Stadtbezirke |
| Parteichef der KPCh: | Yu Weiguo (于伟国) |
| Bürgermeister: | Liu Cigui (刘赐贵) |
| Einwohnerzahlen (2009) [1] | |
| - Gesamtbevölkerung: | 2.520.000 |
| - Registrierte Bevölkerung: | 1.770.000 |
| Fläche [1] | |
| - Gesamtfläche (Land): | 1.565 km2 |
| - Urbanes Stadtgebiet: | 212 km2 |
| Bevölkerungsdichte (2007) | |
| - Gesamtfläche (Land): | 1.610 Einwohner/km2 |
| Wirtschaftsdaten (2008) [2] | |
| - BIP Total: | ¥ 156,0 Milliarden |
| - BIP pro Kopf: | ¥ 62.651 |
| Sonstiges | |
| Zeitzone: | China Standard Time (CST) UTC+8 |
| Postleitzahl: | 361000 |
| Vorwahl: | (+86)592 |
| Kfz-Kennzeichen: | 闽D |
| Offizielle Website: | http://english.xm.gov.cn/ |
| Lage von Xiamen in der Volksrepublik China | |
Xiamen (chinesisch 廈門市 / 厦门市 Xiàmén shì) ist eine Küstenstadt im Südosten der Volksrepublik China und im Süden der Provinz Fujian. Sie ist eine der 15 Unterprovinzstädte des Landes. Ihr Zentrum liegt auf einer dem Festland vorgelagerten Insel gleichen Namens und verfügt über einen eigenen Flughafen.
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines [Bearbeiten]
Xiamen ist auch bekannt unter dem lokalen Namen Amoy, der gleichzeitig der Name des dortigen Dialekts ist. Die Stadt gehört zu den ökonomischen Zentren des chinesischen Küstengebietes. Xiamen hat den Beinamen Kranich-Stadt, weil sich angeblich durchziehende Kraniche hier nieder gelassen hatten. Vor der Insel Xiamen liegt das berühmte Inselchen Gulangyu (鼓浪屿), das zum Stadtbezirk Siming gehört. Das Klima der Stadt ist subtropisch, die Jahresdurchschnittstemperatur liegt um 21 °C. Xiamen wurde vor kurzem zur saubersten Stadt Chinas gewählt.
| Xiamen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Administrative Gliederung [Bearbeiten]
Xiamen setzt sich auf Kreisebene aus sechs Stadtbezirken zusammen. Zwei dieser Stadtbezirke – Siming und Huli – nehmen die Insel Xiamen (inklusive Gulangyu) ein:
- Stadtbezirk Siming 思明区, 75 km², 440.000 Einwohner (2002), Süden der Xiamen-Insel
- Stadtbezirk Huli 湖里区, 61 km², 130.000 Einwohner (2002), Norden der Xiamen-Insel
- Stadtbezirk Haicang 海沧区, 155 km², 130.000 Einwohner (2002) im Südwesten
- Stadtbezirk Jimei 集美区, 268 km², 290.000 Einwohner (2002), im mittleren Westen
- Stadtbezirk Tong'an 同安区, 658 km², 330.000 Einwohner (2002), im Nordwesten
- Stadtbezirk Xiang'an 翔安区, 352 km², 250.000 Einwohner (2002), im Nordosten
Ethnische Gliederung der Bevölkerung Xiamens (2000) [Bearbeiten]
Der Zensus des Jahres 2000 zählte 2.053.070 Einwohner Xiamens.
| Name des Volkes | Einwohner | Anteil |
|---|---|---|
| Han | 2.028.169 | 98,79 % |
| She | 7.115 | 0,35 % |
| Hui | 4.770 | 0,23 % |
| Tujia | 4.490 | 0,22 % |
| Miao | 2.766 | 0,13 % |
| Zhuang | 1.070 | 0,05 % |
| Mandschu | 946 | 0,05 % |
| Mongolen | 874 | 0,04 % |
| Dong | 689 | 0,03 % |
| Koreaner | 509 | 0,02 % |
| Bouyei | 324 | 0,02 % |
| Sonstige | 1.348 | 0,07 % |
Geschichte [Bearbeiten]
Xiamen wurde seit 1541 von Europäern als Handelshafen genutzt und war im 19. Jahrhundert der Hauptexporthafen für Tee. Xiamen war bis zu seinem Rückzug vor der Qing-Dynastie nach Taiwan der letzte Stützpunkt von Zheng Chenggong (genannt Koxinga), der als Kriegsherr der Ming-Dynastie und Piratenanführer bekannt wurde.
Wirtschaft [Bearbeiten]
1981 wurde Xiamen eine der ersten vier Sonderwirtschaftszonen Chinas. Seit 2001 bestehen im Rahmen der Three Mini Links regelmäßige Post-, Transport- und Handelsverbindungen zur nahe gelegenen von der Republik China auf Taiwan kontrollierten Insel Kinmen.
Wirtschaftliche Daten:
- Bruttoinlandsprodukt: 64,8 Milliarden ¥ Renminbi
- Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: 42.270 ¥ Renminbi – Platz 1 in Fujian
- Exporte: 8.793 Millionen US-Dollar
- Importe: 6.391 Millionen US-Dollar
Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt hier um ein Mehrfaches über dem Durchschnitt der Provinz.
Zahlen: Fujian Statistical Yearbook 2003 (Zahlen von 2002)
Im Großraum Xiamen haben sich zahlreiche Hersteller der Elektroindustrie niedergelassen, so auch die Xiamen Hongfa Electroacoustic Co. Ltd, die Relais und elektronische Bauteile – etwa für Haushaltsgeräte – für den Weltmarkt herstellt, unter anderem für den deutschen Markt. Ebenso dort ansässig ist das auch auf dem europäischen Markt aktive Unternehmen King Long (einer der größten Bushersteller der Welt), sowie die Neonlite Electronic & Lighting (H.K.) Ltd., die für die deutsche IDV GmbH Energiesparlampen herstellt (siehe auch Megaman).
Zu den landesweit bekannten Unternehmen aus Xiamen gehört die Fluggesellschaft Xiamen Airlines, die dem drittgrößten Fluggesellschaftsbündnis China Southern Airlines beigetreten ist. Im Logo von Xiamen Airlines ist ein Kranich zu sehen, der auf die Kraniche von Xiamen (s.o.) zurückgeht.
Bildung [Bearbeiten]
Zahlreiche führende Universitäten sind in Xiamen angesiedelt. Zu den führenden Hochschule gehören die Xiamen-Universität, die Jimei-Universität und die Universität der Übersee-Chinesen.
Zu einer bedeutenden Partnerschaft im Bildungsbereich zählt die Hochschulkooperation zwischen der Jimei-Universität (ca. 42.000 Studenten) im Stadtbezirk Jimei und der Technischen Hochschule Wildau in Deutschland, die im Jahr 2008 unterzeichnet wurde. Seitdem hat sich ein reger Austausch zwischen den Studenten und Dozenten beider Hochschulen entwickelt.
Das Freshman Institute der Fachhochschule Aachen wählt seit dem Jahr 2007 in Xiamen einen Teil seiner künftigen internationalen Studenten im Rahmen eines ganztägigen Assessment Centres aus.
Die Xiamen-Universität betreibt ein Konfuzius-Institut an der Universität Trier. Im internationalen Bereich hat die von ihr veranstaltete "Xiamen Academy of International Law", die einmal jährlich stattfindet, Bedeutung erlangt.
Die Stadt-Berufshochschule Xiamen (厦门城市职业学院, Xiamen City University) unterhält freundschaftliche Kontakte zu Hochschulen in Polen, Italien und Deutschland.
Tourismus [Bearbeiten]
Im Jahr 2002 besuchten 673.718 Touristen die Stadt Xiamen, auch wegen seiner attraktiven Küstenlandschaft.
Bedeutendes Ausflugsziel Xiamens ist die Insel Gulangyu, die autofrei ist und die den Blick erlaubt auf die Schulstadt Jimei sowie auf die größtenteils zu Taiwan gehörende Inselgruppe Quemoy. Touristischer Anziehungspunkt ist auch der am Meer gelegene, im traditionellen Stil gehaltene Campus der Xiamen-Universität.
Von Xiamen aus können die Rundhäuser der Hakka im Kreis Yongding besucht werden, welche 2008 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden.
Partnerschaften [Bearbeiten]
Xiamen unterhält zahlreiche Partnerschaften zu ausländischen Städten:
- Cardiff in Großbritannien (seit 1983)
- Sasebo in Japan (seit 1983)
- Cebu auf den Philippinen (seit 1984)
- Baltimore in den Vereinigten Staaten (seit 1985)
- Wellington in Neuseeland (seit 1987)
- Penang in Malaysia (seit 1991)
- Trier in Deutschland (Partnerschaft beschlossen seit Februar 2009)[3]
Bilder [Bearbeiten]
-
Nächtliche Skyline, Blick von Gulangyu aus
-
Tan Kah Kee Denkmal
-
Ein Flugzeug wird auf dem Xiamen-Airport mit Dell-Computerteilen beladen
-
Eine Fähre auf den Weg zur Insel Gulangyu
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Zhuhai Lokalregierung
- ↑ HKTDC
- ↑ Weichen für Partnerschaft mit Xiamen gestellt. Internetauftritt Stadt Trier, Rathaus aktuell, 2. März 2009