Yōji Totsuka

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Yōji Totsuka (2003)

Yōji Totsuka (jap. 戸塚 洋二, Totsuka Yōji; * 6. März 1942 in Fuji, Japan; † 10. Juli 2008 in Tokio) war ein japanischer Physiker.

Leben[Bearbeiten]

Im Jahre 1965 erhielt Totsuka den Bachelor of Science, 1967 seinen Master und 1972 seinen Doktor von der Universität Tokio. Im selben Jahr wurde er Gastwissenschaftler an dieser Universität. Anschließend war er von 1979 bis 1987 außerordentlicher Professor und seitdem Professor an der Universität Tokio.

Totsuka untersuchte Elektron-Positron-Kollisionen in Experimenten wie DASP am DORIS-Beschleuniger in den Jahren 1972 bis 1976 und JADE am PETRA-Beschleuniger von 1977 bis 1980. Von 1996 bis 1998 war Totsuka Mitglied des Physics Research Committee (PRC), einem international besetzten Expertengremium, das DESY zu seinem Hochenergiephysik-Forschungsprogramm berät.

Im Jahr 1998 war er Koordinator eines Experiments an den japanischen Neutrinodetektoren Kamiokande und Super-Kamiokande, als erstmals die Neutrinooszillation experimentell bestätigt wurde. Dieser Nachweis zeigte, dass Neutrinos nicht masselos sind, was für die Entwicklung des Standardmodell der Elementarteilchenphysik weitreichende Folgen hatte.

Von 2003 bis 2006 war er Generaldirektor des japanischen Forschungszentrums für Hochenergiephysik KEK.

Totsuka starb 66-jährig im Juli 2008 an Multiorganversagen als Folge einer Krebserkrankung.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Albrecht Wagner, Michael Witherell, Yōji Totsuka (2003)

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Yōji Totsuka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien