Z (Computerspiel)

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Z ist ein Echtzeit-Strategiespiel der Firma The Bitmap Brothers, das am 2. September 1996 erschienen ist. Das Spiel kommt gänzlich ohne Basisbau aus.

2001 erschien der Nachfolger Z: Steel Soldiers, ebenfalls von The Bitmap Brothers.

2011 hat Kavcom Z unter dem Namen „Z – The Game“ in überarbeiteter Neuauflage für iPhone, iPad und iPod Touch veröffentlicht.[1] 2012 folgte die Android-Version.[2]

Z[Bearbeiten]

Z
Z-logo.jpg
Z Logo von Frontcover
Entwickler Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich The Bitmap Brothers
Publisher Renegade Software,
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten GT Interactive
Erstveröffent-
lichung
2. September 1996
Plattform MS-DOS, Windows, PlayStation, Sega Saturn, iOS, Mac OS X, Android
Genre Echtzeit-Strategiespiel
Thematik Science-Fiction
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
Prozessor: 100 MHz; RAM: 32 MB; Soundkarte: Ja
Medium 1 CD
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben

Spielprinzip[Bearbeiten]

Das Spielgebiet ist in Sektoren unterteilt. Fast alle Sektoren haben Flaggen, deren Farbe über den jeweiligen Besitzer Aufschluss gibt. Der Besitz wechselt, wenn ein anderer Spieler mit irgendeiner Einheit die Flagge berührt.

In vielen Sektoren befinden sich Fabriken, Radarstationen oder Werkstätten, die für den jeweiligen Besitzer arbeiten. Fabriken und Werkstätten arbeiten auf Zeit. In ihnen können Roboter-Infanterie, Fahrzeuge und Geschütze gebaut werden. Die Zeit pro Einheit vermindert sich, je mehr Sektoren der jeweilige Spieler besitzt.

Jeder Spieler besitzt ein Fort, das gleichzeitig als Fabrik fungiert. Der Sektor, in dem das Fort steht, kann nicht durch Fahnenberührung erobert werden. Manchmal starten die Spieler auch mit einigen weiteren Sektoren in ihrem Besitz, in der Regel sind die meisten Sektoren zu Beginn aber ungenutzt. Die Spieler sammeln keine Ressourcen und bauen keine zusätzlichen Gebäude, sondern versuchen, schnell weitere Sektoren zu erobern.

Der Spieler verfolgt das Geschehen aus der Vogelperspektive. Er kann als Kommandant allen Einheiten Befehle erteilen und die Produktion in den Fabriken nach seinen Wünschen ausrichten.

Die Roboter-Infanterie eignet sich dazu, leere Fahrzeuge und Geschütze zu übernehmen. Zu Beginn des Spiels stehen meist einige solche in den Sektoren. Darüber hinaus können feindliche Roboter aus ihren Fahrzeugen bzw. Geschützen geschossen werden, um diese selbst zu besetzen.

Das Ziel des Spiels, den Gegenspieler zu vernichten, kann auf drei Wegen erreicht werden:

  1. Man zerstört das gegnerische Fort.
  2. Man zerstört alle gegnerischen Einheiten.
  3. Man bewegt irgendeine eigene Einheit in das gegnerische Fort.

Während bei den ersten beiden Möglichkeiten der Sieger meist schon vorher ein beträchtliches spielerisches Übergewicht hatte, kommt vor allem die dritte Möglichkeit oft überraschend. Zwar sind die Forts zu Beginn jeder Mission mit Geschützen bewehrt, doch ein geschickter schneller Vorstoß lässt dem Angegriffenen oft keine Zeit mehr, seine Kräfte zur Verteidigung der Basis heranzuziehen.

Unterhaltung[Bearbeiten]

Humoristische Einschübe und Kommentare der kämpfenden Mannen lockern das Spiel auf. So wird der Spieler beispielsweise zum finalen Sturm auf die gegnerische Festung mit Sprüchen wie: „Na los, holen wir uns das Fort!“ oder „Machen wir sie endlich fertig!“ ermuntert. Aber auch anklagende Worte finden die eigenen Roboter, wenn der Spieler die Schlacht verloren hat. Ebenso kommentiert eine eigene Einheit den Angriffsbefehl auf eine extrem überlegene, gegnerische Einheit mit: „Nie im Leben!“. Zusätzlich wird der Spieler nach jeder Mission mit einem Rendervideo belohnt. Diese Videos wiederholen sich in ihrem Grundkonzept, womit der Unterhaltungswert nach einigen Leveln sinkt.

Spielpraxis[Bearbeiten]

Das Spielsystem sorgt vor allem in der Anfangsphase des Spiels für ungewöhnlich viel Hektik, da ein einmal gewonnener oder verlorener Zeit-/Gebietsvorsprung so gut wie nicht einholbar ist. Die Startpositionen sind ausgewogen, und der sehr stark spielende Computergegner gewinnt gegebenenfalls durch Fähigkeit und nicht durch ein Übergewicht beim Spielstart. Er hat die Vorteile, Befehle schnell erteilen zu können, den Überblick über das Geschehen nicht zu verlieren und die Karte zu kennen.

Es gibt keine „Über-Einheit“. Zwar ist normalerweise ein bestimmter Panzer dem nächstschwereren unterlegen, den schwersten Panzern bereiten dafür wieder die leichten Panzer mit ihrer hohen Geschwindigkeit und Schussfrequenz Probleme. Außerdem gibt es zwei Beschussarten: Beschuss durch Kugeln kann den Fahrer oder Geschützmann töten, während das Gerät funktionsfähig bleibt und dann übernommen werden kann. Jeder andere Beschuss zerstört auch das Gerät.

Technisches[Bearbeiten]

Z wurde 1996 für DOS und Windows 95 ausgeliefert, Windows XP wird nicht unterstützt. Die Fan-Website ZZone bietet jedoch im Download Bereich einen XP-Launcher für Z an, der die Installation und das Spielen unter Windows 2000/XP sowie Vista ermöglicht. Mit dem Launcher ist es erstmals möglich, neue Einzelspielerkarten zu entwerfen. Volle Multiplayer-Unterstützung ist außerdem gewährleistet.

Man benötigt jetzt keinen Emulator mehr, um das Spiel auf neueren Windows-Betriebssystemen zu spielen.

Z: Steel Soldiers[Bearbeiten]

Z: Steel Soldiers erschien im Frühjahr 2001 und unterschied sich von seinem Vorgänger durch 3D-Grafik und wesentliche Änderungen am Spielablauf.

Spielablauf[Bearbeiten]

Die Grundkonzeption von Steel Soldiers ist dieselbe: Es gibt Sektoren, die die Spieler besetzen müssen. Gebäude innerhalb eines Sektors produzieren für den jeweiligen Spieler. Steel Soldiers änderte jedoch den Spielablauf ab, indem Sektoren nicht mehr automatisch Einheiten produzierten. Stattdessen produzierten die Sektoren Geld, welches der Spieler in die Produktion von Einheiten investieren konnte. Darüber hinaus wurde es dem Spieler auch ermöglicht, Gebäude zu bauen. Hierfür ist ein spezieller Bauroboter nötig. Beschränkungen beim Bau war wieder einmal die Grenze der eigenen Sektoren. Auch sonst versuchte Steel Soldiers, das Spielprinzip umfassend zu erweitern. Zu den Bodeneinheiten kamen jetzt auch Marine- und Lufteinheiten hinzu, welche jedoch keine Flaggenpunkte einnehmen konnte.

Auf der Grundlage der Engine von Steel Soldiers entwickelten The Bitmap Brothers ihr bisher letztes PC-Spiel „World War II: Frontline Command“. Es handelte sich dabei um ein Echtzeit-Taktik-Spiel in der Art von Sudden Strike und wurde von der Fachpresse überwiegend positiv aufgenommen.

Kritik[Bearbeiten]

Steel Soldiers konnte den Erfolg des Originals nicht wiederholen. Das lag vor allem am Spielprinzip, welches nun um zu viele neue Ideen erweitert wurde. So mussten sich die Spieler auf zu viele Punkte gleichzeitig konzentrieren. Ebenso gingen auch einige spielerische Feinheiten verloren: Eine „Besatzung“ für Fahrzeuge existierte nicht mehr, also war es auch nicht mehr möglich, diese aus dem Fahrzeug heraus zu schießen. Ebenso wenig war es möglich, mit Infanteristen Gewässer zu durchqueren oder Felswände aus dem Weg zu sprengen, wodurch einige taktische Elemente verloren gingen. Zuletzt wich auch die von vielen Fans geliebte bunte Bitmapgrafik mit ihren unzähligen Details und Effekten einer eher unspektakulären 3D-Engine. Somit traf Steel Soldiers bei vielen Fans des Originals auf nur wenig Gegenliebe.

C64-Spiel[Bearbeiten]

Es gibt auch ein Spiel namens Z von Rino Marketing (1985) für den Commodore 64. Dieses ist allerdings ein Multi-Scrolling Shoot 'em up.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tony: Kavcom links licensing deal for the bitmap-brothers classic Z (englisch) kavcom.co.uk. 3. April 2011. Abgerufen am 16. Juni 2011.
  2. Tony: Z out on Android! (englisch) kavcom.co.uk. 22. Juli 2012. Abgerufen am 8. April 2013.