Zürichsee–Gotthardbahn

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Rapperswil–Pfäffikon
Seedamm mit Zug der Zürichsee-Gotthardbahn
Seedamm mit Zug der Zürichsee-Gotthardbahn
Fahrplanfeld: 671
Streckenlänge: 3.510[1] km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 15 kV 16.7 Hz ~
Maximale Neigung:
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Zürich über Uster und von Uznach
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Zürich über Meilen
Bahnhof, Station
0.02 Rapperswil Anfangspunkt S 40             409 m ü. M.
Brücke (groß)
Seedamm Rapperswil (115 m)
   
0.88 Kantonsgrenze St. Gallen-Schwyz
Brücke (groß)
Seedamm Hurden (99 m)
Haltepunkt, Haltestelle
1.57 Hurden 408 m ü. M.
Bahnhof ohne Personenverkehr
2.07 Pfäffikon SZ Nord 410 m ü. M.
Brücke (groß)
Seefeld (67/67 m)
Kilometer-Wechsel
Fehlerprofil +0.05
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Ziegelbrücke
Bahnhof, Station
4.02 Pfäffikon SZ Endpunkt S 5 412 m ü. M.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Zürich und nach Arth-Goldau

Die Zürichsee–Gotthardbahn (ZGB) war eine Bahngesellschaft in der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Zürichsee–Gotthardbahn[Bearbeiten]

Die auch als Rapperswil–Pfäffikon bezeichnete Gesellschaft eröffnete am 27. August 1878 den Betrieb der Eisenbahnstrecke über den neu gebauten Seedamm von Rapperswil nach Pfäffikon. Das ambitionierte Ziel der Aktiengesellschaft war der Bau einer Bahnverbindung von der Ostschweiz durch das Tösstal zur damals noch im Bau befindlichen Gotthardbahn (GB). Allein 1879 wurden über 160'000 Franken in Planungen einer projektierten Verlängerung Pfäffikon–Brunnen investiert.

An den Kosten des Dammbaus, der neben dem Schienentrasse auch Strasse und ein Fussweg umfasste, beteiligte sich der Bund mit 100'000 Franken. Neben dem Betrieb und Unterhalt der Bahnlinie war die ZGB auch für den Unterhalt der Strasse auf dem Seedamm verantwortlich.

Dampfzug auf dem Seedamm, links Rapperswil, im Hintergrund Bergpanorama

Der stets defizitäre Betrieb beschränkte sich auf die Strecke Rapperwil–Pfäffikon, wo die ZGB den Anschluss an die linksufrige Zürichseebahn herstellte. Da die Gesellschaft weder über eigene Stationen noch über Rollmaterial verfügte, wurde der Fahrdienst durch die Vereinigten Schweizerbahnen (VSB) besorgt, die in Rapperswil ein grosses Depot besassen.

Auf den 1. Januar 1890 kaufte die neu gegründete Südostbahn (SOB) die Zürichsee–Gotthardbahn zusammen mit der Wädenswil-Einsiedeln-Bahn auf. Beim Kauf der ZGB wurden nahezu 90 Prozent des Aktienkapitals und 25 Prozent der festen Anleihen abgeschrieben.

Südostbahn[Bearbeiten]

Die Südostbahn, zu der die Strecke Rapperswil–Pfäffikon nun gehörte, eröffnete am 8. August 1891 ihre Stammstrecke Pfäffikon–Arth-Goldau, womit die Seedammlinie ihren Anschluss an die Gotthardbahn gefunden hatte. Am 15. Mai 1939 nahm die SOB den elektrischen Betrieb auf. Seit dem 6. Juni 2004 entlastet die Doppelspur Pfäffikon Nord–Pfäffikon die dicht befahrene Strecke über den Seedamm.

Betrieb[Bearbeiten]

Über den Seedamm verkehren stündlich vier Züge in jede Richtung[2]:

Die SBB-Züge der S 5 befahren die SOB-Strecke über den Seedamm im Netzzugang, wobei die SOB-Station Hurden tagsüber ausschliesslich von den SBB bedient wird.

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Eigentumslänge gemäss offizieller Eisenbahnstastik in bahndaten.ch
  2. Fahrplanjahr 2014