Zaddik

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Ein Zaddik oder Tzaddik ([tsaˈdɪk], hebr. צדיק , ṣaddīq, deutsch ‚Rechtschaffener‘ oder ‚Gerechter‘) ist ein religiöser Titel für einen hoch angesehenen, als heilig oder moralisch herausragend geachteten Mann im Chassidismus.

Im Tanach ist ein Zaddik ein rechtschaffener Mann, im Talmud und Midrasch einer, der in der Frage der Gerechtigkeit mehr tut, als Gottes Gesetze verlangen. Schon im Mittelalter wurde die Bezeichnung Zaddik als eine Ehrenbezeichnung für besonders fromme Juden geführt, denen eine besondere Beziehung zu Gott nachgesagt wurde. Im ursprünglich osteuropäischen Chassidismus wurde ein Zaddik als Vermittler zwischen Gott und den Menschen betrachtet. Man hielt Versammlungen bei ihm, er fungierte als Ratgeber und war berechtigt, Unterstützung von seiner Gemeinde zu empfangen. Zudem wurde ihm die Fähigkeit zugeschrieben, Wunder zu vollbringen. In der Zeit der Ausbildung des Chassidismus wurde die Würde eines Zaddik erblich, und es bildeten sich Dynastien aus.

Siehe auch[Bearbeiten]

Varianten als Vornamen[Bearbeiten]

  • hebräisch: Tzadik oder Zadik
  • persisch: Sadegh oder Sadeq

Literatur[Bearbeiten]

  • R. Mach: Der Zaddik in Talmud und Midrasch. Brill, Leiden 1957, (Zugleich: Basel, Dissertation).