Yoshimi Katayama

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Yoshimi Katayama 1967 nach seinem Sieg in der 50-cm³-Klasse beim Großen Preis der Niederlande für Motorräder

Yoshimi Katayama (jap. 片山 義美, Katayama Yoshimi; * 15. Mai 1940 in der Präfektur Hyōgo) ist ein ehemaliger japanischer Motorrad- und Autorennfahrer und der Halbbruder von Takashi Yorino.

Karriere im Motorsport[Bearbeiten]

Motorradrennen[Bearbeiten]

Yoshimi Katayama begann seine Karriere im Motorradrennsport und wurde 1964 Werksfahrer bei Suzuki. Seine beste internationale Rennsaison hatte er 1967, als er in der 50-cm³-Klasse die Weltmeisterschaftsläufe in Frankreich und den Niederlanden gewann. In der Weltmeisterschaft belegte er hinter seinem Marken- und Teamkollegen Hans Georg Anscheidt den zweiten Endrang. In der Gesamtwertung der 125-cm³-Klasse dieses Jahres wurde er Vierter und gewann den Großen Preis von Deutschland.

Seinen ersten Grand-Prix-Sieg hatte er 1966 beim japanischen Weltmeisterschaftslauf in Fuji in der 50-cm³-Klasse gefeiert.

Touren- und Sportwagenrennen[Bearbeiten]

Nach dem Ende der Laufbahn als Motorradrennfahrer 1967 begann er zwei Jahre später Sportwagenrennen zu fahren. Er wurde Werksfahrer bei Mazda und bei einem seiner ersten Einsätze überraschend Fünfter beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps 1969[1]. Sein Teamkollege im Mazda R100 war der Belgier Yves Deprez. Zum ersten Mal bei einem Sportwagenrennen siegreich blieb er 1975 beim 500-km-Rennen von Suzuka; einem Rennen ohne Meisterschaftsstatus. Bedeutender war jedoch der Gesamtsieg beim 1000-km-Rennen von Fuji 1977[2], denn dieses Rennen zählte zur Fuji Long Distance Series.

Katayama fuhr viele Rennen zur All Japan Sports Prototype Championship und gewann in der Zeit als Sportwagenrennfahrer, die bis 1998 dauerte, 15 Sportwagenrennen und kam 33-mal aufs Podium der ersten drei. Seinen letzten Rennsieg feierte er 1984 gemeinsam mit Vern Schuppan auf einem Porsche 956 beim 500-Meilen-Rennen von Fuji[3]. Den letzten Rennstart hatte er 1998 beim Special GT Cup Fuji[4], einem Rennen der japanischen GT-Meisterschaft.

Bei vielen, auch internationalen, Sportwagenrennen war er oft Teil eines in Japan legendären Fahrer-Trios. 1983 war er erstmals beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit den beiden Partnern Takashi Yorino und Yōjirō Terada am Start. Yorino und Katayama sind Brüder, haben dieselbe Mutter aber unterschiedliche Väter; daher auch der Unterschied im Nachnamen. Das Rennen beendete das Trio an der 12. Stelle der Gesamtwertung und wurde Klassensieger.

Siebenmal war er beim Langstreckenrennen in Westfrankreich engagiert und erzielte seine beste Platzierung im Gesamtklassement ausgerechnet beim einzigen Rennen, das er nicht für Mazdapeed bestritt. 1984 wurde er Zehnter in einem Lola T616.

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1983 JapanJapan Mazdaspeed Mazda 717C JapanJapan Takashi Yorino JapanJapan Yōjirō Terada Rang 12 und Klassensieg
1984 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten B.F. Goodrich Company Lola T616 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Morton Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John O'Steen Rang 10
1985 JapanJapan Mazdaspeed Mazda 737C JapanJapan Takashi Yorino JapanJapan Yōjirō Terada Rang 24
1986 JapanJapan Mazdaspeed Mazda 757 JapanJapan Takashi Yorino JapanJapan Yōjirō Terada Ausfall Kraftübertragung
1987 JapanJapan Mazdaspeed Mazda 757 JapanJapan Takashi Yorino JapanJapan Yōjirō Terada Ausfall Motorschaden
1988 JapanJapan Mazdaspeed Co Ltd. Mazda 767 BelgienBelgien Marc Duez Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich David Leslie Rang 17
1990 JapanJapan Mazdaspeed Mazda 767B JapanJapan Takashi Yorino JapanJapan Yōjirō Terada Rang 20 und Klassensieg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Yoshimi Katayama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps 1969
  2. 1000-km-Rennen von Fuji 1977
  3. 500-Meilen-Rennen von Fuji 1984
  4. Special GT Cup Fuji 1998