Yale College

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Harkness Tower bei Yale

Yale College war 1718 bis 1887 die Bezeichnung der Hochschule, die heute den Namen Yale University trägt. Heute ist es die Bezeichnung der Bachelor-Studiengänge-Abteilung von Yale und besteht aus 12 Colleges.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Yale University wurde 1701 als Collegiate School begründet. Deren Name wurde 1718 in Yale College aus Dankbarkeit gegenüber einem Spender, Elihu Yale, geändert. 1887, als das College unter der Präsidentschaft von Timothy Dwight V weiter anwuchs, wurde Yale College in Yale University umbenannt. Danach war Yale College der Name der Studienabteilung der Universität bis zum niedrigsten Abschluss.

Das gegenwärtige Internatsuniversitäts - System (residential college system) wurde 1933 eingerichtet, und wurde durch eine Spende des Yale-Absolventen Edward S. Harkness, der die Collegesysteme der Oxford University und der Cambridge University bewunderte, ermöglicht. Jedes College besitzt eine sorgfältig aufgebaute Unterstützungsinfrastruktur für Studierende, mit einem Dekan, einem Meister, liierten Professoren und ansässigen Kommilitonen.

Im Juni 2008, kündigte Yale Pläne an, zwei neue Internatcolleges zu bauen, was die Gesamtzahl auf vierzehn steigern würde. Die Colleges würden es ermöglichen, etwa 15 % mehr Undergraduates aufzunehmen, bis zu einer Gesamtzahl von etwa 6.000. Die geplante Fertigstellung ist für das Jahr 2013 vorgesehen und sie sollen nördlich des Grove Street Cemetery liegen. [1][2]

Residential Colleges[Bearbeiten]

Die Residential Colleges werden nach wichtigen Personen oder Orten der Universitätsgeschichte benannt oder nach bekannten Absolventen; sie werden bewusst nicht nach Spendern benannt.

Calhoun-College
  1. Berkeley College – zu Ehren des Rt. Rev. George Berkeley (1685–1753), ein früher Förderer von Yale.
  2. Branford College – genannt nach Branford, Connecticut, wo Yale sich für kurze Zeit befand.
  3. Calhoun College – genannt nach John C. Calhoun, Vizepräsident der Vereinigten Staaten.
  4. Davenport College – genannt nach dem Rev. John Davenport, dem Gründer New Havens. Oft als „D'port“ abgekürzt.
  5. Ezra Stiles College – genannt nach dem Rev. Ezra Stiles, ein ehemaliger Rektor von Yale. Die Gebäude wurden von Eero Saarinen entworfen.
  6. Jonathan Edwards College – genannt nach dem Theologen, Yale-Absolventen, und Mitbegründer von Princeton University Jonathan Edwards. Oft „J.E.“ abgekürzt. Als älteste der residential colleges, ist J.E. der einzige College mit einem unabhängigen Stiftungsvermögen, dem Jonathan Edwards Trust.
  7. Morse College – genannt nach Samuel Morse, der Erfinder von Morse Code. Ebenfalls von Eero Saarinen entworfen.
  8. Pierson College – nach dem ersten Rektor von Yale, Abraham Pierson, genannt.
  9. Saybrook College – nach Old Saybrook, die Stadt, in der Yale gegründet wurde, genannt.
  10. Silliman College – nach einem renommierten Naturwissenschaftler und Yale Professor Benjamin Silliman genannt. Etwa die Hälfte seiner Gebäude waren ursprünglich ein Teil der Sheffield Scientific School,
  11. Timothy Dwight College – genannt nach den zwei Universitätspräsidenten von Yale, die diesen Namen trugen, Timothy Dwight IV und Timothy Dwight V. Üblicherweise „T.D.“ abgekürzt ist dies der kleinste College.
  12. Trumbull College – benannt nach Jonathan Trumbull senior, einem Gouverneur von Connecticut.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Yale to Establish Two New Residential Colleges
  2. Lewin, Tamar: "Yale to Expand Undergraduate Enrollment by 15 Percent", New York Times, June 8, 2008

Weblinks[Bearbeiten]