Zaki al-Arsuzi

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Zaki al-Arsuzi (um 1939)

Zakī al-Arsūzī (arabisch ‏زكي الأرسوزي‎, DMG Zakī al-Arsūzī) bzw. Zaki al-Arsouzi (* 1901 in Alexandrette, heute Türkei; † 1968 in Damaskus, Syrien) war ein syrischer Lehrer, Philosoph und Politiker sowie ein Vordenker des Panarabismus.[1]

Nach seinem Studium an der Pariser Sorbonne (1927–1930) ließ sich der Alawit Arsuzi zunächst in der von Alawiten dominierten Hafenstadt Antiochien, der Hauptstadt des 1920 französisch gewordenen Sandschak Alexandrette, nieder. Dort organisierte er 1938 eine panarabische Kampagne gegen die Abtretung des Gebiets an die Türkei, musste aber 1939 seine Heimat verlassen und floh nach Damaskus. In Damaskus traf Arsuzi um 1940 auf Michel Aflaq und Salah ad-Din al-Bitar, die späteren Gründer der Baath-Partei. Die später einander verfeindeten syrischen und irakischen Flügel der Partei stellten in ihrer offiziellen Parteigeschichte die Rolle bzw. den Anteil Arsuzis bei der Gründung unterschiedlich dar. Daraus resultieren auch unterschiedliche Angaben über das Gründungsjahr. Offensichtlich ist Arsuzi - im Gegensatz zu seinen Schülern und Anhängern - trotz gewisser gemeinsamer panarabischer Anschauen aus persönlichen Differenzen mit Aflaq der Partei selbst nicht beigetreten, spätestens nach der Vereinigung der Baath-Partei mit Akram al-Hauranis Arabischer Sozialistischer Partei 1953 zog er sich sogar aus der Politik zurück und starb vergessen. Dieser Rückzug bewahrte ihn vor innerparteilichen Machtkämpfen und Säuberungen, aber nicht davor, nach seinem Tod von den 1966 bzw. 1970 an die Macht gelangten alawitischen Neo-Baathisten ideologisch vereinnahmt zu werden.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zaki al-Arsuzi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anderen Angaben zufolge soll er 1899 im syrischen Latakia geboren worden sein
  2. David Dean Commins: Historical dictionary of Syria, Seite 43. Maryland 2004