Yamaha SR 500

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Yamaha
Yamaha SR500 side.jpg
Yamaha SR 500
SR 500
Hersteller: Yamaha
Produktionszeitraum 1978 bis 1999
Klasse Motorrad
Bauart Naked Bike
Motordaten
luftgekühlter Viertaktmotor, Einzylinder
Hubraum (cm³) 499
Leistung (kW/PS) 17–25 kW bei 6200/min.
Getriebe 5-Gang
Antrieb Kette
Leergewicht (kg) 169

Die Yamaha SR 500 ist ein Motorradmodell des japanischen Herstellers Yamaha, das von 1978 bis 1999 gebaut wurde. In Japan wird es mit einem veränderten Motor als SR 400 bis heute angeboten.[1] Die Bezeichnung „SR“ steht für „Single Road“.

Geschichte[Bearbeiten]

Die SR wurde als Straßenmaschine von der Enduro XT 500 abgeleitet, die seit 1976 sehr erfolgreich vermarktet wurde. Als großvolumiger Einzylinder folgt sie der Tradition klassischer, insbesondere englischer Motorräder, während der damalige Trend hin zu leistungsstärkeren Vierzylinder-Motoren ging.


Die robuste und überschaubare Technik und die große Anzahl verkaufter Motorräder führte dazu, dass es bis heute um die SR 500 ein reges Fan- und Clubleben gibt. Es existieren zahlreiche Umbauten als Cafe Racer, Scrambler, Gespanne, Bobber oder Chopper. Auch im Amateurrennsport wird das Modell häufig eingesetzt.

2003 waren in Deutschland noch ca. 20.000 Stück angemeldet, bei abnehmender Tendenz.[2]

Typenüberblick[Bearbeiten]

Es gab die Modelle 2J2 (1978–1979 z. B. US-amerikanischer Markt), 2J4 (1978–1983 Deutschland) und 48T (1984–1999). In Japan wird das Modell bis heute vertrieben (z. B. Black-Edition 2008 zum 30-jährigen Jubiläum), aus Steuergründen aber als SR 400. Von 1978 bis 1999 wurden in Deutschland ca 38 000 Exemplare der SR verkauft (u. a. 1981 in Westdeutschland 4.767 Stück) und galt trotz des mit 12 Litern (ab Herbst/Winter 1986 bei Lacksatzwechsel: 14 Liter) Fassungsvermögen recht kleinen Tanks als ein zuverlässiger Tourer, von einigen Eigenheiten beim Startverhalten abgesehen. In den Jahren vor dem Verkaufssende sanken jedoch die Neuzulassungen. Die meisten Käufer erwarteten einen elektrischen Anlasser, und infolge verschärfter Lärm- und Abgasvorschriften wurde die Motorleistung bis auf 17 kW/18 kW herabgesetzt. Im Modelljahrgang 2014 wird die Maschine als SR 400 wieder in Deutschland angeboten.

Technik[Bearbeiten]

Yamaha SR 500 48T mit zwei Trommelbremsen

Der Motor der SR 500 basierte auf dem Motor der XT 500, einem Einzylinder-Viertakter mit verhältnismäßig viel Leistung bei niedrigen Drehzahlen. Daher leitet sich auch der Spitzname „Thumper“ ab, der auf Deutsch etwa so viel wie „Dampfhammer“ bedeutet. Durch ihre Auslegung als Kurzhuber und besonders wegen der Zweiventiltechnik liegt die maximale Leistung der SR erst bei Drehzahlen von etwa 6200/min an, das maximale Drehmoment bei ca. 3500/min.

Zur Anpassung an das andere Einsatzgebiet erhielt der SR-Motor im Vergleich zur XT unter anderem eine kontaktlose wartungsfreie elektronische Zündanlage und eine 12-Volt-Stromversorgung sowie mehr Schwungmasse an der Kurbelwelle. Im Vergleich zu ihrem Schwestermodell wurde zudem der Rahmen mit verstärkten Rohren versehen. Eine Besonderheit ist die Trockensumpfschmierung, deren Ölvorrat im oberen Rahmenrohr untergebracht ist.

48T-Modelle unterscheiden sich von den frühen Versionen vor allem durch das kleinere Vorderrad und den verschleißfesteren Motor, der eine geänderte Ölversorgung des Zylinderkopfs zum thermisch hochbelasteten Auslassventil sowie eine gasnitrierte Nockenwelle mit optimiertem Ventilhub und Hartblock-Kipphebel bekam. Das Motorrad hat einen luftgekühlten 1-Zylinder-4-Takt-OHC-Motor mit 499 cm³ Hubraum, der für den deutschen Markt wegen der damaligen Führerscheinbestimmungen und Versicherungsklassen auf 20 kW (27 PS) gedrosselt wurde. Ungedrosselt, mit vergrößertem Ansaugstutzen und beim Modell 48T auch mit einer anderen Vergaserdüse, leistet der Motor 25 kW (34 PS).

Am Produktionsende hatte der Motor wegen verschärfter Lärm-und Abgasvorschriften nur noch 17/18 kW (23/24 PS), ungedrosselt 20 kW (27 PS). Eine serienmäßige „neuere“ SR erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 135 km/h, eine SR 500 mit 25 kW (34 PS) ca. 145 km/h. Bei späten 48T-Modellen wurde die vordere Scheibenbremse aus ästhetischen Gründen durch eine technisch aufwendige und an die DS-7 (Vorgänger der RD-250) angelehnte Trommelbremse ersetzt.

Die SR 500 und SR 400 haben keinen elektrischen Starter. Das Anwerfen mit Kickstarter wird durch einen Ventilausheber erleichtert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Yamaha: SR400 bei Yamaha Japan, abgerufen am 29. April 2010
  2. Modellbericht auf motorradonline.de

Weblinks[Bearbeiten]