Xing (Online-Community)

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Dieser Artikel befasst sich mit der (geschäftlichen) Kontakt-Plattform XING; zu anderen Bedeutungen siehe die Begriffserklärung im Artikel Xing.
Xing AG
XING-Logo
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung Hamburg/Deutschland (2003)
Unternehmenssitz Hamburg, Deutschland
Unternehmensleitung
Mitarbeiter 109 (31. Dezember 2007)
Umsatz 19,6 Mio. Euro (2007)
Website Xing.com

Xing (eigene Schreibweise XING, bis 17. November 2006 openBC/Open Business Club) ist eine webbasierte Plattform, in der reale Personen ihre (geschäftlichen) Kontakte zu anderen Personen verwalten können. Das System zählt zur so genannten sozialen Software. Kernfunktion ist das Sichtbarmachen des Kontaktnetzes; beispielsweise kann ein Benutzer abfragen, über „wie viele Ecken“ – also über welche anderen Mitglieder – er einen anderen kennt, dabei wird das so genannte Kleine-Welt-Phänomen sichtbar. Daneben bietet das System zahlreiche Community-Funktionen wie Kontaktseite, Suche nach Interessengebieten, Foren und Gruppen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Unternehmen

Xing wurde 2003 unter dem Namen OpenBC (Open Business Club) gegründet und zählt inzwischen mehr als 2,65 Millionen Benutzer, einschließlich der Tochtergesellschaften eConozco und Neurona sind es mehr als 4 Millionen Benutzer[1]. Betrieben wird die Plattform von der Hamburger Xing AG (bis 9. Juli 2007 unter dem Namen OPEN Business Club AG), die in einer ersten Finanzierungsrunde im Jahre 2005 unter Führung von Wellington Partners 5,7 Millionen Euro Risikokapital erhalten hat.[2] Eine vorherige Runde mit Business Angels wurde von BrainsToVentures im Mai 2004 organisiert. Die Aktien werden seit dem 7. Dezember 2006 an der Börse gehandelt.[3]

Im Geschäftsjahr 2007 erzielte das Unternehmen Umsatzerlöse von knapp 19,6 Millionen Euro - eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen hatte am 31. Juni 2007 insgesamt (inklusive der spanischen Tochtergesellschaften eConozco und Neurona und der chinesischen Niederlassung) 109 Mitarbeiter aus 19 Nationen. Der derzeitige Vorstandsvorsitzende ist Lars Hinrichs, der das Unternehmen auch gegründet hatte.

Die Bezeichnung „Xing“ wurde aus Gründen des internationalen Marketings gewählt, so bedeutet das Wort auf Chinesisches ist möglich“. Auf Englisch kann der Name als Abkürzung für Crossing, Kreuzung von Geschäftskontakten, gesehen werden.[4]

[Bearbeiten] Funktionsweise

Angemeldete Benutzer tragen ihre Daten in ein Profil ein („Kontaktseite“), in dem neben den beruflichen und freiwilligen privaten Kontaktdaten auch vielfältige Informationen zu Tätigkeitsfeldern, Ausbildung, gegenwärtigen und vorherigen Arbeitgebern hinterlegt werden können. Es besteht auch die Möglichkeit ein Bild hochzuladen, dieses wird als Thumbnail in den Suchergebnissen und Übersichten genutzt. Die Kategorien „ich biete“ und „ich suche“ sollen den Kontakt zu anderen Teilnehmern anbahnen. Zur Kontaktaufnahme ist es notwendig, dass ein Kontaktwunsch von der Gegenseite bestätigt wird, erst dann wird diese Verbindung bidirektional im System gespeichert. Das System gestattet es den Mitgliedern, in unterschiedlicher Weise zu bestimmen, welche Informationen des eigenen Profils von anderen eingesehen werden können. Ein optionaler Newsletter informiert wöchentlich über in Xing abgelegte Termine, neue Xing-Mitglieder und persönliche Statistiken, unter anderem wie oft die eigene Kontaktseite abgerufen wurde.

Die Mitgliedschaft bedingt eine Registrierung und richtet sich laut den AGB ausschließlich an volljährige Personen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Premium-Mitgliedschaft mit zusätzlichen Funktionen kostet 5,95 EUR pro Monat.

[Bearbeiten] Benutzerfunktionen

Die Benutzerschnittstelle von Xing ist mehrsprachig und berücksichtigt in der Suchfunktion Mitglieder mit gemeinsam gesprochenen Sprachen. Zur Zeit werden folgende Systemsprachen unterstützt: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Niederländisch, Schwedisch, Finnisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Russisch, Polnisch, Ungarisch und Türkisch.

Neben der datenbankorientierten Kontaktpflege bietet Xing öffentliche Veranstaltungskalender, die dem Benutzer thematisch und regional aufbereitet dargestellt werden. Darüber hinaus kann die Terminfunktion auch zur Organisation privater Termine genutzt werden. Zahlreiche öffentliche Diskussionsforen und geschlossene Benutzergruppen für Organisationen und Firmen vervollständigen das Angebot. Ergänzend zum online-Angebot gibt es zahlreiche Regionalgruppen, die lokale Treffen veranstalten, an denen persönliche Kontakte geknüpft werden können. Jeder angemeldete Benutzer von Xing hat auch ein eigenes Postfach. Dieses ist allerdings nur über das Xing-Portal zugänglich. Nutzer können auch direkt Funktionen der Instant-Messaging- und VoIP-Software Skype aufrufen.

Seit dem 12. Oktober 2007 bietet Xing außerdem unter dem Label Marketplace eine Jobbörse an. Mitglieder der Plattform können dort sowohl selbst Stellenangebote einstellen als auch nach freien Stellen suchen. Dabei setzt Xing als erste deutsche Jobbörse auf ein Pay-per-Click-Abrechnungsverfahren. Die Kosten von Stellenanzeigen beruhen nicht auf Pauschalen, sondern werden je nachdem, wie häufig sie von anderen Nutzern angeklickt wurden, berechnet.

Die Anmeldung und Nutzung der Grundfunktionen ist kostenlos. Zahlende Mitglieder erhalten unter anderem erweiterte Such- und Statistik-Funktionen. Unter anderem kann eingesehen werden, welche anderen Mitglieder die eigene Kontaktseite aufgerufen haben, und welche der eigenen Kontakte innerhalb der letzten zwei Monate eine Änderung ihrer beruflichen Position zu verzeichnen haben.

Zielgruppe dieser Plattform sozialer Software sind Personen, die der Meinung sind, dass ihr geschäftlicher Erfolg in großem Maße von der Pflege ihres Kontaktnetzwerkes (Partner, Kunden, Freunde, Interessenten, Ex-Kollegen, Ex-Kommilitonen etc.) abhängt.

[Bearbeiten] Software

Die Internetplattform wurde von der Firma epublica entwickelt, die auch Wer-weiss-was betreibt. Die Xing-Plattform läuft auf Debian-Linux-Servern unter Verwendung von Perl (und Ruby on Rails für einige Komponenten), MySQL-Datenbanken, Apache-Webservern und dem Mail Transfer Agent Postfix. Zudem wird für einige Bereiche der Seite das Open Source Content-Management-System TYPO3 verwendet.

Neben dem Web-Interface stehen auch Portale für mobile Endgeräte (Handy und PDA) via WAP zur Verfügung. Dabei werden folgende Standards unterstützt:

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. Artikel bei heise online vom 10.09.2007
  2. Artikel in der Süddeutschen Zeitung Online vom 2006-07-12
  3. boerse.ard.de (7.12.06): OpenBC-Chef ist zufrieden
  4. Warum der Name XING? Offizielle Stellungnahme von Lars Hinrichs
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