Yacón

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Yacón
Yacón (Smallanthus sonchifolius), Wurzelknollen.

Yacón (Smallanthus sonchifolius), Wurzelknollen.

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Heliantheae
Gattung: Smallanthus
Art: Yacón
Wissenschaftlicher Name
Smallanthus sonchifolius
(Poepp. & Endl.) H.Rob.

Yacón (Smallanthus sonchifolius, Syn.: Polymnia edulis, P. sonchifolia) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Andere Trivialnamen in verschiedenen Sprachen sind: aricoma, arboloco, aricona, arikuma, colla, chiriguano, ipio, jacón, jicama, jiquima, jikima, jiquimilla, leafcup, llacon, llacoma, mexican potato, polaco, poire de terre, potato bean, puhe, shicama, taraca, yacuma, yacumpi. Sie stammt aus Südamerika und wächst in den peruanischen Hochebenen in den Anden, wo sie seit Jahrhunderten zu einem wertvollen Nahrungsmittel zählt. Pestizide sind beim Anbau dieser Pflanze nicht nötig, da Blätter und Wurzeln selbst über natürliche Schutzmechanismen verfügen. Der Geschmack erinnert an eine Birne.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Smallanthus sonchifolius ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1,5 bis 3 m erreicht. Es werden Wurzelknollen als Überdauerungsorgane gebildet, die eine Länge von 25 cm und Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen. Die Laubblätter sind gegenständig.

In den körbchenförmigen Blütenstände stehen Zungen- und Röhrenblüten zusammen. Die gelben bis orangen Blüten werden von Insekten bestäubt. Es werden Achänen ohne Pappus gebildet.

[Bearbeiten] Nutzung

Aufgrund des hohen Anteils an Fruktose (im getrockneten Zustand im Schnitt 75 %) ermöglicht Yacón eine kalorienarme Zufuhr von Kohlenhydraten bei niedriger Blutglukose-Konzentration. Eine Überzuckerung oder Unterzuckerung wie beim Haushaltszucker üblich findet dabei nicht statt. Daher ist Yacón besonders für Diabetiker geeignet.

Interessant ist auch, dass die Yacón-Pflanze Kohlenhydrate hauptsächlich in Form von Inulin beziehungsweise Fruktooligosacchariden (FOS) speichert. Diese können vom Körper nicht metabolisiert werden und enthalten daher weniger Kalorien als gewöhnlicher Zucker. Zudem erhöhen sie den Zuckerspiegel im Blut nicht. FOS sind außerdem als Präbiotika bekannt, wodurch Yacón auch einen förderlichen Einfluss auf die Darmflora besitzt.

Wirkstoffe, die in den Blättern der Pflanze vorhanden sind, sollen den Blutzuckerspiegel aktiv senken. Viele Diabetiker nehmen daher in Südamerika ein Aufguss aus den Blättern zu sich. Inzwischen sind aufgrund der positiven Wirksamkeit auch einige Produkte aus Yacón im deutschen Lebensmittelhandel erhältlich.

Die Yacón-Wurzel enthält vor allem Wasser, Saccharide (insbesondere Oligofruktane), Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Natrium, Eisen sowie einige wichtige Vitamine (B1, B2, C).

[Bearbeiten] Literatur

Da es keine nennenswerte deutschsprachige Literatur zu Yacon gibt, im folgenden einschlägige und zum Teil peer-reviewed Artikel in englischer und spanischer Sprache, mit weiterführender Information zu Yacon:

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen