z/VSE

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z/VSE
Basisdaten
Entwickler IBM
Aktuelle Version 5.2
(7. April 2014)
Abstammung VSE/ESA
↳ VSE/SP
  ↳ DOS/VSE
    ↳ DOS/VS
      ↳ DOS/360
Lizenz proprietär
Website z/VSE

z/VSE (Virtual Storage Extended) ist ein Betriebssystem für IBM-Mainframe-Computer. Die Entwicklung findet hauptsächlich in Böblingen in Deutschland bei der IBM Deutschland Research & Development GmbH statt. Es ist nicht so weit verbreitet wie z/OS und wird meist auf kleineren Systemen verwendet. z/VSE ist der Nachfolger von VSE/ESA, VSE/SP, DOS/VSE, DOS/VS und DOS/360. Die Wurzeln von z/VSE liegen also in den 1960er Jahren und dem System/360.

Beschreibung[Bearbeiten]

Seit dem 25. November 2011 ist die neueste Version 5.1 des IBM System z Betriebssystems verfügbar. Mit z/VSE V5.1 wird erstmals 64-bit-virtual-Adressierung unterstützt. Am 7. April erfolgte die Ankündigung von z/VSE Version 5.2, die allgemeine Verfügbarkeit dieser Version ist für den 25. April 2014 angekündigt.

z/VSE unterstützte ursprünglich nur 24-Bit-Adressierung. Als sich die darunter liegende Hardware weiterentwickelte, führte auch z/VSE Unterstützung für 31-Bit-Adressierung ein. Im März 2007 hat IBM die z/VSE-Version 4 veröffentlicht. z/VSE Version 4 unterstützt die z/Architecture.

IBM empfiehlt Kunden weiterhin, neben dem z/VSE ein Linux-on-System z auf demselben System laufen zu lassen. Dieses 64-Bit-Linux-System kann z/VSE-Anwendungen erweitern und auf z/VSE-Anwendungen und Daten über HiperSockets zugreifen. Außerdem kann auf Linux-on-System z eine Vielzahl von Middleware-Produkten verwendet werden.

Die Schnittstelle für Batch-Prozesse ist JCL (Job Control Language). Ebenso gibt es eine Schnittstelle für z/VSE-Konsole-Operatoren. CICS ist eines der am weitesten verbreiteten Transaktions-Monitore und ist sehr verbreitet bei z/VSE-Kunden. CICS unterstützt heute auch neueste Innovationen wie z. B. Web-Services. DB2 ist ebenso verfügbar für z/VSE.

z/VSE unterstützt ebenso wie z/OS traditionelle 3270-Terminals als Benutzerschnittstelle. Die meisten Kunden haben aber inzwischen damit begonnen, Zugriffe mittels Webbrowser zu ihren Anwendungen zu realisieren. Die TCP/IP-Implementierung ist aus historischen Gründen ein separat zu bezahlendes Produkt und wird in zwei verschiedenen Versionen von zwei Softwareherstellern angeboten. Die meisten Kunden verwenden heute TCP/IP.

Das Betriebssystem z/VSE feierte im März 2009 bereits seinen 44. Geburtstag. Mit z/VSE 4.1 führte IBM die 64-bit-real-Adressierungen ein. Die Mitte 2009 abgekündigte Version z/VSE 3.1 war die letzte mit 31-Bit-Mainframes kompatible Version, nachfolgende Versionen ab Version 4.1 benötigen einen 64-Bit-fähigen Mainframeserver.

Weblinks[Bearbeiten]