Yokoyama Taikan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Yokoyama Taikan

Yokoyama Taikan (jap. 横山 大観, eigentlich Sakai Hidemaro, 酒井 秀麿; * 2. November 1868 in Mito; † 26. Februar 1958 in Tokio) war ein japanischer Maler.[1]

Werk und Leben[Bearbeiten]

Yokoyama war an der 1887 gegründeten Kunstschule Tōkyō (東京美術学校, Tōkyō bijutsu gakkō) ein Schüler von Hashimoto Gahō. Ab 1896 unterrichtete er selbst an der Schule Design. Als der Direktor der Schule, Okakura Kakuzo, 1898 vom Dienst suspendiert wurde, quittierte auch Yokoyama seine Lehrtätigkeit und beteiligte sich an der Gründung des privaten Japanischen Kunstinstitutes[2](日本美術院,Nihon bijutsu-in)

Yokoyama Taikan 002.jpg

Das Erziehungsministerium berief ihn zum Mitglied der Auswahlkommission für die 1907 zum ersten Mal abgehaltenen und Bunten[3] genannte Ausstellung der Schönen Künste. Allerdings verließ Yokoyama die Kommission später aufgrund interner Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern wieder.

Das nach dem Tod Okakuras geschlossene Japanische Kunstinstitut wurde 1914 von Yokoyama neu eröffnet. Sie beschränkt sich heute jedoch auf die Funktion eines Archives mit entsprechenden Tätigkeiten.

Zusammen mit Hishida Shunsō bemühte er sich die traditionelle Japanische Malerei zu modernisieren. Der Stil, den sie entwickelten, wurde Mōrōtai genannt, weil die Künstler statt mit Pinselstrichen zu arbeiten die Konturen verschwimmen ließen[1]. 1931 war Taikan auf einer Ausstellung in Berlin [4] vertreten. Er wurde 1933 mit dem Asahi-Preis ausgezeichnet. 1937 gehörte er zu den ersten Trägern des in dem Jahr eingeführten Kulturordens (文化勲章, bunka kunshō), einer bis heute sehr geachteten Auszeichnung auf dem Gebiete der Kunst und Wissenschaft.

Literatur[Bearbeiten]

  • Titel: Yokoyama, Taikan,--1868-1958, Autoren: Seiroku A. Noma, Meredith T. Weatherby, Herausgeber: C. E. Tuttle Co, Rutland, VT, Erste Auflage: 1956

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Yokoyama Taikan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eczacibaşi Sanat Ansiklopedisi (deutsch: Ezacibaşi Kunstenzyklopädie) Herausgeber: Yem Yayin(Yapi-Endüstri Merkezi Yayinlari), Seite 1944, 3. Auflage, 1997 ISBN 975-7438-54-5 (Türkisch)
  2. Auf englisch offiziell: Japan Art Institute
  3. Die übliche Abkürzung für Monbushō bijutsu tenrankai - 文部省美術展覧会.
  4. "Ausstellung von Werken lebender japanischer Maler" in der Preussischen Akademie der Künste, Berlin
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Yokoyama der Familienname, Taikan der Vorname.