Zacharias Ursinus
Zacharias Ursinus (* 18. Juli 1534 in Breslau; † 6. März 1583 in Neustadt an der Haardt, heute Neustadt an der Weinstraße), geboren als Zacharias Baer[1], war ein reformierter Theologe und Reformator.
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Ausbildung [Bearbeiten]
Ursinus, der einer Sitte seiner Zeit folgte und seinen Namen latinisierte, wurde in seiner Breslauer Jugendzeit von Ambrosius Moibanus theologisch beeinflusst. Zunächst studierte er an der Universität Wittenberg, wo er sich Philipp Melanchthon anschloss. Nach einer Studienreise, die ihn nach Genf zu Johannes Calvin und dann nach Paris führte, war er zunächst in seiner Vaterstadt Breslau als Lehrer an der Elisabethschule tätig.
Lehrtätigkeit [Bearbeiten]
Universität Heidelberg [Bearbeiten]
1561 berief ihn Kurfürst Friedrich III. an die Universität Heidelberg, an der er im Jahr darauf in Theologie promovierte. Dort entwarf er auch die pfälzische Kirchenordnung und gab 1563 mit seinem Kollegen Caspar Olevian den Heidelberger Katechismus heraus, die wohl bedeutendste Bekenntnisschrift der reformierten Kirche in Deutschland.
Casimirianum Neustadt [Bearbeiten]
Nach dem Tode seines Gönners Friedrichs III. (1576) weigerte sich Ursinus, die Konkordienformel zu Gunsten des Luthertums zu unterschreiben, und musste deswegen die Universität Heidelberg verlassen. Am Casimirianum in Neustadt fand er eine neue Lehrstätte. Er eröffnete seine Tätigkeit am 26. April 1578 mit einer Vorlesung über den Propheten Jesaja. In Neustadt erschien auch sein letztes größeres Werk, die „Admonitio Christiana“. Dabei handelt es sich um eine scharfe Widerlegung der Konkordienformel.
Bedeutung [Bearbeiten]
Ursinus verstarb 1583 im Alter von nur 49 Jahren und wurde in der Neustadter Stiftskirche beigesetzt. Aus der Reihe der theologischen Gelehrten, die am Casimirianum tätig waren, ragt er besonders heraus, und hauptsächlich ihm verdankt das Casimirianum seine damalige Berühmtheit.
Literatur [Bearbeiten]
- Theodor Julius Ney: Ursinus, Zacharias. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 39, Duncker & Humblot, Leipzig 1895, S. 369–372.
- Ulrich Hutter-Wolandt: URSINUS, Zacharias. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 12, Bautz, Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9, Sp. 953–960.
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Zacharias Ursinus im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Digitalisierte Werke von Zacharias Ursinus
- Artikel über Zacharias Ursinus auf cprf.co.uk
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Johann Georg Müller, Sabine Graumann: Der Landkreis Köln um 1825. Preußische Bestandsaufnahme des Landes und seiner Bevölkerung. Köln, Weimar 2007, S. 104, abgerufen am 7. Februar 2012.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ursinus, Zacharias |
| ALTERNATIVNAMEN | Bär, Zacharias; Ursinus, Zacharius |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher reformierter Theologe |
| GEBURTSDATUM | 18. Juli 1534 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 6. März 1583 |
| STERBEORT | Neustadt an der Weinstraße |