Young@Heart

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Dieser Artikel erläutert den Chor und den BBC-Dokumentarfilm darüber, zum US-amerikanischen Film 1987 siehe Young at Heart.
Young@Heart
Sitz: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Northampton, MA
Gründung: 1982
Gattung: Rock, Punk, Pop
Leitung: Bob Cilman
Stimmen: ca. 30
Website: www.youngatheartchorus.com

Young@Heart (Y@H) ist ein US-amerikanischer Laienchor. Chorleiter ist der Gründer Bob Cilman, die Besetzung besteht aus etwa 30 Sängerinnen und Sängern im Alter zwischen 70 und 100 Jahren. Der Chor verfügt über eine Repertoire an Arrangements der Rockmusik, des Punk, und der Popmusik, etwa Songs der Talking Heads, The Clash, Manfred Mann, Rolling Stones, John Lennon.

Die befremdliche und amüsante Mischung aus teils beachtlicher musikalischer Qualität, körperlicher Gebrechlichkeit der Sänger, deren Enthusiasmus und aktionistischer Darbietung, sowie klassischen und zeitgenössischen Songs der modernen Unterhaltungsmusik, deren bekannte Texte im Kontext der Interpreten ganz neue inhaltliche Aspekte bekommen, erfuhr außergewöhnliche Rezeption.

Geschichte[Bearbeiten]

Bob Cilman und Judith Sharpe organisierten in einer Altenwohneinrichtung in Northampton (Massachusetts), dem Walter Salvo House, 1982 eine Gesangsgruppe. Schon 1983 trat die Gruppe das erste mal als Chor mit dem Programm Stompin’ at the Salvo auf.[1]

In den späten 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre entstanden mehrere größere Produktionen in Gemeinschaftsarbeit mit anderen Bands, etwa Boola Boola Bimini Bop mit einer Latino-Break-Dance-Gruppe, 1988 Oh No a Condo mit einer Gruppe kambodschanischer Folk- und Punk-Künstler, und 1991 Louis Lou I – A Revolting Musical (einem Stück über die französische Revolution mit Liedern von Frank Sinatra) mit Roy and No Theater, mit denen der Chor schon am Beginn zusammengearbeitet hatte. 1997 fand ein Auftritt beim R Festival in Rotterdam statt, es folgten 12 weitere Tourneen in Europa, Australien und Kanada zwischen 1997 und 2004, mit den No-Theater-Bühnenstücken Road to Heaven und Road to Nowhere, sowie End of the Road zwischen 2009 und 2011.[1][2]

Das Konzertprogramm des Chores Alive and Well wurde in einer BBC-Dokumentation von Walker George festgehalten, die zahlreiche Preise wie den Rose d’Or Special Price 2007, den Gilde-Filmpreis Dokumentation 2009, Atlanta Film Festival Publikumspreis 2009 und den Warsaw International Film Festival Publikumspreis 2009 erhielt.[3][4]

Zu den wichtigeren Solisten des Chores gehörten Diamond Lillian Aubrey, Eileen Hall, Warren Clark, Ralph Intorcio, und Fred Knittle († 2009),[5] älteste aktive Sängerin war Anna Main (*1889), die bis zu ihrem 99. Lebensjahr im Chor mitsang.[1] 2011 umfasste die Besetzung 30 Sänger und Sängerinnen aus den Jahrgängen zwischen 1928 und 1939 sowie eine 7-köpfige Begleitband.[6]

Diskographie[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

  • Young@Heart, Regie: Stephen Walker, Produzent: Sally George; Kamera: Ed Marritz, Simon Poulter, Editor: Chris King; Fox Searchlight Pictures, UK 2008
    Der Film enthält I Wanna Be Sedated (Ramones), Dancing in the Dark (Bruce Springsteen); Golden Years (David Bowie); Schizophrenia (Sonic Youth); I Got You (I Feel Good) (James Brown); Fix You (Coldplay); Road to Nowhere (Talking Heads); als Bonus-Tracks: Stayin’ Alive (Bee Gees); I Will Survive (Gloria Gaynor)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Bob Cilman: Our Story... youngatheartchorus.com, abgerufen am 10. Mai 2011 (englisch).
  2. Tatiana Morales: Rockin' With Young@Heart Chorus: From The Mouths Of Elderly, Outkast Tunes. In: The Early Show. CBS News. 16. April 2005. Abgerufen am 30. Januar 2009.
  3. Stephen Holden: The Walker George documentary „Young@Heart“. New York Times/youngatheartchorus.com, abgerufen am 10. Mai 2011 (englisch).
  4. John Berman, Melinda Arons: Young at Heart Chorus: 'They Don't Expect Us to Sing Rock'. In: Nightline. ABC News. 9. April 2008. Abgerufen am 30. Januar 2009.
  5. Anthony Breznican: 'Young@Heart' singer dies at age 83 (en), USA Today. 2006. Abgerufen am 1. Januar 2009. 
  6. Meet the Chorus. youngatheartchorus.com, abgerufen am 10. Mai 2011 (englisch).