Züri West

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Züri West
Züri West am «Stars of Sounds»-Konzert in Aarberg, 1. Juni 2012.
Züri West am «Stars of Sounds»-Konzert in Aarberg, 1. Juni 2012.
Allgemeine Informationen
Genre(s) Mundartrock
Gründung 1984
Website www.zueriwest.ch
Gründungsmitglieder
Gesang
Kuno Lauener
Gitarre
Markus Fehlmann
Bass
Peter Schmid (bis 1986)
Schlagzeug
Sam Mumenthaler (bis 1986)
Gitarrist
Peter von Siebenthal[1] (bis 2000)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Kuno Lauener
Gitarre
Markus Fehlmann
Gitarre
Tom Etter (seit 2000)
Bass
Jürg Schmidhauser (seit 2000)
Schlagzeug
Gert Stäuble (seit 1993)
Ehemalige Mitglieder
Bass
Martin Gerber (1986–2000)
Schlagzeug
Martin S. Silfverberg (1986–1992)

Züri West ist eine der erfolgreichsten Schweizer Rockbands aus Bern. Der Name Züri West ist als (ironische) Umschreibung von Bern gedacht – der Bundesstadt, die westlich der grössten Schweizer Stadt Zürich liegt.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Kuno Lauener, Sam Mumenthaler, Küse Fehlmann und Peter Schmid traten 1984 zum ersten Mal gemeinsam als Sweet Home Pyjamas[1][2] und einige Wochen später als Gianni Pannini[2] auf. Am 9. Februar 1984 gründeten diese zusammen mit Peter von Siebenthal die Band Züri West[1]. 1985 veröffentlichte die Band auf der Maxi-Single Splendid einen Konzertmitschnitt. Mit Liedern wie Flachgleit und Hansdampf lieferte die Band den Soundtrack zu den Jugendunruhen rund um das Zaffaraya-Areal und den kulturpolitischen Kampf für das Kulturzentrum Reithalle in Bern. 1987 erschien das erste Album Sport & Musik.

Bereits mit dem zweiten Album Bümpliz–Casablanca (1989) schaffte es die Band auf Platz eins der Schweizer Hitparade. Das Album Elvis (1990) wurde mit einer Goldenen Schallplatte für 25.000 verkaufte Exemplare ausgezeichnet. 1991 erschien das Album Arturo Bandini und war ebenfalls erfolgreich. Mit dem Livealbum Wintertour schaute die Band zurück auf ihre Entwicklung von der politischen Szeneband zur nationalen Pop-Grösse.

Gert Stäuble löste in der darauffolgenden Pause Silvio Silfverberg am Schlagzeug ab. Der Song I schänke dr mis Härz aus dem Studioalbum Züri West (1994) wurde zum bislang grössten Hit der Band. Mit dem in den Vereinigten Staaten produzierten Album Hoover Jam (1996) versuchte sich die Band vom Image der Hitband zu distanzieren. Nach einer Pause erschien das Album Super 8 (1999).

In den folgenden zwei Jahren verliessen Gitarrist Peter von Siebenthal und Bassist Martin Gerber die Band. Sie wurden durch Tom Etter (Gitarre), Jürg Schmidhauser (Bass) und Oli Kuster (Tasten) ersetzt. Im Titelsong des Albums Radio zum Glück (2001) kritisiert die Band das Musikprogramm von Radio DRS 3. Der Film «Züri West – am Blues vorus…», der 2002 in die Kinos kam, beschäftige sich mit der Entstehung von Radio zum Glück.

Mit dem Sampler Retour feierten Züri West anfangs 2004 ihr zwanzigjähriges Bestehen. Im Juni 2004 erschien das kommerziell erneut sehr erfolgreiche Studioalbum Aloha from Züri West.

Das Studioalbum haubi Songs ist am 12. Januar 2008 erschienen.

Am 14. März 2009 spielten Züri West zum 110. Geburtstag des Fussball-Vereins BSC Young Boys unter dem Pseudonym the Häberlis (inspiriert durch Stürmerlegende Thomas Häberli) vor über 25'000 Zuschauenden im Stade de Suisse in Bern.

Das Album HomeRekords erschien am 23. April 2010. Es handelt sich vor allem um B-Seiten und Demos bekannter Songs.[3]

Die Single Göteborg erschien im Januar 2012, das gleichnamige Album am 23. März 2012. Das Album erreichte im April 2012 Platz 1 in der Schweizer Hitparade.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[4]
Sport und Musik
  CH 24 10.01.1988 (2 Wo.)
Bümpliz - Casablanca
  CH 1 28.05.1989 (19 Wo.)
Elvis
  CH 2 24.06.1990 (15 Wo.)
Arturo Bandini
  CH 4 01.12.1991 (17 Wo.)
Wintertour
  CH 10 06.12.1992 (13 Wo.)
Züri West
  CH 1 22.05.1994 (45 Wo.)
Hoover Jam
  CH 2 26.05.1996 (18 Wo.)
Super 8
  CH 2 21.03.1999 (26 Wo.)
Radio zum Glück
  CH 1 09.09.2001 (13 Wo.)
Retour (Best Of)
  CH 4 30.11.2003 (23 Wo.)
Aloha from Züri West
  CH 1 27.06.2004 (27 Wo.)
Haubi Songs
  CH 1 27.01.2008 (37 Wo.)
HomeRekords
  CH 1 09.05.2010 (19 Wo.)
Göteborg
  CH 1 08.04.2012 (26 Wo.)
Singles[4]
I schänke dr mis Härz
  CH 4 01.05.1994 (49 Wo.)
Sofa / Rimini
  CH 26 28.04.1996 (12 Wo.)
Mojito / Echo
  CH 27 28.02.1999 (10 Wo.)
Fingt ds Glück eim?
  CH 14 06.06.2004 (8 Wo.)
Römer / Pünktli
  CH 73 24.10.2004 (2 Wo.)
Fische versänke
  CH 5 09.12.2007 (14 Wo.)
Johnny & Mary
  CH 44 03.02.2008 (12 Wo.)
Güggu
  CH 42 11.04.2010 (6 Wo.)
Göteborg
  CH 31 19.02.2012 (4 Wo.)
Goalie
  CH 55 19.01.2014 (… Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung
  • Splendid (Live-Mitschnitt aus dem Kino Splendid in Bern, auf Maxi-Single, 4 Songs), 1985
  • Kirchberg (Maxi-Single, aus dem Studio Sunrise in Kirchberg, 4 Songs), 1986
  • Sport & Musik, LP (10 Titel), 1987 (später als CD, zus. mit Kirchberg)
  • Bümpliz–Casablanca, LP / CD (13 Songs), 1989
  • Elvis, LP / CD (11 Songs), 1990
  • Arturo Bandini, LP / CD (13 Songs), 1991
  • Wintertour, Live-CD mit einer Auswahl von 22 Songs, mitgeschnitten bei vier Konzerten, 1992
  • Züri West, Doppel-10-Inch (14 Songs) / CD (15 Songs), 1994
  • Remixed, Maxi-CD von I schänke dr mis Härz mit je zwei Remix- bzw. Instrumental-Songs, produziert von By Just One (4 Songs), 1994
  • Hoover Jam, LP (13 Songs) / CD (14 Songs), 1996
  • Super 8, CD (14 Songs), 1999
  • Radio zum Glück, CD (13 Songs), 2001
  • Retour, CD (Jubiläums-Kompilation mit 18 Songs), 2003
  • Aloha from Züri West, CD (12 Songs), 2004
  • haubi Songs, CD (12 Songs), 2008
  • HomeRekords, CD (16 Songs), 2010
  • Göteborg, CD, 2012

Film[Bearbeiten]

  • Annina Furrer & Regula Begert: Züri West – am Blues vorus…, Roadmovie 35 mm, 92 Min., 2002

Literatur[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1988: Pop Tell '88 als beliebteste Schweizer Rockband[2]
  • 1989: Gold für «Bümpliz–Casablanca»[6]
  • 1990: Gold für «Elvis»[6]
  • 1991: Gold für «Arturo Bandini»[6]
  • 1994: Prix Walo in der Sparte Rock[7]
  • 1994: Doppel-Platin für «Ich schänke dr mis Härz»[6]
  • 1995: Dreifach-Platin für «Züri West»[6]
  • 1996: Platin für «Hoover Jam»[6]
  • 1999: Gold für «Super8»[6]
  • 2001: Gold für «Wintertour»[6]
  • 2001: Platin für «Radio zum Glück»[6]
  • 2003: Gold für «Retour»[6]
  • 2004: Platin für «Aloha from Züri West»[6]
  • 2008: Doppel-Platin für «Haubi Songs»[6]
  • 2009: Swiss Music Award für «Best Album Pop/Rock National» für «Haubi Songs» und «Best Live Act National»[8]
  • 2010: Platin für «HomeRekords»[6]
  • 2012: Musikpreis des Kantons Bern[9]
  • 2014: Swiss Music Award für «Outstanding Achievement»

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c Booklet von Züriwestretour
  2. a b c d http://www.hitparade.ch/showinterpret.asp?interpret=Z%FCri+West
  3. http://newsnetz-blog.ch/kulturstattbern/blog/2010/03/24/homerekords-durchsage/
  4. a b CH-Chartdiskografie
  5. http://www.limmatverlag.ch/foto/zueriwest/zueriwest.totiflueger.htm
  6. a b c d e f g h i j k l m http://hitparade.ch/search_certifications.asp?search=Z%FCri+West
  7. Prixwalo.ch Spartensieger seit 1994
  8. http://www.swissmusicawards.ch/medien/SMA-D-190209.pdf
  9. http://www.erz.be.ch/erz/de/index/direktion/organisation/amt_fuer_kultur/newsletter_kultur_abonnieren/ausgabe_2_2012/musikpreis_2012_deskantonsberngehtanzueriwest.html

Weblinks[Bearbeiten]