Yasmin Levy

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Yasmin Levy (2008)

Yasmin Levy (hebräisch ‏יסמין לוי‎) (23. Dezember 1975 in Jerusalem) ist eine sephardische Sängerin aus Israel. Yasmin Levy lebt in Baka, einem ehemaligen arabischen Viertel in West-Jerusalem.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Sie ist die Tochter von Yitzhak Levy, der in Manisa bei Izmir geboren wurde und und ihrer Mutter Kohava Levy (* 1946)[1], einer bekannten Sängerin sephardischer Lieder.[2][3]Ihr Vater war Chasan und Forscher der Ladino-Musik, der Musik der spanischen und portugiesischen Juden .[4][5][6][7]

Bei ihren Liedern werden Instrumente wie die spanische Gitarre verwendet sowie auch arabische Instrumente wie Oud, Violine, Cello, Perkussion und das Piano. Mit ihrem Debütalbum Romance & Yasmin (Ladino) aus dem Jahr 2000 kam sie in die Nominierung von BBC World Music Awards 2005 als bester Newcomer. Ihr Album La Judería erschien ebenfalls 2005. Mano Suave erschien 2008. Nach einigen stilistischen Ausflügen in die Welt des Flamenco markiert dieses Album nun auch die Rückkehr der Künstlerin zu ihren Ladino-Wurzeln.

Auf einem Konzert in Warschau, September 2008.

Zitat[Bearbeiten]

„Natürlich haben wir hier die radikalsten religiösen Leute, die man sich vorstellen kann. Aber ich sehe auch eine andere Realität Jerusalems: Menschen mit verschiedenen Religionen und Kulturen, die zusammen leben. In meiner Welt gibt es keinen Platz für Krieg und Kampf. Ich wünschte wirklich, wir könnten mehr Respekt füreinander aufbringen in dieser Stadt der verschiedenen Weltanschauungen. Die Ladino-Lieder sind dafür ein gutes Medium, denn sie entstanden in einer Zeit, in der die Juden in Frieden mit Muslimen in Spanien lebten. Wir müssen uns daran erinnern, dass es eine sehr lange Zeit des gegenseitigen Respekts gab. Und es gibt keinen Grund, warum wir dies nicht heute ebenso tun sollten.“

Yasmin Levy[8]

Obgleich jüdische Frauen eigentlich nicht in der Öffentlichkeit singen sollten, haben Yasmin Levy und ihre Mutter Kohava Levy vom Rabbiner Shlomo Levin hierzu ausdrücklich die Erlaubnis.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 2000: Romance & Yasmin
  • 2005: La Judería
  • 2006: Live at the Tower of David, Jerusalem
  • 2008: Mano Suave
  • 2009: Sentir
  • 2012: Libertad

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. WELTMUSIK; Ayala Goldmann: »Gott will, dass ich Ladino singe« Die israelische Sängerin Yasmin Levy auf Tournee. Jüdische Allgemeine 24.September 2009
  2. Biographie von Kohava Levy in Ladino.
  3. Die Familie Levy; von links nach rechts Kohava, Udi, Smadar, Yuval und Yasmin Levy
  4. "Music & Vision"
  5. Das Ehepaar Levy
  6. Biographie von Kohava Levy in Ladino.
  7. Das Ehepaar Levy,
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatStefan Franzen: Die sephardische Sängerin Yasmin Levy. In: Qantara.de. 19. November 2007, abgerufen am 6. April 2009.