ZSKA Sofia

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Dieser Artikel beschreibt den Fußballverein; zur Eishockeyabteilung siehe HK ZSKA Sofia.
ZSKA Sofia
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Voller Name Zentraler Sportklub der Armee Sofia
Ort Sofia, Bulgarien
Gegründet 5. Mai 1948 als Septemwri pri ZDV
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Balgarska-Armija-Stadion
Plätze 22.015
(43.632)
Präsident BulgareBulgare Dimitar Borisow
Trainer BulgareBulgare Stojtscho Mladenow
Homepage www.cska.bg
Liga A Grupa
2013/14 2. Platz
Heim
Auswärts

PFK (professioneller Fußballklub) ZSKA Sofia (Zentraler Sportklub der Armee Sofia, (bulgarisch ПФК ЦСКА София), englische Transkription: CSKA Sofia) ist der erfolgreichste Fußballverein in Bulgarien.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorläufervereine und Zeit vor der offiziellen Gründung[Bearbeiten]

Am 28. Oktober 1923 vereinigte sich der Fußballklub „Atletik“, der im Jahr 1910 gegründet worden war und bis 1919 den Namen „Futbol Klub“ getragen hatte, mit dem 1916 als Offiziersklub gegründeten Verein „Slawa“ zum neuen Offiziersverein „Atletik-Slawa-1923“ (kurz „AS-23“). Die Mannschaft wurde vom Verteidigungsministerium gefördert, das auch die Sportausrüstung zur Verfügung stellte. Im Jahre 1931 gewann „AS-23“ die bulgarische Meisterschaft und 1941 den nationalen Pokal. Das Stadion von „AS-23“ wurde 1938 fertig gebaut und stellt das Fundament des heutigen neueren Stadions Balgarska Armija.

Im Jahre 1944 schlossen sich drei kleinere Sofioter Fußballklubs „Schipka“, „Pobeda“ und „Zar Boris III“ dem „AS-23“ an. Unter dem Druck der neuen linksorientierten bulgarischen Nachkriegsregierung in Bulgarien musste der „AS-23“ seinen Namen anfangs in „Tschawdar“ und später in „ZDA“ (Zentrales Armeehaus) ändern.

Gründungsphase[Bearbeiten]

Die wahre Geburtsstunde des Vereins fand am 5. Mai 1948 statt, als Fußballer der Vereine „Septemwri“ und „Tschawdar“ den „FD Septemwrisko“ Sofia gründeten. Nur wenige Monate später, am 9. September 1948, konnte diese neue Mannschaft, nach einem 1:2 im Hinspiel, mit 3:1 gegen den amtierenden Meister Lewski Sofia die bulgarische Meisterschaft gewinnen.

Im direkten Anschluss wurde der Verein umbenannt in „ZDNV Sofia“, was sich in den Folgejahren 1949 in „NV Sofia“, 1950 in „NA Sofia“ und 1951 in „ZDNA Sofia“ wiederholte. Im ersten Jahr als „ZDNA Sofia“ spielte die Mannschaft eine herausragende Saison, gewann 18 von 21 Spielen und errang sowohl die zweite Meisterschaft als auch den Sowjetarmee-Pokal. Darüber hinaus konnte sich der Verein mehrfach auf internationalen Schauplätzen präsentieren.

Ära der 1950er-Jahre[Bearbeiten]

Es begann eine äußerst erfolgreiche Ära, in der ZDNA Sofia bis zum Jahr 1962 neun weitere bulgarische Meisterschaften und dreimalig den Sowjetarmee-Pokal gewinnen konnte. In diese Zeit fiel 1953 eine kurzfristige Umbenennung in „Sofijski Garnison“ hinein, die aber noch im gleichen Jahr rückgängig gemacht wurde. Im Jahr 1954 wurde eine Fußballschule errichtet, die dem Vorbild großer europäischer Vereine folgte. Diese höheren Ziele wurden dann 1956 unterstrichen, als man als erster bulgarischer Verein überhaupt in dem Europapokal der Landesmeister teilnahm. Dort beeindruckte der Verein bei seinem Debüt durch ein deutliches 8:1 über den rumänischen Vertreter Dinamo Bukarest. Als im Jahr 1958 die Professionalisierung der bulgarischen Liga fortschritt und als aufgrund der internationalen Konkurrenzfähigkeit auf einen Spielzeit-Modus zwischen Herbst und Frühling des Folgejahres wechselte, folgte der Verein mit einer deutlichen Kaderaufstockung. Diese Spieler waren vornehmlich Soldaten, die direkt der eigenen Armeeschule entsprangen. Darüber hinaus folgte ein Generationenwechsel, da viele in die Jahre gekommene Schlüsselspieler aus der erfolgreichen Mannschaft der 50er-Jahre dem kräfteraubenden Stil Tribut zollen mussten.

Neuaufbau in den 1960er-Jahren[Bearbeiten]

Nach einigen weniger erfolgreichen Jahren und einer Fusion im Jahr 1964 mit dem Verein „DSO Tscherweno zname Sofia“ zu „ZSKA Tscherweno zname Sofia“ konnte der so neu bezeichnete Verein nach dem Sowjetarmee-Pokal 1965 die nächste Meisterschaft in der Saison 1965/66 verbuchen. In der darauffolgenden Saison erreichte der Verein im Europapokal der Landesmeister das Halbfinale, wo man Inter Mailand knapp in einem dritten Entscheidungsspiel in Bologna unterlag. Im Jahr 1968 fusionierte der Verein erneut, nun mit „FD Septemwri ZDW Sofia“ zu „ZSKA Septemwrijsko zname Sofija“. Wieder gewann man in der darauffolgenden Saison 1968/69 den Sowjetarmee-Pokal und die vierzehnte bulgarische Meisterschaft.

Ära der frühen 1970er-Jahre[Bearbeiten]

Zwischen den Spielzeiten 1970/71 und 1975/76 gewann der Verein fünf bulgarische Meisterschaften (und drei Pokale der Sowjetarmee). Unter anderem stellte der Verein 1972 den heute noch gültigen Torrekord in einer bulgarischen Meisterschaft auf. Darüber hinaus schlug man in der Saison 1973/74 den amtierenden europäischen Landesmeister Ajax Amsterdam. Nach dem Gewinn der letzten Meisterschaft 1976 wurde erneut ein deutlicher Umbruch mit jüngeren Spielern durchgeführt und in den verbleibenden 70er-Jahren konnte kein weiterer Titel gewonnen werden.

Neuanfang in den 1980er-Jahren[Bearbeiten]

Der Start in die 1980er-Jahre begann mit einem Erfolg, indem die 20. Meisterschaft zum Abschluss der Saison 1979/80 eingefahren werden konnte. Es reifte eine Mannschaft unter der Führung von Asparuch Nikodimow heran, die auch europäisch höchste Beachtung aufgrund ihrer technischen Fähigkeiten fand. Das Team verteidigte in den nächsten drei Jahren den bulgarischen Meistertitel und gewann zudem in den Jahren 1981 und 1983 den wieder neu eingeführten bulgarischen Pokal. Darüber hinaus wurde Nottingham Forest als europäischer Titelträger geschlagen und die Mannschaft zog in der Saison 1981/1982 in das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister ein, in dem sie dem FC Bayern München unterlagen. Nachdem in der Saison 1984/85 wieder der Sowjetarmee-Pokal gewonnen wurde, löste sich der Verein infolge des Verlaufs des skandalösen bulgarischen Pokalfinals auf und gründete sich unter dem Namen „FK Sredez Sofia“ neu. Vor Beginn der Saison 1986/87 wurde ein Trainerwechsel durchgeführt und Dimitar Penew übernahm die Führung des Teams. Er formte eine neue Mannschaft mit Talenten, unter denen sich Christo Stoitschkow, Ljuboslaw Penew und Emil Kostadinow befanden, die später in europäischen Spitzenvereinen spielten. Das Team gewann erneut die bulgarische Meisterschaft in Kombination mit dem bulgarischen Pokal und der Verein benannte sich in „ZFKA Sredez Sofia“ um. Es folgte die zweifache Verteidigung des bulgarischen Pokals und die Meisterschaft in der Saison 1988/1989, wo man zusätzlich noch den Supercup gewann und somit erstmals zu vier Titeln in einer Spielzeit kam. Der Vereinsname wurde anschließend abgekürzt in „ZFKA Sofia“.

Entwicklung bis heute[Bearbeiten]

Nach Abschluss der darauffolgenden Saison 1989/90 nahm der Verein den heute noch gültigen Namen „FK ZSKA Sofia“ an und schloss die Spielzeit erneut als Meister und Sieger des Sowjetpokals ab. Nach den politischen Veränderungen in dieser Zeit und der ausbleibenden Unterstützung durch das Verteidigungsministerium, folgte eine schwierige Zeit für den Verein. Die Jugendarbeit, aus der unter anderem Jordan Letschkow, später beim Hamburger SV aktiv, hervorging, leistete weiterhin gute Arbeit, konnte aber den Abgang wichtiger Leistungsträger zu dieser Zeit, nicht kompensieren. Negativ in die Schlagzeilen geriet der Verein durch Tendenzen seiner Anhängerschaft zu Hooliganismus und Rassismus. Insbesondere die rechtsextreme Hooligan-Gruppe „CSKA SS Front“ ist berüchtigt für ihre Gewalteskapaden. Beim Stadtderby zwischen ZSKA und dem Rivalen Lewski kam es in der Vergangenheit häufig zu gewalttätigen Ausschreitungen. In der Saison 2008/2009 sollte der Verein eigentlich in der Champions League Qualifikation vertreten sein, wurde jedoch aus Lizenz-juristischen nicht erfüllten Anforderungen gestrichen und durch den Rivalen Lewski Sofia ersetzt. Am 16. Juni 2009 gab der Vereinspräsident Dimitar Borisow bekannt, in Zukunft komplett auf Legionäre zu verzichten und auf bulgarische Spieler zu bauen. In der Saison 2009/2010 spielt ZSKA Sofia in der UEFA Europa League, in der sie aber als Gruppenletzter mit nur einem Punkt gegen den FC Fulham und 5 Niederlagen ausscheiden. Zur Saison 2010/2011 erreicht der Verein die Gruppenphase der UEFA Europa League 2010/11 und erzielt im November mit einem Sieg gegen Rapid Wien den ersten Tournier-Erfolg. Der Verein gewinnt in 2011 den Bulgarischen Supercup, gegen Litex Lowetsch, welches ihn automatisch für die Playoffs zur Qualifikation für die UEFA Europa League 2011/12 qualifiziert. In 2011/2012 gewinnt der Klub den bulgarischen Fußball-Supercup. Nach zahlreichen Trainerentlassungen zur Saison 2012/13 schließt ZSKA Sofia als Dritter in der bulgarischen Fußball-Liga ab. Am 12. Juni 2013 wurde Christo Stoitschkow Cheftrainer des bulgarischen Rekordmeisters. Bulgariens Fußball-Idol hat aber bereits nach einem Monat den Dienst beim hochverschuldeten Vereins quittiert. Als Grund warf er der Vereinsführung vor, sie habe ihm ihre 6,5 Millionen Anteile übereignet, sodass er fürchten musste, für das Defizit des Clubs geradestehen zu müssen.[1]

Kader[Bearbeiten]

Nummer Spieler Nationalität Im Verein seit Letzter Verein
Torhüter
1 Sdrawko Tschawdarow BulgareBulgare 2009 OFK Sliwen 2000
88 Blagoj Makendschiew BulgareBulgare 2011 Pirin Blagoewgrad
92 Raïs M'Bolhi AlgerierAlgerier 2011 Krylja Sowetow Samara
Abwehr
3 Ademar Tavares Júnior BrasilianerBrasilianer 2011 Tscherno More Warna
6 Kostadin Stojanow BulgareBulgare 2009 OFK Sliwen 2000
11 Iwan Bandalowski BulgareBulgare 2010 Lokomotiw Sofia
19 Apostol Popow BulgareBulgare 2009 Botew Plowdiw
23 Martin Detschew BulgareBulgare 2001 eigene Jugend
24 Ilias Haddad NiederländerNiederländer MarokkanerMarokkaner 2012 FC St. Mirren
25 Angel Grantschow BulgareBulgare 2003 eigene Jugend
66 Plamen Kratschunow BulgareBulgare 2011 Lokomotiwe Plovdiv
Mittelfeld
5 Todor Jantschew (C)Kapitän der Mannschaft BulgareBulgare 2007 Randers FC
8 Rumen Trifonow BulgareBulgare 2010 Minjor Pernik
16 Alexandar Jakimow BulgareBulgare 2011 Pirin Blagoevgrad
18 Boris Galtschew BulgareBulgare 2010 Pirin Blagoewgrad
20 Anton Karatschanakow BulgareBulgare 2011 Pirin Blagoewgrad
22 Petar Stojanow BulgareBulgare 2011 OFK Sliwen 2000
99 Njongo Priso KamerunerKameruner 2012 AEK Larnaka
Antonio Tomás SpanierSpanier 2012 Real Saragossa
Angriff
10 Júnior Moraes BrasilianerBrasilianer 2011 Pirin Blagoewgrad
14 Stanislaw Kostow BulgareBulgare 2011 Pirin Blagoewgrad
15 Stanko Jowtschew BulgareBulgare 2011 Pontioi Katerini
17 Anicet Andrianantenaina MadagasseMadagasse 2012 Celtic Glasgow
32 Georgian Păun RumäneRumäne 2012 Dinamo Bukarest

Trainer[Bearbeiten]

  • 2011–2012 BulgarienBulgarien Dimitar Penew
  • 2012–2013 BulgarienBulgarien Stojtscho Mladenow
  • 2013–0000 SerbienSerbien Miodrag Ješić
  • 2013–0000 BulgarienBulgarien Milen Radukanow
  • 2013–0000 BulgarienBulgarien Christo Stoitschkow
  • 2013–0000 BulgarienBulgarien Stojtscho Mladenow

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

  • Bulgarischer Meister (31): 1948, 1951, 1952, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1966, 1969, 1971, 1972, 1973, 1975, 1976, 1980, 1981, 1982, 1983, 1987, 1989, 1990, 1992, 1997, 2003, 2005, 2008
  • Bulgarischer Pokalsieger (11): 1981, 1983, 1985, 1987, 1988, 1989, 1993, 1997, 1999, 2006, 2011
  • Sowjetarmee-Pokalsieger (13): 1951, 1954, 1955, 1961, 1965, 1969, 1972, 1973, 1974, 1985, 1986, 1989, 1990

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Saison Erfolg Einzelheiten
Europapokal der Landesmeister / UEFA Champions League
1956/1957 Viertelfinale ausgeschieden gegen Roter Stern Belgrad 1:3 in Belgrad, 2:1 in Sofia
1966/1967 Halbfinale ausgeschieden gegen Inter Mailand 1:1 in Mailand und Sofia, 0:1 beim Entscheidungsspiel in Bologna
1973/1974 Viertelfinale ausgeschieden gegen Bayern München 1:4 in München, 2:1 in Sofia
1980/1981 Viertelfinale ausgeschieden gegen Liverpool 1:5 in Liverpool, 0:1 in Sofia
1981/1982 Halbfinale ausgeschieden gegen Bayern München 4:3 in Sofia, 0:4 in München
1989/1990 Viertelfinale ausgeschieden gegen Olympique Marseille 0:1 in Sofia, 1:3 in Marseille
Europapokal der Pokalsieger
1988/1989 Halbfinale ausgeschieden gegen Barcelona 2:4 in Barcelona, 1:2 in Sofia
UEFA-Pokal
2005/2006 Gruppenphase letzter Platz
2009/2010 Gruppenphase letzter Platz
2010/2011 Gruppenphase letzter Platz

Individuelle Erfolge[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stoichkov wirft hin bei ZSKA Sofia: Nur Lügen, Art. Sportal.de, 8. Juli 2013

Weblinks[Bearbeiten]