Yaesu Musen

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Yaesu Musen
Rechtsform Kabushiki-gaisha (Aktiengesellschaft)
Gründung 1956
Sitz Shinagawa, Tokio
Leitung Jun Hasegawa
Branche Funkgerätproduktion
Website www.yaesu.com

Yaesu Musen K.K. (jap. 八重洲無線株式会社, Yaesu Musen Kabushiki-gaisha) ist ein japanisches Unternehmen, welches Funkgeräte sowohl für den Amateurfunkbereich als auch für den professionellen Einsatz (z. B. Marinefunk) entwickelt und produziert.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Jahr 1956 durch den japanischen Funkamateur Sako Hasegawa (Amateurfunk-Rufzeichen: JA1MP) als K.K. General Terebi Service (株式会社ゼネラルテレビサービス, Kabushiki-gaisha Zeneraru Terebi Sābisu) in Ōta, Tokio gegründet. 1964 erfolgte der Umzug nach Yaesu, Chūō, Tokio und die Umfirmierung in Yaesu Musen K.K..[1] Damals lag der Fokus auf der Entwicklung von Amateurfunkgeräten für den Kurzwellenbetrieb.

Ab dem Jahr 1963 erfolgte der Vertrieb der YAESU Funkgeräte in Deutschland durch das Unternehmen Sommerkamp, wenige Jahre später durch Richter & Co/ Ricofunk in Hannover sowie in Düsseldorf. Später fand ein Verkauf von Ricofunk an Stabo Elektronik, Hildesheim, statt. 1999 wurde das Unternehmen STANDARD – bis dahin ein selbständiger Anbieter für Marinefunksysteme – übernommen. Die Yaesu Deutschland GmbH, bis Mitte 2001 in Schwalbach am Taunus mit Vertrieb und Service ansässig, wurde danach in Deutschland aufgelöst und mit der niederländischen Niederlassung „Yaesu Europe B. V.“ zusammengelegt. Mittlerweile ist der Vertrieb in Deutschland neu geordnet und wird durch das Unternehmen Hotline SA in Balerna, Schweiz durchgeführt. Die offizielle Yaesu-Deutschland-Webpräsenz wird ebenfalls von der Hotline SA betrieben.

1999 erfolgte der Umzug nach Meguro, Tokio und 2000 die Umfirmierung in K.K. Vertex Standard (株式会社バーテックススタンダード, Kabushiki-gaisha Bātekksu Sutandādo).[1] Unter der Marke Yaesu wurde damit nur noch die Amateurfunksparte vertrieben. Der Konzern vertreibt weltweit Geräte in den Segmenten Betriebsfunk, Amateurfunk, Seefunk (Marke: Standard Horizon), Flugfunk (Marke: Vertex Standard) und Datenfunk (z. B. Barcodescanner), verfügt über Fabriken in Japan und den USA und hatte 2007 weltweit ca. 700 Mitarbeiter.

Seit Januar 2008 hielt Motorola 80 % der Unternehmensanteile, dadurch ergaben sich wechselseitig folgende Vorteile: Vertex-Geräte (eine Yaesu-Marke) sichern weltweit den Low-End-Bereich für Motorola ab und Motorola verbessert seine Marktpräsenz in Japan.

Zum 1. Januar 2012 wurde der Amateur-, See- und Flugfunk wieder als eigenständiges Unternehmen unter dem alten Namen Yaesu Musen ausgegliedert.[2] Der Unternehmenssitz wurde nach Shinagawa, Tokio verlagert.[1] Der Seefunk läuft unter der Marke Standard Horizon und der Luftfunk unter Vertex Standard.[3]

Das Unternehmen wird heute von Jun Hasegawa gelenkt,[2] einem Sohn des inzwischen verstorbenen Unternehmensgründers.

Amateurfunk-Produkte[Bearbeiten]

Portable Dualbandgeräte für den europäischen Markt sind zum Beispiel das VX-1R, VX-2R, VX-5R, VX-6R, VX-7R, VX-8R (die Modelle VX-5, VX-6, VX-7 sowie VX-8 sind Drei- bzw. Vierbandgeräte). Zu den mobilen Dualbandgeräten zählt z. B. der FT-8800 und zu den Stationsfunkgeräten der FT-1000MP. Mobile Multibandgeräte sind z. B. das FT-857D und FT-100D, die alle KW-Bänder sowie das 6m, 2m und 70 cm-Amateurfunkband in den Betriebsarten AM, FM, USB, LSB, SSB, CW und (A)FSK abdecken können.

Weitere Kurzwellen-Transceiver sind die Yaesu FTDX 9000, FTDX 5000 MP, FT2000, FT950. Diese stammen alle aus einer Baureihe und haben ähnliche Funktionen und Bedienmöglichkeiten. All diese Funkgeräte haben eine Anschlussmöglichkeit für die "Data Management Unit" Yaesu DMU-2000 und einen bzw. mehrere Anschlüsse für CAT-Interface(computer aided transceiver = Steuerung des Funkgeräts über den PC). Dies ist besonders bei Contesten von Vorteil. Unter anderem ist auch eine Antennenrotor-Steuerung möglich.

Siehe auch[Bearbeiten]

Kommerzielle Relaisstation für den Amateurfunk im VHF- oder UHF-Band, vom Yaesu/Vertex

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Yaesu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c 歴史. Yaesu Musen, abgerufen am 15. Juli 2012 (japanisch).
  2. a b Yaesu’s Amateur Radio Division Breaks with Motorola, Changes Name to Yaesu Musen. ARRL, 28. Dezember 2011, abgerufen am 15. Juli 2012 (englisch).
  3. Yaesu. Yaesu Musen, abgerufen am 15. Juli 2012 (englisch).