Yossi & Jagger

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Filmdaten
Deutscher Titel: Yossi & Jagger
Originaltitel: יוסי וג'אגר
Produktionsland: Israel
Erscheinungsjahr: 2002
Länge: 65 Minuten
Originalsprache: Hebräisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Eytan Fox
Drehbuch: Avner Bernheimer
Produktion: Amir Harel,
Gal Uchovsky
Musik: Ivri Lider
Kamera: Yaron Scharf
Schnitt: Yosef Grunfeld
Besetzung

Yossi & Jagger (hebräisch ‏יוסי וג'אגר‎) ist ein israelischer Film über die Liebe zweier israelischer Soldaten von Regisseur Eytan Fox aus dem Jahr 2002.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Mehrere Soldaten heben ein Grab aus. Ihre Einheit ist gerade von einer gefährlichen Patrouille an der israelisch-libanesischen Grenze zurückgekehrt. Der Zugführer Yossi, ein umsichtiger und wortkarger Oberleutnant, möchte das Grab aus hygienischen Gründen eigentlich noch tiefer haben. Erst dann wird klar, wer beerdigt werden soll: Während die Einheit unterwegs war, fiel in der Küche des Vorpostens die Kühlung aus, und trotz der winterlichen Temperaturen verwandelten sich die Vorräte an frischen Lebensmitteln in eine faulige Masse. Jagger ist ein lebenslustiger junger Leutnant in Yossis Zug und eigentlich dessen genaues Gegenteil; die Soldatinnen im Vorposten sind verliebt in ihn und niemand ahnt, dass er und Yossi ein Liebespaar sind. Obwohl bei den Israelischen Streitkräften Homosexualität offiziell schon lange kein Problem mehr ist, würde eine Beziehung unter zwei Offizieren der gleichen Einheit unweigerlich zur Auseinanderversetzung der beiden führen, da durch den Einsatz in einer Einheit ihre Urteilsfähigkeit beeinträchtigt werden könnte. Deswegen versuchen die beiden, dies bis zum Ende ihrer Dienstzeit zu verheimlichen. Dann meldet sich ein vorgesetzter Stabsoffizier zu Besuch an, um eine erneute Erkundung anzuordnen und zugleich mit einer der Funkerinnen etwas Geschlechtsverkehr zu haben. Vor dem Einsatz feiert die Einheit noch eine wilde Party. Nachdem Yossis Patrouille die ganze Nacht in einem Hinterhalt vergebens auf Terroristen gewartet hat, kommt der Befehl zum Rückzug. Erst da merken die Soldaten, dass sie selbst in einen Hinterhalt geraten sind: Eine Mine explodiert und tötet Jagger. Yossi darf seinen Schmerz nicht zeigen und muss gemeinsam mit Kameraden Jaggers Eltern die Nachricht vom Tod des Sohnes überbringen.

[Bearbeiten] Kritiken

  • „Ein toller Film, der beweist: Weniger ist mehr!“ (L. A. Times)
  • „Eine zärtliche, traurige Liebesgeschichte, mit einem bisher nie gezeigten Blick auf das israelische Militär: kein Heldenpathos, sondern Routine, Todesangst, Macht, Sex und die Sehnsucht nach kleinen Hoffnungsschimmern. (…) Schon wegen der wunderbaren Schauspieler und der Musik lohnt sich das Ansehen.“ (ZDF)
  • „Anrührende Liebes- und Kriegs-Ballade über die verbotene Beziehung zweier Soldaten.“ (Hamburger Morgenpost)

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Der Film wurde mit zahlreichen Preisen prämiert, u. a.:

Turin International Gay & Lesbian Film Festival 2002

  • Publikumspreis

Tribeca Film Festival 2003

  • Bester Darsteller: Ohad Knoller

Verzaubert International Queer Filmfestival 2003

  • Bester schwuler Spielfilm

[Bearbeiten] Sonstiges

Der Film hatte trotz seines Themas viel Erfolg in Israel. Yehuda Levi, der Jagger spielt, ist in Israel als Star einer täglichen Soap und Teenieschwarm bekannt. Als Grundlage für die Hitsingle zum Film diente ein bekannter Schlager der israelischen Popikone Rita.

[Bearbeiten] Weblinks

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