xz

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xz
Dateiendung: .xz
MIME-Type: application/x-xz
Magische Zahl:

FD 37 7A 58 5A 00 hex
\xFD7zXZ\0 (ASCII-C-Notation)

Entwickelt von: Tukaani Project (Slackware)
Aktuelle Version: 1.0.5 (Stand: 30. Juni 2013)
Art: Datenkompression
Container für: beliebige Dateien
Standard(s): http://tukaani.org/xz/xz-file-format.txt
Website: tukaani.org/xz/format.html

xz ist das Datenkompressionsformat der XZ Utils. Die Gestaltung lehnt sich an die Datenformate von gzip und bzip2 an. So ist es wie diese keine Archivdatei, unterstützt also nur eine einzelne Datei als Inhalt.

Die Dateien werden durch die Dateinamenserweiterung .xz gekennzeichnet.

Merkmale[Bearbeiten]

Das Format unterstützt mehrere Kompressionsalgorithmen (sogenannte Filter) aus einer erweiterbaren Liste, welche auch miteinander kombinierbar sind. Die Referenz­implementierung nutzt primär den Lempel-Ziv-Markow-Algorithmus (LZMA/LZMA2). Inhalte werden durch Prüfsummen geschützt, wobei ebenfalls eine Reihe von Prüfsummen­algorithmen aus einer erweiterbaren Liste unterstützt werden. Der Datenstrom kann in mehreren unabhängigen Blöcken komprimiert und in die Datei geschrieben werden, um z. B. wahlfreien Zugriff zu beschleunigen. Dabei können auch für die einzelnen Blöcke unterschiedliche Kompressions­algorithmen genutzt werden. Wie bei gz- und bz2-Dateien können mehrere xz-Dateien durch Aneinanderhängen zu einer gültigen neuen zusammengeführt werden und es kann ein Vielfaches von vier an 0-Bytes angehängt werden (eine gültige xz-Datei hat eine durch 4 teilbare Anzahl von Bytes) um z. B. bestimmte Dateigrößen zu erreichen. Das Format ist Streaming-fähig, kann also problemlos über Pipes verarbeitet werden.

Unterstützung, Verwendung[Bearbeiten]

Neben der Referenzimplementierung, den XZ Utils, können auch 7-Zip ab der aktuellen Version 9 und WinRAR ab Version 5 das Format lesen.[1]

Die Implementierung des GNU-Projektes des bei der Komprimierung unter Linux und Unix oft verwendeten Packprogrammes tar unterstützt seit der Version 1.22 die direkte Erzeugung von xz-komprimierten tar-Dateien mit der Erweiterung .tar.xz und der Option -J.

Die GNU core utilities werden seit Version 7.1 im xz-Format ausgeliefert.[2] Weiterhin existiert eine auf Mehrkern-CPUs optimierte xz-Implementierung namens pixz.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. RARLAB, September 2013: Latest changes in WinRAR
  2. ftp://ftp.gnu.org/gnu/coreutils/
  3. https://github.com/vasi/pixz