Yvonne Catterfeld

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Yvonne Catterfeld 2014

Yvonne Catterfeld (* 2. Dezember 1979 in Erfurt) ist eine deutsche Sängerin, Schauspielerin, Musikerin und Moderatorin. Sie verkaufte bereits mehr als 765.000 Tonträger.[1]

Leben[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Catterfeld nahm ab ihrem 15. Lebensjahr Klavier-, Gitarren-, Gesangs-, Ballett- und Tanzunterricht, unter anderen bei Kerstin Radtke und Chung Luong.[2] Nach dem Abitur am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt nahm sie sich eine einjährige Auszeit. Danach studierte sie zwei Jahre an der Musikhochschule Leipzig Jazz- und Popularmusik und unterrichtete daneben kleine Gesangsgruppen,[3] außerdem war sie Sängerin der Gruppe Jamtonic.[4]

Nach dem Studium nahm sie am Gesangswettbewerb Stimme 2000 teil, der von Peter Sebastian moderiert und vom MDR ausgestrahlt wurde. Dabei nannte sie sich Viviane, sie gab diesen Künstlernamen jedoch bald wieder auf. Der Musikmanager Thomas M. Stein (damals Geschäftsführer der BMG Deutschland, später Jury-Mitglied bei Deutschland sucht den Superstar) traf als Jury-Mitglied die Vorauswahl für Stimme 2000. Die BMG-Plattenfirma Hansa nahm Catterfeld als Zweitplatzierte unter Vertrag. 2001 erschien unter dem Namen Catterfeld ihre erste Single Bum, die nicht in die Charts kam. In den nächsten beiden Jahren erschienen unter ihrem Familiennamen drei weitere Singles.

Ab September 2001 spielte sie die Rolle der Julia Blum in der RTL-Seifenoper Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Im selben Jahr ließ sich Catterfeld für die Märzausgabe des Magazins Maxim im Rahmen eines Interviews in Dessous ablichten.

2003–2006: Musikalischer Durchbruch[Bearbeiten]

Mit dem Titel Für dich, produziert von Dieter Bohlen, Text von Lukas Hilbert, gelang ihr 2003 mit dem ersten Platz in den deutschen Singlecharts der musikalische Durchbruch in Deutschland. Ein Jahr später konnte sie diesen Erfolg mit Du hast mein Herz gebrochen (produziert von Dieter Bohlen, Text von Eko Fresh) wiederholen. Außerdem sang sie 2003 beim Abschiedskonzert von Modern Talking und im Vorprogramm von Nena und Mariah Carey. Ihre erste Moderation übernahm sie bei Lucky Star; die Pop-Rock-Band Silbermond hatte dort ihren ersten Fernsehauftritt. Außerdem moderierte sie Musikshows wie The Dome und 2003 als Vertretung für Michelle Hunziker Deutschland sucht den Superstar.

2004 trat sie bei einigen Konzerten der Jubiläums-Tour Aufmarsch der Giganten von Udo Lindenberg auf. In Berlin-Treptow wurde sie vom Publikum derart ausgepfiffen und ausgebuht, dass sie unter Tränen die Bühne verließ und auch für das Konzertfinale nicht zurückkehrte.[5]

Am 17. Dezember 2004 hatte sie ihren letzten Drehtag bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Ihren Ausstieg aus der Serie begründete sie damit, dass ihr die Rolle keine weiteren Möglichkeiten geboten habe, sich schauspielerisch auszuprobieren. Ihr Hauptanliegen war nun erst einmal, ihre Gesangskarriere weiterzuverfolgen. Im Frühjahr 2005 erschien ihr drittes Album Unterwegs mit der Singleauskopplung Glaub an mich. Einen Wiedereinstieg in die RTL-Serie schloss sie aus.

Im Juni 2005 trennte sich Catterfeld von ihrer Managerin Veronika Jarzombek, die sie seit dem Beginn ihrer Karriere begleitet hatte. In den Medien wurden als Hauptgrund dafür Differenzen zwischen der Managerin und Wayne Carpendale vermutet, mit dem Catterfeld zu der Zeit liiert war. Ihr Manager ist seitdem Jürgen Otterstein.

Ab dem 8. November 2005 spielte sie in der ARD-Telenovela Sophie – Braut wider Willen die Hauptrolle der Sophie von Ahlen. Da die Einschaltquoten deutlich hinter den Erwartungen des Senders zurückblieben, wurde die Telenovela am 9. März 2006 nach 65 Folgen eingestellt. Im November und Dezember 2006 stand Catterfeld für den RTL-Mystic-Thriller Das Geheimnis des Königssees vor der Kamera. Sie spielte darin die Hauptrolle der Marla, die für ein Münchner Reisebüro eine Pauschalreise an den Königssee organisiert und dabei ein schauriges Geheimnis entdeckt.

2007–2009: Musikalische Rückkehr und weitere Filme[Bearbeiten]

Yvonne Catterfeld 2004

Catterfelds für das Frühjahr 2007 geplante Tournee wurde wegen einer Kieferoperation abgesagt. Im Vergleich zu früheren CDs verkaufte sich das Album Aura eher mäßig und belegte in den Charts eine Woche lang Platz 10. Im September 2007 nahm die Sängerin den Titel Better Than Christmas für The Christmas Album von Till Brönner auf.

Am 25. April 2008 sprach sich Catterfeld zusammen mit rund 200 anderen Künstlern in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen Filesharing aus und forderte einen besseren Schutz des geistigen Eigentums. Anlass für den Brief war der von der Weltorganisation für geistiges Eigentum ausgerufene „Tag des geistigen Eigentums“ am 26. April 2008.[6]

Wegen ihrer Ähnlichkeit mit Romy Schneider war Catterfeld für die Darstellung der Titelrolle in der internationalen Verfilmung Eine Frau wie Romy vorgesehen. Das Engagement kam jedoch nicht zustande.[7] 2010 spielte Catterfeld an der Seite von René Ifrah die Hauptrolle in dem von Sat.1 ausgestrahlten Familiendrama Die Frau des Schläfers.[8]

2010-2013: Musikalische Veränderung und Konzentration auf die schauspielerische Arbeit[Bearbeiten]

Catterfelds Album Blau im Blau,[9] das mit einem kleinen Team und einer kleinen Band realisiert wurde, erschien wegen ihrer umfangreichen Drehverpflichtungen erst im März 2010.[10] Die gleichnamige Single konnte an frühere Erfolge nicht anknüpfen und erreichte Platz 52 in den deutschen Single-Charts. Auch das Album blieb weit hinter den Erwartungen zurück. [11]

2010 schlüpfte Catterfeld in dem von ZDF und ORF produzierten Fernsehfilm Das Mädchen auf dem Meeresgrund in die Rolle der Lotte Hass. Der Film handelt vom Leben der Tauchpioniere Lotte und Hans Hass, der von Benjamin Sadler dargestellt wurde; Regie führte Ben Verbong. Zur Vorbereitung musste Catterfeld den Tauchschein erwerben. Bei einigen Unterwasser-Stuntszenen wurde sie von Anna von Boetticher, der Deutschen Meisterin im Apnoetauchen gedoubelt.[12] Am 14. Oktober 2011 brachte sie die Kompilation The Best of, Von Anfang bis jetzt auf den Markt, auf der alle Singletitel enthalten sind. Das Album konnte jedoch keine Chartplatzierung erreichen. Am 10. November 2011 eröffnete Catterfeld die Bambi-Verleihung mit Beautiful Day, einer Coverversion des gleichnamigen U2-Songs.

2013: Rückkehr zur Musik und internationale Filmproduktionen[Bearbeiten]

Nach dreijähriger musikalischer Pause erschien am 22. November 2013 Catterfelds sechstes Album Lieber So. Die erste Single, Pendel, erschien am 8. November 2013. Im Oktober 2013 war sie in dem Fernsehfilm Helden – Wenn dein Land dich braucht zu sehen. 2013 stand sie für den russischen Film Strana khoroshikh detochek vor der Kamera, der im Dezember 2013 in den russischen Kinos anlief. Am 1. Mai 2014 startete der französische Film Die Schöne und das Biest von Regisseur Christophe Gans, in dem Catterfeld neben Vincent Cassel und Léa Seydoux in einer Nebenrolle zu sehen ist. Der Film ist eine Adaption des gleichnamigen französischen Volksmärchens.

Privatleben[Bearbeiten]

Catterfeld zusammen mit ihrem Freund Oliver Wnuk (2007)

Catterfeld war von Sommer 2004 bis August 2007 mit dem Schauspieler Wayne Carpendale liiert. Seitdem hat sie eine Beziehung mit dem Schauspieler Oliver Wnuk, bekannt als Ulf Steinke aus der Pro7-Serie Stromberg.[13] Das Paar lernte sich bei den Dreharbeiten zu dem Kinofilm U-900 kennen. Am 19. April 2014 wurden Catterfeld und Wnuk Eltern eines Sohnes.[14]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[15] Anmerkung
DeutschlandDeutschland OsterreichÖsterreich SchweizSchweiz
2003 Meine Welt 1
(33 Wo.)
4
(20 Wo.)
3
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Mai 2003
Verkäufe: + 230.000
2004 Farben meiner Welt 2
(45 Wo.)
9
(22 Wo.)
7
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. März 2004
Verkäufe: + 160.000
2005 Unterwegs 1
(23 Wo.)
4
(12 Wo.)
18
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. März 2005
Verkäufe: + 150.000
2006 Aura 10
(14 Wo.)
17
(5 Wo.)
26
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Oktober 2006 Verkäufe: + 60.000
2010 Blau im Blau 37
(3 Wo.)
44
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. März 2010 Verkäufe: + 5.000
2013 Lieber so 21
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. November 2013

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten]

Catterfeld mit Meret Becker, Dani Levy und Markus Hering (2010)

Fernsehfilme[Bearbeiten]

Fernsehserien[Bearbeiten]

Synchronrollen[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jahr Auszeichnung Kategorie
2003 Bambi Shooting-Star
Goldene Stimmgabel Erfolgreichste Solistin Pop
Goldener Wuschel Shooting Star des Jahres
Bravo Otto TV-Star weiblich
2004 Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis) Pop
Echo Künstlerin national Rock/Pop
Bild Osgar
Bravo Otto TV-Star weiblich

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Yvonne Catterfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ifpi.at und hitparade.ch
  2. derwesten.de
  3. superillu.de
  4. jamtonic.de
  5. berliner-zeitung.de
  6. heise.de: Bundeskanzlerin soll Künstlerrechte schützen
  7. google.com oder morgenpost.de
  8. nds-ost.business-on.de: Yvonne Catterfeld zu Besuch in Hannover, 10. Dezember 2009
  9. ok-magazin.de
  10. moviepilot.de
  11. monstersandcritics.de
  12. spiegel.de
  13. welt.de: Yvonne Catterfeld liebt „Stromberg“-Star, 24. November 2007
  14. focus.de: Yvonne Catterfeld hat an Ostern einen Sohn bekommen, 21. April 2014
  15. Chartquellen: DE AT CH