Yamaguchi-gumi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen (Mon) der Yamaguchi-gumi

Yamaguchi-gumi (jap. 山口組) ist die größte Gruppe der japanischen Yakuza.

Übersicht[Bearbeiten]

Die Organisation wurde 1915 in Kōbe von Harukichi Yamaguchi gegründet.[1] Gegenwärtiger Bandenchef ist Ken’ichi Shinoda (auch Shinobu Tsukasa).[2]

Nach Angaben der Nationalen Polizeibehörde hat die Organisation ihr gemeldetes Hauptquartier (34° 43′ 12″ N, 135° 13′ 34,87″ O34.719999135.226354) in Kōbe und hatte Ende 2012 etwa 13.100 volle Mitglieder sowie 14.600 assoziierte Mitglieder, was insgesamt 44 % der 63.200 Gesamt-Yakuza entspricht. Die Zahl ist jedoch entsprechend dem allgemeinen Trend stark rückläufig, so dass allein zum Vorjahr 3.300 weniger Mitglieder gezählt wurden.[2]

Nach dem Erdbeben von Kōbe 1995 nahm das Syndikat mit der Verteilung von Lebensmitteln Funktionen von Behörden wahr.[3]

2004 kam es zu Ermittlungen gegen die Credit Suisse wegen mutmaßlicher Geldwäsche für den Japaner Susumu Kajiyama, der als führendes Mitglied von Yamaguchi-gumi mit illegalen Kreditgeschäften Umsätze von jährlich 900 Millionen Dollar erzielte.[4]

Im Juli 2013 wurde bekannt, dass Yamaguchi-gumi ein eigenes, nicht öffentlich vertriebenes Magazin für Mitglieder herausgibt. Mit der Publikation soll dem Mitgliederschwund entgegengewirkt werden.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Herbert: Japan nach Sonnenuntergang.: Unter Gangstern, Illegalen und Tagelöhnern. (2002)
  2. a b 平成24年の暴力団情勢 („Situation der Yakuza-Banden 2012“). Polizeibehörde, März 2013, S. 3, 27, abgerufen am 24. März 2014 (japanisch).
  3. Kiste mit sieben Siegeln, Der Spiegel, Ausgabe 4/1995.
  4. Die Yamaguchi-Gumi-Bande, Manager Magazin vom 7. Juni 2004.
  5. Japanischer Mafia-Clan wirbt mit Magazin, Manager Magazin vom 10. Juli 2013.