Yuan Chang

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Yuan Chang (* 17. November 1959 in Taipei, Taiwan) ist eine chinesischstämmige US-amerikanische Virologin und Pathologin. Sie ist die Mit-Entdeckerin zweier Krebsviren bei Menschen.

Chang zog als Kind in die USA und wuchs in Salt Lake City auf, wo sie an der University of Utah Medizin studierte (M. D.-Abschluss). An der Stanford University befasste sie sich bei Dikran Houroupian mit Neuropathologie und ging dann an die Columbia University, wo sie sich anfangs mit Genetik von Gehirntumoren beschäftigte.

Dort entdeckte sie mit ihrem Ehemann Patrick S. Moore 1994 den KSHV (Kaposi’s sarcoma-associated herpesvirus, auch Human Herpesvirus 8, HHV-8). Sie wiesen nach, dass das Virus das Kaposi-Sarkom und das Lymphom seröser Körperhöhlen (Primary Effusion Lymphoma) verursacht. Chang sequenzierte auch das Virusgenom, was die Entwicklung von Tests ermöglichte und der Entdeckung der Proteine, die bei der Krebsverursachung durch das Virus eine Rolle spielen.

Mit einer in ihrem Labor entwickelten Technik zum Auffinden neuer menschlicher Tumorviren (Digital Transcriptome Subtraction, DTS) fanden Moore und Chang mit Huichen Feng und Masahiro Shuda einen weiteren menschlichen Tumorvirus, den Merkel-Zellen-Polyomavirus als wahrscheinlichem Verursacher des Merkelzellkarzinoms. Sie ist American Cancer Society-Professor für Pathologie an der University of Pittsburgh.

Mit Moore erhielt sie 1998 den Robert-Koch-Preis und beide erhielten den Charles S. Mott Prize for Cancer Research von General Motors. Sie erhielt den Sloan-Kettering Paul Marks Prize for Cancer Research, den Carnegie Science Award, den Award of Excellence in Science and Technology des New Yorker Bürgermeisters und den Meyenburg-Preis (1997).

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