Yusuf al-Qaradawi

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Yusuf al-Qaradawi im Jahr 2006

Yusuf Abdallah al-Qaradawi (arabisch ‏يوسف عبد الله القرضاوي‎, DMG Yūsuf ʿAbd Allāh al-Qaraḍāwī) (* 9. Dezember 1926 in Saft Turab, Ägypten) ist ein islamischer Rechtsgelehrter, Multifunktionär, Fernsehprediger und Autor. Qaradawi lebt seit 1961 in Katar und hat die katarische Staatsbürgerschaft erhalten. Qaradawis Predigten, die in der Regel über den religiösen Bereich hinausgehen und einen politischen und gesellschaftlichen Anspruch haben, erreichten durch seine regelmäßige Sendung aš-Šarīʿah wa-l-Ḥayāh ("Die Scharia und das Leben") im katarischen Fernsehsender Al Jazeera ein großes Publikum in der arabisch-islamischen Welt. Zahlreiche Kritiker, darunter anerkannte muslimische Intellektuelle, werfen al-Qaradawi vor, seine mediale Präsenz zu missbrauchen und durch seine Predigten den Islamismus und islamischen Terrorismus zu befördern.[1]

Studium und akademische Tätigkeit[Bearbeiten]

Yusuf al-Qaradawi als junger Mann

Seine islamische Ausbildung erhielt Qaradawi in Ägypten an der sunnitischen Azhar-Universität in Kairo. Er ist vom Gedankengut der ägyptischen Muslimbruderschaft beeinflusst, durch die er mit dem politischen Islam in Kontakt kam. Qaradawi ist stark geprägt durch die Schriften und Reden von Hassan al-Banna, dem Begründer der Muslimbruderschaft, über den er sagt, dass dieser den bedeutendsten Einfluss auf sein geistiges und spirituelles Leben gehabt habe.

Von 1960 bis 1973 arbeitete er an seiner Dissertation zum Thema „Die Armenabgabe (Zakat) und ihr Einfluss auf die Lösung sozialer Probleme“. Im Jahre 1969 veröffentlichte er zwei Bände über das Recht der Zakat, in denen er die Ansicht vertritt, dass die Armenabgabe in nicht-muslimischen Ländern für den Bau von Moscheen, Schulen und Krankenhäusern verwendet werden dürfe, wofür er kritisiert wurde.[2]

Im Jahre 1961 verließ Qaradawi Ägypten und ging nach Katar, dessen Staatsbürgerschaft er später annahm. Dort beteiligte er sich mit den wahhabitisch beeinflussten Gelehrten aus der so genannten Salaf-Strömung am Aufbau der Fakultät für Scharia und islamische Studien der Universität von Katar.

Im Jahre 1977 gründete Qaradawi in Katar das Zentrum für Sira- und Sunna-Forschung und die Scharia-Fakultät, deren Dekan er wurde.[3]

Publikationen und öffentliche Präsenz[Bearbeiten]

Qaradawi ist ein Autor, dessen zahlreiche Schriften, etwa 50 Bücher, auf breites Interesse stoßen. Als sein einflussreichstes Werk gilt „Das Erlaubte und das Verbotene im Islam“ (al-ḥalāl wal-ḥarām fi l-islām), das zuerst im Jahre 1960 erschien und seither in 30 Auflagen publiziert und in zahlreiche Sprachen - auch ins Deutsche - übersetzt wurde. Bei dem Werk handelt es sich nicht um Fachliteratur für Religionsgelehrte, sondern um eine Art Rechtskompendium für Laien. In Österreich wurde "Das Erlaubte und das Verbotene im Islam" jahrelang auf der Grundlage eines Empfehlungsschreibens des „Obersten Rats“ der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich vom 10. Mai 1990 im islamischen Religionsunterricht an Schulen verwandt[4].

Im Internet ist Qaradawi an dem Internetportal IslamOnline.net inhaltlich und finanziell beteiligt. In den letzten Jahren hat seine Medienpräsenz vor allem seit 1996 durch seine eigene Scharia-Sendung im Fernsehkanal Al-Jazeera „Die Scharia und das Leben“ (aš-šarīʿa wal-ḥayāt) stark zugenommen.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

In Übersetzung aus dem Arabischen erschienen:

Politisches Engagement[Bearbeiten]

Während seiner Studienzeit war Qaradawi ein aktives Mitglied der ägyptischen Muslimbruderschaft. Durch seine Involvierung in die Hochschulpolitik kam er bereits im Jahre 1949 zum ersten Mal in Haft. In den folgenden Jahren wurde Qaradawi drei weitere Male aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Muslimbruderschaft und seiner Veröffentlichungen, unter anderem eines Dramas über einen historischen Gelehrten und einen Tyrannen, inhaftiert, weshalb er in den Golfstaat Katar emigrierte, dessen Staatsbürgerschaft er erhielt. Qaradawi ist 1997 Mitgründer und seitdem Vorsitzender des Europäischen Rates für Fatwa und Forschung (ECFR), der sich um die Anwendung islamischer Normen auf europäische Verhältnisse bemüht.[5]

Er gründete 2004 in London die Internationale Union muslimischer Gelehrter[6] und nimmt Funktionen in zahlreichen internationalen islamischen Organisationen ein. Mit diesen äußert er sich immer wieder politisch, beispielsweise indem er im Karikaturenstreit zu einem muslimischen „Tag des Zorns“ und zum Boykott dänischer Importe aufrief.[7] Nach dem Tod des Führers der Muslimbruderschaft Mamoun al-Hudaibi soll die Position im Januar 2004 Qaradawi angeboten worden sein, der jedoch ablehnte.[8]

Im Oktober 2004 wurde Qaradawi in einer Unterschriftenaktion von 2500 muslimischen Intellektuellen aus 23 Ländern gegen muslimische Hassprediger vorgeworfen, den Terrorismus religiös zu bemänteln und den Islam in ein schlechtes Licht zu rücken.[1]

Qaradawi besuchte in mehreren Deutschlandaufenthalten die islamistische Organisation Milli Görüş. In den USA hat er seit 1999 Einreiseverbot.[9] Sein Buch Erlaubtes und Verbotenes im Islam, in dem er u. a. die körperliche Züchtigung von Ehefrauen („leicht mit den Händen schlagen“) bei notorischem Ungehorsam[10] und die Todesstrafe bei „Unzucht“ (Zina) sowie bei der „Abkehr vom Glauben, nachdem man ihn freiwillig angenommen hat und später auf solche Art offene Auflehnung kundtut, die die Zusammengehörigkeit der muslimischen Gemeinschaft bedroht“ rechtfertigt,[11] wird bis heute in Deutschland teilweise über Moscheevereine und islamische Buchhandlungen vertrieben.[12]

Qaradawi ist u.a. in Deutschland für viele – besonders junge – orthodoxe Muslime und ihre Organisationen eine Leitfigur: „So wird häufig auf seine Positionen und sein Buch Erlaubtes und Verbotenes im Islam verwiesen, wenn es darum geht, wie der Islam in nicht-muslimischen Gesellschaften verstanden und praktiziert werden kann“.[13]

Am 29. Januar 2011 rief er in einer von al-Jazeera ausgestrahlten Fernsehansprache den ägyptischen Staatspräsident Husni Mubarak auf, das Land zu verlassen.[14]

Am 18. Februar 2011 trat al-Qaradawi erstmals nach dreißig Jahren unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in Kairo vor die Öffentlichkeit. Er leitete das Freitagsgebet und richtete die Freitagspredigt auf dem Taḥrīr-Platz an rund eine Million Zuhörer, die anschließend den Rücktritt aller Mitglieder der gestürzten Regierung mit folgendem Spruch forderten: „Ḥusnī ḫaraǧ mini l-qaṣr / leh aʿwānu(h) bi-yaḥkumū Maṣr“ (Ḥusnī verließ den Präsidenten)palast / warum herrschen seine Mitläufer über Ägypten.[15]

Wiederholt äußerte sich al-Qaradawi öffentlich in Ägypten im Verlauf und nach der Revolution 2011 zu innenpolitischen und zu Rechts- und Verfassungsfragen. Im Fernsehsender „Al-Nahhar TV“ vertrat er im Januar 2012 die Auffassung, die Scharia solle „schrittweise in Ägypten eingeführt" und „ein Abhacken der Hand nicht in den ersten fünf Jahren (nach der Revolution) als Strafe eingeführt werden“[16].

Angesichts der Gewaltakte der libyschen Regierung gegen die Demonstranten im Aufstand in Libyen 2011 durch Einsatz der Streitkräfte und der Luftwaffe erließ al-Qaradawi im Fernsehsender Al Jazeera am 21. Februar 2011 offiziell eine Fatwa, in der er Offiziere und Soldaten zur Ermordung von Muammar al-Gaddafi aufrief. Er begründete seine Fatwa sowohl mit dem Koran als auch mit einem auf den Propheten Mohammed zurückgeführten Hadith:

  • Und wenn einer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, ist die Hölle sein Lohn, daß er (ewig) darin weile. Und Gott ist (?) zornig auf ihn und hat (?) ihn verflucht, und er hat (im Jenseits) eine gewaltige Strafe für ihn bereit. (Sure 4, Vers 93)
  • „Der Prophet sprach: Der Weltuntergang wiegt bei Gott nicht so schwer wie die widerrechtliche Tötung eines Gläubigen“ (Ibn Madscha: Kitāb ad-diyāt, 1).[17]

Aus Anlass einer wiederholten Visumsverweigerung für al-Qaradawi durch die irischen Behörden Anfang August 2011 erklärte sich der Geschäftsführer der größten islamischen Organisation Irlands, des "Islamic Cultural Centre of Ireland" (ICCI), mit dem Gelehrten solidarisch – dessen Ansichten stünden in voller Übereinstimmung mit der islamischen Lehre, sie seien daher keineswegs eine Verletzung derselben[18].

Kontroversen um umstrittene Positionen[Bearbeiten]

Neben seinen Büchern hat Qaradawi auch zahlreiche Fatwas zu den verschiedensten gesellschaftlichen, politischen und religiösen Fragen verfasst. Als Vorsitzender des ECFR beeinflusst er auch stark dessen einstimmig beschlossenen Fatwas. In einem Essay über Fatwas (1988) verweist er auf die Notwendigkeit, auf alle Rechtstraditionen gleichermaßen zurückzugreifen und nennt diese undogmatisch erscheinende, korantreue Vorgehensweise die „Position der Mitte“ (minhaj al-wasatiyya).[19]

  • Qaradawi billigt Selbstmordattentate im Kampf der Palästinenser gegen Israel als erlaubten Märtyrertod und sieht in ihnen in einem solchen Fall nicht den im Islam streng verbotenen Suizid. Er hat in zahlreichen Interviews und Fernsehsendungen seine Ansicht verbreitet, dass Selbstmordattentate in Israel islamisch gerechtfertigt seien.[20][21] Qaradawi erklärt dabei sowohl Frauen und Kinder für nicht schützenswert, da die ganze israelische Gesellschaft militarisiert sei[22], genau so wenig wie deren Eigentum: „Es ist durch islamisches Recht festgelegt, dass Blut und Gut der Menschen des Dar al-Harb nicht geschützt sind. Denn sie kämpfen gegen die Muslime und sind ihnen feindlich gesinnt, sie haben den Schutz ihres Blutes und Gutes verwirkt“.[23]
  • Er hält Homosexualität für eine „geschlechtliche Abartigkeit“. Als Strafe hierfür wird dieselbe wie für Prostitution nahegelegt, was seinen Ausführungen zufolge 100 Peitschenhieben entspräche.[24]
  • Er befürwortet die Todesstrafe für „Abkehr vom Islam, nachdem man ihn freiwillig angenommen hat und später auf solche Art offene Auflehnung kundtut, die die Zusammengehörigkeit der muslimischen Gemeinschaft bedroht“.[11]
  • Er sieht in öffentlich und vor laufenden Kameras stattfindenden Taufen ehemaliger Muslime, wie etwa bei Magdi Allam, einen „provokativen und feindseligen Akt gegen Muslime".[25]
  • Er hält die Todesstrafe für außerehelichen Geschlechtsverkehr für angemessen, „wenn mindestens vier rechtschaffene Leute Zeugen des tatsächlichen Geschlechtsverkehrs gewesen sind und vor Gericht bezeugen, dass sie es gesehen haben“.[11]
  • Er ist der Ansicht, dass eine Ehefrau sich nicht gegen ihren Mann auflehnen darf. Versagen alle „guten Worte“ und „freundlichen Argumente“ des Mannes, um dieses Verhalten zu korrigieren, darf er seine Frau „leicht“ mit den Händen schlagen, „wobei er das Gesicht und andere empfindliche Stellen zu meiden hat“.[10]
  • Er hält es für die Pflicht muslimischer Frauen, das Kopftuch zu tragen und Kleidung, die alles außer Gesicht und Händen bedecke. Der Ehemann müsse seiner Ehefrau dies befehlen und falls sie dem endgültig nicht folge und kinderlos sei, sich scheiden lassen.[26]
  • Er hält das Ablegen des Kopftuchs für erlaubt, sofern es für die Ausführung einer „Märtyreroperation“ erfolgt und nicht um die weibliche Schönheit zu zeigen. Die Frau brauche auch keinen mahram (männlichen Verwandten) zur Begleitung und nicht die Reiseerlaubnis ihres Ehemanns oder Vaters, da der Jihad durch eine Besatzung zur individuellen Pflicht (Fard) werde.[27]
  • Er befürwortet die Polygynie im Gegensatz zur Polyandrie, weil die Mehrehe der männlichen Natur entspräche.[28]
  • Für interreligiöse Ehen (ausschließlich für muslimische Männer, nicht für muslimische Frauen) stellt er folgende vier Bedingungen: erstens müsse die Ehefrau eine praktizierende Anhängerin einer Buchreligion sein, zweitens müsse sie sittlich einwandfrei sein (was nach Qaradawis Ansicht die meisten Frauen dieser Religionen ausschließt), drittens dürfe es keine Jüdin (also Spionin) sein, außer wenn diese israelfeindlich eingestellt sei, und viertens dürfe keine Ehe geschlossen werden, falls der Mann nicht glaubensfest genug sei oder die islamische Erziehung der Kinder gefährdet wäre.[29]
  • Er hat die Beschneidung weiblicher Genitalien (FGM) islamisch gerechtfertigt – sie sei nach verschiedenen Rechtsschulen Pflicht (Fard), empfohlen (Sunna) oder erlaubt (Mubah). Er selbst halte sie für erlaubt; jedoch (unter Berufung auf einen schwachen Hadith) solle „nur ein kleiner Teil geschnitten“ werden.[30] Qaradawi nahm an einer internationalen Konferenz der al-Azhar-Universität teil, die am 23. November 2006 einen Beschluss veröffentlichte, der die Genitalverstümmelung ablehnt.[31] Ende Juni 2007 wurde ein ägyptisches Gesetz von 1997, welches FGM verbot, aber viele Ausnahmen zuließ, durch einen Erlass zum ausnahmslosen Verbot ersetzt.[32] Qaradawi hat auch danach seine persönliche Unterstützung erklärt für diejenigen, die FGM „im Interesse ihrer Töchter“ finden.[33] Nach einem Gespräch mit den Menschenrechtlern Rüdiger Nehberg und Tarafa Baghajati in Doha im März 2009 verfasste Qaradawi erstmals eine eindeutige Fatwa gegen weiblichen Genitalverstümmelung, in welcher er FGM als Werk des Teufel bezeichnete.[34]
  • Er erklärt Statuen als islamisch verboten (haram), einschließlich altägyptischer Statuen, aber mit Ausnahme von Puppen und Schokoladenfiguren.[35]
  • Er leugnet nicht den Holocaust, sondern nennt Adolf Hitler „eine gerechte Strafe Allahs für die Juden“ und stimmt die Muslime auf einen neuerlichen Holocaust in der Zukunft ein: „So Gott will, wird das nächste Mal diese [sc. Strafe Gottes] durch die Hand der Gläubigen erfolgen.“[36] Zudem bezeichnet er die Juden als Feinde Gottes.[37] Zur Frage nach der Einbeziehung von Juden in die Konferenz für islamisch-christlichen Dialog in Doha im Mai 2004 sagte Al-Qaradawi: „Es gibt keinen Dialog zwischen uns, mit Ausnahme von Schwert und Gewehr.“ Die Akzeptanz des Säkularismus im heutigen Christentum lehnt er strikt ab[38]
  • Nach Konstantinopel werden Rom und der Rest Europas folgen. Es gibt Zeichen, dass der Islam nach Europa als Eroberer zurückkehrt und triumphieren wird. Ich glaube, dieses Mal werden wir Europa erfolgreich erobern, nicht mit dem Schwert, sondern durch die Verbreitung islamischer Ideologie.[39]
  • In einer Rede im Oktober 2012 erklärte er Russland zum „größten Feind der arabischen und der muslimischen Welt“ wegen dessen Unterstützung des syrischen Regimes unter Baschar al-Assad im Kampf gegen die Aufständischen[40].
  • Im Juni 2013 forderte er sunnitische Muslime auf zum bewaffneten Kampf gegen das alawitische Regime Assads und seine schiitischen Verbündeten aus dem Libanon, Hisbollah.[41]

Privatleben[Bearbeiten]

Im Jahre 1958 heiratete al-Qaradawi im Alter von 31 Jahren.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bettina Gräf/Jakob Skovgaard-Petersen (Hrsg.): The Global Mufti. The Phenomenon of Yusuf Al-Qaradawi. Hurst & Co., London 2008, ISBN 978-1850659396. Versch. Ausgaben.[42]
  • Elhakam Sukhni: Die ,Märtyreroperation' im Dschihad: Ursprung und innerislamischer Diskurs. Akademische Verlagsgemeinschaft, München 2011 ISBN 3-869-24107-1

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Arab News: Stop Terror Sheikhs, Muslim Academics Demand, 30. Oktober 2004, abgerufen am 1. Juni 2013
  2. Can Zakah Be Given to Construct Mosques and Islamic Centers? Fatwa IslamOnline, 14. Juni 2002.
  3. Verfassungsschutz Baden-Württemberg über Qaradawi und die Muslimbruderschaft.
  4. Das Schreiben findet sich wiedergegeben auf den Seiten 1 und 2 in der oben unter „Schriften“ herunterladbaren Online-PDF-Version des Werks
  5. Shammai Fishman: Fiqh al-Aqalliyyat: A Legal Theory for Muslim Minorities (PDF; 141 kB). Research Monographs on the Muslim World Series No 1, Paper No 2, October 2006.
  6. Webseite der „Internationalen Union muslimischer Gelehrter“, International Union for Muslim Scholars (IUMS), sie wird auch International Association of Muslim Scholars (IAMS) genannt.
  7. Assaf Uni: Danish Muslim unrepentant for sparking cartoon riots. In: Haaretz, 14. Februar 2006 (Archivversion auf web.archive.org).
  8. Egyptian Muslim Brotherhood: Out With the Old Guard, in With the New? Stratfor, 12. Januar 2004.
  9. The Qaradawi Fatwas, Middle East Quarterly, Summer 2004.
  10. a b Jusuf al-Qaradawi: Erlaubtes und Verbotenes im Islam. München 1989, S. 175 f.
  11. a b c Jusuf al-Qaradawi: Erlaubtes und Verbotenes im Islam. München 1989, S. 276 f.
  12. Vgl. Scharia in Deutschland – wie muslimische Fanatiker unbehelligt zu Gewalt aufrufen. In: Kontraste (ARD), Sendung vom 13. Mai 2004 rbb-online.de (Video auf Youtube Kontraste - Scharia in Deutschland - Gewalt gegen Frauen - Interview mit Serap Cileli). Als „Referenzbuch“ wird die Schrift z. B. auf der Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/moschee-bamberg.deBücherliste der Moschee Bamberg (PDF) ausdrücklich empfohlen.
  13. Zitat nach: ZMO-Veranstaltung zu Yusuf al-Qaradawi und Islam-Online, ufuq.de (Dialog-Forum), 25. Februar 2009.
  14. Top cleric: Mubarak, go away!
  15. http://www.alarabiya.net/articles/2011/02/18/138176.html
  16. "Sunni Scholar Yousuf Al-Qaradhawi: Islamic Law Should Be Implemented Gradually in Egypt; There Should Be No Chopping Off of Hands in the First Five Years", TV-Interview, Videoausschnitt #3287, MEMRI TV, 26. Jan. 2012
  17. [3]، [4]
  18. "His views are representative of Islamic teachings and are not assumed to be a violation of same", in: 'Fatwa' sheikh with links to Irish Muslims is refused visa, Irish Independent (Irland), 8. Aug. 2011
  19. Bettina Gräf: In Search of a Global Islamic Authority. In: Isim Review 15, Leiden 2005, S. 47.
  20. laut Tageszeitung Al-Watan, Katar, zitiert auf Qaradawis Webseite am 25. Oktober 2004, "Martyrdom Operations Are the Greatest Form of Jihad", englische Übersetzung: Memri Special Report - No. 35
  21. Qaradawi auf Al-Jazeera TV (Katar), englische Übersetzung: Sheikh Al-Qaradhawi in Favor of Suicide Operations Memri No. 45, April 25, 2004
  22. Qaradawi auf Iqra TV 12. März 2006, Sheik Yousuf Al-Qaradhawi Justifies the Killing of Israeli Women and Children in Suicide Operations Memri No. 1093, March 12, 2006
  23. Londoner arabischsprachige Tageszeitung Asharq al-Awsat Interview mit Qaradawi, 19. Juli 2003, englische Übersetzung: Memri Special Dispatch Series - No. 542
  24. Jusuf al-Qaradawi: Erlaubtes und Verbotenes im Islam. München 1989, S. 146f, 160.
  25. Qaradawi flays Pope’s ‘hostile act’, Gulf Times, 12. April 2008.
  26. Divorcing a Wife Who Refuses to Wear Hijab islamOnline, 11. Dezember 2003
  27. IslamOnline Fatwa Bank, Qaradawi am 6. Nov 2006
  28. Qaradawi auf Al-Jazeera TV (Katar), 30. Dezember 2001, übersetzt ins englische von MEMRI Inquiry and Analysis Series No. 82: Islamic Clerics Explain the Rationale
  29. Qaradawi auf Qatar TV, 12. März 2006, Memri No. 1074, 12. März 2006 Sheik Yousuf Al-Qaradhawi's Conditions for Muslim Men Who Want to Marry Christian and Jewish Women in the West
  30. Circumcision: Juristic, Medical & Social Perspectives Qaradawi, islamOnline 13. Dezember 2004
  31. Was Anti-FGM-Fatwas nicht bewirken können Ein Plädoyer für die sexuelle Unabhängigkeit der Frauen von Mary Kreutzer, Frauensolidarität 2/07, S. 30-31
  32. Egypt bans female circumcision after death of 12-year-old girl Ian Black, The Guardian, 30. Juni 2007
  33. Fatwa zur weiblichen Genitalverstümmelung auf islamonline.net vom 1. Juli 2002
  34. PDF bei www.stopfgm.net
  35. Islamic Views on Erecting Statues islamOnline, 3. April 2006
  36. Al Jazeera, 21. Januar 2009, zit. in der Wiener Zeitung: "Reger Zulauf für Fundamentalisten", 7. Mai 2009 (abgerufen am 21. November 2013)
  37. vgl. Karl Pfeifer: Qaradawi möchte Hitlers Tat vollenden. Auf: juedische.at.
  38. Der Säkularismus mag in einer christlichen Gesellschaft akzeptiert werden, aber er wird niemals allgemeine Anerkennung in einer islamischen finden. Das Christentum enthält nichts wie die shari`ah oder eine ähnliche Weltanschauung, zu der seine Anhänger verpflichtet sind. ... Im übrigen haben Westler, insbesondere Christen, gute Gründe dafür, ein säkulares Herrschaftssystem einem religiösen vorzuziehen. Denn ihre (historischen) Erfahrungen mit religiösen Herrschern, so wie sie diese erfahren haben, bedeutete eine Herrschaft von Klerikern, eine despotische Autorität der Kirche, mit daraus folgenden Geboten zur Exkommunikation und Leistungen zum Sündenerlaß, also Ablassbriefen. In einer muslimischen Gesellschaft würde die Anerkennung des Säkularismus etwas völlig verschiedenes bedeuten. Da der Islam einen Zusammenhang von Gottesdienst (`ibadah) und Gesetzgebung (Shari`ah) darstellt, würde die Anerkennung des S. die Aufgabe der Shari`ah bedeuten, also eine Ablehnung der göttlichen Führung und eine Zurückweisung von Allahs Weisungen. Es ist eine falsche Behauptung, die Shari`ah würde nicht zu den Ansprüchen des modernen Lebens passen. Würde man akzeptieren, dass Gesetze von Menschen gemacht werden, so hieße das, der Menschen begrenztes Wissen und ihre begrenzte Erfahrung einer göttlichen Führung vorzuziehen. ... Daher ist der Ruf nach dem Säkularismus unter Muslimen Atheismus und ein Verwerfen des Islam. Würde man ihn als Grundlage einer Herrschaft anerkennen, anstatt der Shari`ah, so wäre das ein absoluter riddah. Wenn die Massen in der muslimischen Welt dazu schweigen, so ist das eine große Sünde und ein ganz klarer Akt des Ungehorsams. ... (Der christliche Gott) ist ein hilfloser Gott, wie Will Durant es formuliert hat. Eigene Übersetzung aus dem Engl. nach Quelle. Etwas ausführlicher. In Arabisch: ‘Al-Hulul al Mustawradah wa Kayfa Jaat `alaa Ummatina’ bzw. Engl. "How the imported solutions disastrously affected our Ummah." S. 113f. Noch deutlicher eine Übersetzung von Thomas von der Osten-Sacken, Quelle unbekannt: "Es gibt keinerlei Zweifel, dass Säkularismus dem Islam in jeder Hinsicht widerspricht. Es gibt zwei verschiedene Wege ..., den einen wählen, heißt den anderen abzulehnen. Deshalb muss, wer immer sich für den Islam entscheidet, den Säkularismus zurückweisen." In jungle world, 1. August 2013, S. 12
  39. auf al-Jazeera Dezember 2002; ähnlich schon 1995 in Toledo (Ohio) auf einer Konferenz der Muslim Arab Youth Association (MAYA): What remains, then, is to conquer Rome. The second part of the omen. "The city of Hiraq [once emperor of Constantinople] will be conquered first", so what remains is to conquer Rome. This means that Islam will come back to Europe for the third time, after it was expelled from it twice… Conquest through Da'wa [proselytizing], that is what we hope for. We will conquer Europe, we will conquer America! Not through sword, but through Da'wa.
  40. Vgl. Sheik Qaradhawi: Russia Is the Number One Enemy of Arabs and Muslims, Youtube
  41. NOW: Top Muslim cleric urges Sunnis to join Syria war, 1. Juni 2013, abgerufen am 1. Juni 2013
  42. Vgl. Götz Nordbruch: Rezension zu: Gräf, Bettina; Skovgaard-Petersen, Jakob (Hrsg.): The Global Mufti. The Phenomenon of Yusuf Al-Qaradawi. London 2008. In: H-Soz-u-Kult, 3. März 2010.