Yakup Kadri Karaosmanoğlu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Yakup Kadri

Yakup Kadri Karaosmanoğlu oder Jakub Kadri (* 27. März 1889 in Kairo; † 13. Dezember 1974 in Ankara) war ein türkischer Journalist, Politiker und Schriftsteller.

Jakub Kadri – seit der Einführung der Familiennamen in der Türkei Yakup Kadri Karaosmanoğlu – besuchte die Volksschule in Manisa, später das Gymnasium in Izmir. Seit 1908 lebte er in Istanbul. Nach absolviertem Jurastudium wurde er journalistisch tätig, veröffentlichte zunächst in Literaturzeitschriften und war auch Lehrer für Literatur und Philosophie. In Ankara war er Chefredakteur der Zeitschrift Ulus (deutsch „Nation“). 1922 schloss er sich Mustafa Kemal Pascha und dessen politischen Kampf an und wurde 1923 Abgeordneter der 1920 gegründeten türkischen Nationalversammlung. Später war Yakup Kadri türkischer Botschafter in Albanien (1934), in der Türkischen Botschaft Prag (1939), Bern (1942), Den Haag und Teheran. Von 1961 bis 1965 war Karaosmanoğlu für den Wahlkreis Manisa erneut Abgeordneter des türkischen Parlaments.

Hauptsächlich Erzähler, veröffentlicht er unter anderem einen Band mit Geschichten aus dem Nationalen Befreiungskampf (1947). Sein wichtigstes Werk, Der Fremdling (1932), gilt als Klassiker der türkischen Literatur. Es erschien schon 1939 in deutscher Sprache, und später bei Suhrkamp in einer neu kommentierten Auflage. Auf Deutsch erschien 1986 ebenso der Roman Nur Baba unter dem Titel „Flamme und Falter“.

Schriften[Bearbeiten]

  • Bir Serencam (Ein Abenteuer, 1913)
    • Rezension: Richard Hatmann: Jakub Kadri. Ein moderner türkischer Erzähler. in Die Welt des Islams. Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Islamkunde Jg. 5, H. 4, 1917 Online; (ins untere Fünftel der Seite scrollen)
  • Hüküm Gecesi (Die Nacht des Urteils, 1927)
  • Sodom ve Gomore (Sodom und Gomorra, 1928)
  • Yaban (Der Fremdling, 1932)
  • Ankara (1934)
  • Nur Baba (Flamme und Falter) ISBN 3-424-00904-0

Literatur[Bearbeiten]