Yōko Kamikawa

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Yōko Kamikawa (jap. 上川 陽子, Kamikawa Yōko; * 1. März 1953 in Shizuoka, Präfektur Shizuoka) ist eine japanische Politikerin, Abgeordnete des Shūgiin, des Unterhauses, für die Liberaldemokratische Partei (LDP) und ehemalige Ministerin.

Kamikawa studierte bis 1977 Internationale Beziehungen an der Universität Tokio. Anschließend arbeitete sie für das Mitsubishi-Forschungsinstitut. 1988 erwarb sie als Fulbright-Studentin einen Master an der Harvard Kennedy School. In dieser Zeit war sie auch Mitarbeiterin des US-Senators Max Baucus. Danach war sie Präsidentin des Globalink-Forschungsinstituts.

Ab 2000 gehörte Kamikawa für den 1. Wahlkreis Shizuoka dem Shūgiin an (2003 bis 2005 über Verhältniswahl). Innerhalb der LDP gehörte sie der Koga-Faktion an. Ab November 2005 war Kamikawa parlamentarische Staatssekretärin (seimukan) im Innenministerium. Premierminister Shinzō Abe berief sie im August 2007 bei seiner Regierungsumbildung zur Staatsministerin für Geschlechtergleichstellung und die Bekämpfung des Geburtenrückgangs. Wie viele Minister in Abes Kabinett musste sie Fehler in ihren Jahresberichten über politische Gelder zugeben.[1] Premierminister Yasuo Fukuda übernahm Kamikawa in sein Kabinett, berücksichtigte sie aber nicht mehr bei der Kabinettsumbildung im August 2008.

Bei der Shūgiin-Wahl 2009 verlor Kamikawa ihren Wahlkreis an Seishū Makino (Demokratische Partei) und verfehlte auch die Wiederwahl über den Verhältniswahlblock Tōkai. Bei der Wahl 2012 verschlechterte sich ihr Ergebnis im Wahlkreis Shizuoka 1 nur leicht (2009: 96.096 Stimmen 37,6 %; 2012: 81.278, 36,2 %), sie konnte sich gegen ein nun zersplittertes Kandidatenfeld durchsetzen und zog zum vierten Mal ins Shūgiin ein.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Japan Times, 6. September 2007: Environment chief admits funds misstep