Yat-Kha

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Yat-Kha live in der Brotfabrik, Frankfurt am Main, 13. Oktober 2005

Yat-Kha (russisch Ят-ха, transkribiert Jat-Cha) ist eine Band aus Tuwa, die Sänger und Gitarrist Albert Kuwesin (Gründungsmitglied von Huun-Huur-Tu) zusammen mit dem russischen Avantgarde-Komponist und elektronischen Musiker Iwan Sokolowski 1991 in Moskau gegründet hat. Yat-Kha spielten anfangs eine Mischung traditioneller tuwanischer Musik mit elektronischer Musik, später mit moderner Rockmusik und Post-Punk, die sich besonders durch Kuwesins tiefen Kehlgesang (Kargyraa, Kanzat Kargyraa) auszeichnet.

Bandhintergrund[Bearbeiten]

Kuwesin und Sokolowski verwoben traditionelle tuwinische Volksmusik mit post-modernen Rhythmen und elektronischen Effekten. Nach einigen Touren und Festival-Auftritten tauften sie das Projekt „Yat-Kha”, was eine kleine, zentral-asiatische Zither bezeichnet, die Kuwesin neben der Gitarre spielt. Yat-Kha ist aber auch ein ironischer tuwinischer Slangbegriff für Tuwa in der Sowjetzeit, der so viel wie „armes Schwein“ oder „kleiner (dummer) Bruder“ bedeutet. 1993 veröffentlichten sie ihr Debütalbum bei Genera.

Nach dieser Veröffentlichung trennten sich Kuwesins und Sokolowski Wege und Kuwesin veröffentlichte zusammen mit anderen Musikern weitere Alben unter dem Namen Yat-Kha, wobei sich der Stil weg vom Elektronischen hin zum Rock verlagerte, ohne die tuwinischen Elemente der Musik zu verlieren.

Sokolowski veröffentlichte 1997 eine re-masterte Version des Debütalbums unter dem Namen „Tundra's Ghosts“.

Eine Beteiligung von Musikern von Yat-Kha gab es unter anderem beim Album Vihma (1998) der finnischen Band Värttinä, beim Album Duren der russischen Rockband Alisa und beim Audio-Art Projekt Earborn (1996).

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • Yat-Kha - Antropophagia (1993) - auch als Kassette mit dem Titel Khan Party erschienen
  • Yenisei Punk (1995)
  • Dalai Beldiri (1999)
  • Aldyn Dashka (2000)
  • tuva.rock (2003)
  • Re-Covers (2005)
  • Poets and Lighthouses (2010)

Livealben[Bearbeiten]

  • Bootleg - Live in Europe 2001 (2002)
  • Bootleg II - Live In Europe 2005 (2005)
  • Live at Meltdown festival in London 2005 (2010)
  • Live at The Stray Dog (2011)

Andere[Bearbeiten]

  • Tundra's Ghosts (1996/97) - remasterte Version von Yat-Kha - Antropophagia von Iwan Sokolowski
  • The ways of nomad (Best of) (2010)

Aktuelle Besetzung[Bearbeiten]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Yat-Kha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien