Yves Pomeau

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Yves Pomeau (* 1942) ist ein französischer Physiker, der sich mit Hydrodynamik, Elastizitätstheorie und nichtlinearer Dynamik (Chaostheorie) beschäftigt.

Pomeau war Forschungsdirektor des CNRS an der École normale supérieure. Nach seiner Emeritierung war er an der University of Arizona.

Pomeau entdeckte mit Paul Manneville 1979 das Phänomen der Intermittenz in der Chaostheorie bei der numerischen Untersuchung des Lorenz-Attraktors. Mit Pierre Bergé (Physiker) und anderen untersuchten beide das Phänomen auch bei der Rayleigh-Benard-Konvektion. 1986 entwickelte er mit Uriel Frisch und Brosl Hasslacher ein Gittergas-Modell der Navier-Stokes-Gleichung in der Hydrodynamik (FHP-Modell).

1987 wurde er korrespondierendes Mitglied der Academie des Sciences. 1981 erhielt er den Paul-Langevin-Preis.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Pierre Bergé, Monique Dubois-Gance Des rythmes au chaos, Paris, Odile Jacob 1994
  • mit Bergé, Monique Dubois, Paul Manneville Intermittency and Rayleigh-Benard convection, Journal de Physique, Lettres, Band 41, 1980, L 341
  • mit Bergé, Christian Vidal Order within chaos- towards a deterministic approach to turbulence, Wiley 1984 (französisches Original Ordre dans le chaos, Hermann, Paris 1984)
  • mit Bergé, Vidale: L’espace chaotique, 1998
  • mit P. Manneville Intermittent transition to turbulence in dissipative dynamical systems, Comm. Math. Phys., Band 74, 1980, S. 189-197
  • mit Brosl Hasslacher, Uriel Frisch: Lattice gas automata for the Navier Stokes equation, Physical Review Letters, Band 56, 1986, S. 1505

Weblinks[Bearbeiten]