ZH 1

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

p1

ZH 1
p1
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffstyp Zerstörer
Bauwerft Rotterdamsche Doogdok Mij., Rotterdam
Stapellauf 12. Oktober 1939
Indienststellung 5. Oktober 1942
Verbleib Am 9. Juni 1944 versenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
107 m (Lüa)
105,2 m (KWL)
Breite 10,6 m
Tiefgang max. 3,11 m
Verdrängung Konstruktion: 1.629 t
Maximal: 2.263 t
 
Besatzung 230 Mann
Maschine
Maschine 3 Yarrow-Dampfkessel
2 Satz Werkspoor-Parson-Getriebe-Dampfturbinen
Maschinen-
leistung
45.500 WPS
Geschwindigkeit max. 37,5 kn (69 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
  • 5 x 12-cm-Geschütze (2*2, 1*1)
  • 4 x 3,7-cm-FlaK (2*2)
  • 8 x 2-cm-FlaK (2*4)
  • 8 x Torpedorohre ∅ 53,3 cm (2*4)
  • 24 x Seeminen
Sensoren

Der Zerstörer ZH 1 war der ehemalige niederländische Zerstörer Gerard Callenburg, der von der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg erbeutet und in Dienst gestellt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Zerstörer wurde von der deutschen Wehrmacht beim Angriff auf die Niederlande im Mai 1940 in der Herstellerwerft in Rotterdam erbeutet. Das Schiff befand sich noch in der Ausrüstung und war in der Werft versenkt worden.

Im Juli 1940 wurde das Schiff gehoben und nach Hamburg zu Blohm & Voss gebracht. Dort wurde es fertiggestellt und am 5. Oktober 1942 als ZH 1 in Dienst gestellt. Das Z stand für "Zerstörer", das H für "Holland".

Der Zerstörer diente zunächst als Versuchsschiff in der Ostsee, wurde dann aber nach dem Verlust von Z 16 Friedrich Eckoldt in Dezember 1942 der 5. Zerstörer-Flottille zugeteilt und im Ärmelkanal und in der Biskaya eingesetzt. 1943 kam das Boot zur 8. Zerstörer-Flottille, die in der Biskaya und vor der französischen Westküste operierte. Bei dem Versuch, zusammen mit den Zerstörern Z 24, Z 32 und dem Torpedoboot T 24, von Brest aus die alliierte Invasionsflotte vor der Normandieküste anzugreifen, kam es am Morgen des 9. Juni 1944 im Ärmelkanal bei der Île de Batz zu einem Gefecht mit der aus vier britischen, zwei kanadischen und zwei polnischen Zerstörern bestehenden britischen 10. Zerstörer-Flottille. Dabei wurde ZH 1 bewegungsunfähig geschossen und schließlich versenkt. Z 32 wurde so schwer beschädigt, dass es bei der Île de Batz von seiner Besatzung auf Grund gesetzt und gesprengt wurde. Z 24 erhielt mehrere Artillerietreffer, bei denen mehrere Besatzungsangehörige getötet wurden, brach daraufhin das Gefecht ab und lief mit T 24 nach Brest zurück.

Kommandant[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Ciupa: Die deutschen Kriegsschiffe 1939–1945. Moewig Verlag, Rastatt, 1988, ISBN 3-8118-1409-5 (Dokumentationen zur Geschichte der Kriege).

Weblinks[Bearbeiten]