Yuru Yuri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Yuru Yuri
Originaltitel ゆるゆり
Yuruyuri logo.png
Genre Comedy, Slice of Life
Manga
Land JapanJapan Japan
Autor Namori
Verlag Ichijinsha
Magazin Comic Yuri Hime S, Comic Yuri Hime
Erstpublikation 2008 – …
Ausgaben 6
Anime-Fernsehserie
Titel Yuru Yuri
Yuru Yuri♪♪
Originaltitel ゆるゆり
ゆるゆり♪♪
Produktionsland JapanJapan Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr(e) 2011–2012
Studio Dōgakōbō
Länge 23 Minuten
Episoden 24 in 2 Staffeln
Regie Masahiko Ōta
Musik Yasuhiro Misawa
Erstausstrahlung 5. Juli 2011 auf TV Tokyo
Synchronisation

Yuru Yuri (jap. ゆるゆり, dt. „mildes Yuri“) ist eine Manga-Reihe der Zeichnerin Namori. Sie berichtet von dem Alltag von vier Schülerinnen, die den Teezeremonie-Clubraum übernehmen, um ihn als ihren eigenen „Vergnügungsclub“ (Goraku-bu) zu gestalten.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung konzentriert sich auf die Mitglieder des Clubs und ihre verschiedenen Persönlichkeiten und Beziehungen zueinander. Die vermeintliche Hauptfigur Akari Akaza (赤座 あかり) glänzt dadurch, permanent übersehen oder vergessen zu werden, während die blondhaarige, stets optimistische, aber auch eigensinnige Kyōko Toshinō (歳納 京子) die Hauptursache für die die Handlung vorantreibenden Elemente ist. Ihr Gegenpol ist die ruhige und besonnene Yui Funami (船見 結衣), die zugleich auch immer wieder in die Rolle der Erzählerin schlüpft. Für Spannungen sorgt hingegen immer wieder Chinatsu Yoshikawa (吉川 ちなつ), die ganz offensichtlich in Yui verliebt ist, es aber nicht ertragen kann, dass Kyōko und Yui eine sehr tiefe Freundschaft miteinander verbindet. Dennoch sind sie enge Freundinnen und genießen ihre Aufenthalte im Clubraum, wobei durch die Konstellationen zueinander immer wieder komische Szenen entstehen.

Später gesellt sich noch eine zweite Gruppe von Schülerinnen mehr oder weniger hinzu. So verwickelt sich Schulsprecherin Ayano Sugiura (杉浦 綾乃) recht unfreiwillig in die Clubaktivitäten, zeigt später aber sehr wohl eine starke Zuneigung zu Kyōko, wenngleich sie es als Tsundere niemals zugeben würde. Sie befindet sich häufig in der Begleitung von Chitose Ikeda (池田 千歳), die sobald sie ihre Brille absetzt, ihren sexuellen Phantasien verfällt, was sich in Fontänen Blut, dan dann aus ihrer Nase tritt, äußert. Ayano konkurriert mit weiteren Anwärterinnen auf ihren Posten. Eine ist die wohlerzogene, besonnene, üppige gebaute Himawari Furutani (古谷 向日葵), die zweite ist die Pettanko Sakurako Ōmuro (大室 櫻子). Obwohl sie als Freundinnen zu bezeichnen sind, befinden sie sich wegen ihrer Gegensätze und als Kontrahentinnen um den Schulsprecher-Posten immer wieder im Streit.

Konzeption[Bearbeiten]

Ein zentrales Element des Werkes ist die tatsächliche oder nur angedeutete Homosexualität der Schülerinnen, worauf auch im Titel durch das Wort Yuri (= lesbisch) angespielt wird. Zugleich werden aber auch viele kindliche Elemente benutzt, um die Naivität der Charaktere zu unterstreichen. So wurde z.B. die Fernsehserie Majokko Mirakurun eingebaut, die es Kyōko und Mari angetan hat, zugleich aber dazu führt, dass Chinatsu wegen ihrer optischen Ähnlichkeit immer wieder im Cosplay von Miraclen, der Protagonistin der Serie, zu sehen ist.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Die Veröffentlichung des Mangas begann am 18. Juni 2008 innerhalb des Manga-Magazins Comic Yuri Hime S, das von Ichijinsha herausgegeben wurde. Seit September 2010 wechselte die Serie zum Magazin Comic Yuri Hime, da Comic Yuri Hime S eingestellt wurde.[1] Bisher erschienen die Kapitel auch in sechs Sammelbänden.

Anime[Bearbeiten]

Aufbauend auf dem Manga entstand die gleichnamige Anime-Fernsehserie Yuru Yuri, die vom Animationsstudio Dōgakōbō unter der Regie von Masahiko Ōta produziert wurde. Das Charakterdesign entwarf Chiaki Nakajima, die künstlerische Leitung lag bei Shunsuke Suzuki von Studio Fuga, das für die Hintergrundgrafiken zuständig war.

Vom 5. Juli bis 20. September 2011 wurde die erste Staffel der Serie im japanischen Fernsehen von TV Tokyo kurz nach Mitternacht (und damit am vorigen Fernsehtag) erstausgestrahlt und mit wenigen Tagen Versatz zudem auch auf TV Aichi, TV Hokkaido, TV Osaka, TV Setouchi und AT-X. Darüber hinaus wird die Serie als Simulcast über Crunchyroll mit englischen Untertitel angeboten.

Bei der Preisveranstaltung Animation Kōbe 2012 wurde Yuru Yuri als „Beste Fernsehserie“ ausgezeichnet.[2]

Eine zweite Staffel namens Yuru Yuri♪♪ wurde vom 3. Juli bis 18. September 2012 ebenfalls auf TV Tokyo erstausgestrahlt, sowie auf AT-X, TV Setouchi, TVQ Kyushu, TV Aichi, TV Osaka und TV Hokkaido. Crunchyroll streamte auch diese als Simulcast.

Am 9. Februar 2014 wurde die Produktion eines weiteren Anime bekanntgegeben.[3]

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle japanischer Sprecher (Seiyū)
Yui Funami Minami Tsuda
Chinatsu Yoshikawa Rumi Ōkubo
Akari Akaza Shiori Mikami
Kyōko Toshinō Yuka Ōtsubo

Musik[Bearbeiten]

Die Hintergrundmusik des Animes komponierte Yasuhiro Misawa.

Für die erste Staffel wurde der Vorspanntitel Yuriyurarararayuruyuri Daijiken (ゆりゆららららゆるゆり大事件) gesungen von Nanamori Goraku-bu, d.h. Minami Tsuda, Rumi Ōkubo, Shiori Mikami and Yuka Ōtsubo, den Synchronsprechern der Hauptfiguren. Auch das Abspannlied My Pace de Ikimashō (マイペースでいきましょう) wurde von diesen eingesungen.

Bei der zweiten Staffel war der Vorspanntitel Yes! Yuyuyu Yuru Yuri♪♪ (いぇす!ゆゆゆ☆ゆるゆり♪♪) von Nanamori Goraku-bu, bei Folge 6 jedoch Yonde Mirakurun! (よんでミラクるん!) von Ayana Taketatsu als die Figur Majokko Mirakurun und in Folge 11 Yuriyurarararayuruyuri Daijiken. Als Abspanntitel wurde wiederum 100% Chūgakusei (100%ちゅ〜学生) von Nanamori Goraku-bu genutzt, bei Folge acht stattdessen Girls Power de (ガールズパワーで, Gāruzu Pawā de) von Minami Tsuda und Rumi Ōkubo unter ihren Rollennamen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Comic Bunch, Comic Yuri Hime S Mags to End Publication. 18. Juni 2010, abgerufen am 19. Juli 2011 (englisch).
  2. K-ON, Yuruyuri, Nyarko-san Win Anime Kobe Awards. 13. Oktober 2012, abgerufen am 2. April 2014 (englisch).
  3. Yuruyuri Slice-of-Life Manga Gets New Animation Project. In: Anime News Network. 9. Februar 2014, abgerufen am 9. Februar 2014 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]