Yangban
| Koreanische Schreibweise | |
|---|---|
| koreanisches Alphabet: | 양반 / 량반 |
| chinesische Schriftzeichen: | 兩班 |
| Revidierte Romanisierung: | Yangban |
| McCune-Reischauer: | Yangban |
Yangban bzw. Ryangban war die Oberschicht im Korea der Goryeo- und der Joseon-Dynastie. „Yangban“ bedeutet wörtlich beide Gruppen. Wie das Wort zu einem sozial-politischen Begriff „Oberschicht“ geworden ist, lässt sich folgendermaßen erklären.
[Bearbeiten] Ursprung des Yangban-Begriffs
Korea war während seines Bestehens zumeist eine Monarchie. Es gab im traditionellen Korea zwei Beamtenschaften: die eine ist für Staatsverwaltung zuständig, die andere für Militärwesen. Da die Staatsverwaltung mit Gesetzen, Verträgen, Schriften zu tun hat, wurden Verwaltungsbeamte als „Mungwan“ (kor. 문관, 文官, wörtlich Beamte der Schriften) bezeichnet, während man die Militärbeamten „Mugwan“ (무관, 武官, Beamte der Waffen) nannte. Diese Aufteilung des Beamtenwesens war in der Goryeo-Dynastie festgeschrieben.
Bei der Besprechung über Staatsangelegenheiten saß der König in der Mitte, auf der linken Seite von ihm standen Verwaltungsbeamte und auf der rechten Militärbeamte. Nach Himmelsrichtung war die linke Seite des Königs Ost, die rechte West. So wurde „Mungwan“ gelegentlich „Dongban“ (동반, östliche Gruppe) genannt, während „Mugwan“ als „Seoban“ (서반, westliche Gruppe) bezeichnet wurde. Diese beiden Gruppen, bezeichnet als „Yangban“, nahmen naturgemäß führende Stellungen ein sowohl im Staat als auch in der Gesellschaft, so dass sie von Goryeo- bis zur Joseon-Dynastie die herrschende Klasse im Reich bildeten.
Theoretisch waren beide Gruppen gleichwertig, in der Praxis jedoch wurden die zivilen Dongban mit ihrer konfuzianischen Bildung höher geachtet, was zu Rivalitäten zwischen den beiden Gruppen führte.