Zams
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| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
| Bundesland | Tirol | |
| Politischer Bezirk | Landeck (LA) | |
| Fläche | 125,04 km² | |
| Koordinaten | 47° 9′ N, 10° 35′ O47.15777777777810.589444444444767Koordinaten: 47° 9′ 28″ N, 10° 35′ 22″ O | |
| Höhe | 767 m ü. A. | |
| Einwohner | 3.299 (1. Apr. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 26 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl | 6511 | |
| Vorwahl | 05442 | |
| Gemeindekennziffer | 7 06 30 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung |
Hauptstraße 53 6511 Zams |
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| Offizielle Website | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Helmut Gstir (SPÖ) | |
| Gemeinderat (2004) (15 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Zams | ||
Blick von Anreit auf den Ortskern vom Zams, im Hintergrund die Verwallgruppe |
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Zams ist eine Gemeinde im Oberinntal in Tirol und liegt in einem Talkessel mit der Nachbargemeinde Landeck.
Zams ist ein typisches Nordtiroler Dorf mit etwa 4000 Einwohnern.
Der Kirchturm als Wahrzeichen des Ortes steht frei - die Ursache dafür liegt in einem Brand, der 1911 die Hälfte des Dorfes in Asche legte und viel von der alten Bausubstanz zerstörte. Der Turm blieb erhalten, während die Kirche etwa fünfzig Meter entfernt neu errichtet wurde.
Die Bevölkerung von Zams nennt man Zammer, nicht Zamser. Grund ist der rätoromanische Ursprung des Ortsnamens. Dieser endet mit der lateinischen Nominativendung -s, deshalb wird der Genitiv ohne -s gebildet.[1][2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Zams liegt in einem klimatisch begünstigten Talkessel nahe dem Zusammenfluss von Inn und Sanna genau an der Grenze der nördlichen Kalkalpen und der Zentralalpen. Der Ort ist von alters her Knotenpunkt der Verkehrswege: Hier kreuzen sich die Straßen aus dem Vinschgau, dem Engadin, Bayern und dem Bodenseeraum. An der Brücke über den Inn wurde schon im Mittelalter den Handelsfuhrwerken der Wegzoll abverlangt.
[Bearbeiten] Flächenverteilung

[Bearbeiten] Ortsteile
Zams: Lötz, Rease, Oberdorf, Engere, Oberreit, Unterreit, Siedlung, Riefe
Zammerberg: Falterschein, Grist, Kronburg, Lahnbach, Rifenal, Schwaighof, Tatschhof, Anreit
Außerfern: Madau
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Bach, Fließ, Flirsch, Gramais, Grins, Imst, Kaisers, Landeck, Schönwies, Stanz bei Landeck, Strengen, Wenns
[Bearbeiten] Klima
Das Klima ist geprägt von der inneralpinen Lage im Inntal. In den Nordstaulagen der Lechtaler Alpen gibt es viel Niederschlag, während im Ortsgebiet wenig Niederschlag fällt. Die windgeschützte Lage im Talkessel sorgt für ein für die Höhenlage mildes Mikroklima.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Während die meisten anderen Orte im Bezirk Landeck vom Tourismus (besonders vom Wintertourismus) geprägt sind, gibt es in Zams viel Gewerbe, Handwerk, Handel und andere Dienstleistungen. Von der Landwirtschaft leben - meist im Nebenerwerb - noch etwa 5% der Bevölkerung, besonders in den Weilern am Zammerberg.
[Bearbeiten] Verkehr
Durch den Bahnhof Landeck-Zams ist der Ort an die Arlbergbahn angebunden. Dieser ist Haltepunkt von sowohl internationalen Fernverkehrszügen (Wien, Bregenz, Zürich, Basel), als auch von Regionalzügen Richtung Innsbruck.
Zams ist zugleich Endpunkt der A12 Inntalautobahn von Kufstein und Anfangspunkt der S16 Arlbergschnellstraße nach Bludenz.
[Bearbeiten] Krankenhaus St. Vinzenz
Das Krankenhaus in Zams, das vom Orden der Barmherzigen Schwestern im 18. Jahrhundert gegründet wurde und geführt wird, ist der größte Arbeitgeber in der Region. Die Bezirke Imst und Landeck werden medizinisch versorgt. Dem Krankenhaus angeschlossen ist eine Gesundheits- und Krankenpflegeschule (GuKPS) für Krankenschwestern/pfleger. Ebenfalls in Zams stationiert ist der ÖAMTC-Notarzthubschrauber C5.
[Bearbeiten] Schulen, Hochschulen
- Volksschule Zams (Grundschule)
- Volksschule Zammerberg in Schwaighof (Grundschule)
- Volksschule Falterschein (Grundschule)
- Sonderpädagogisches Zentrum und Allgemeine Sonderschule Zams
- Sprengelhauptschule Zams-Schönwies (Mittelschule)
- Gesundheits- und Krankenpflegeschule St. Vinzenz
- Katharina Lins Schulen in Zams:
- Übungsvolksschule der Pädagogischen Akademie der Diözese Innsbruck
- Übungshauptschule der Pädagogischen Akademie der Diözese Innsbruck für Mädchen mit Hort "St.Vinzenz"
- Katholisches Oberstufenrealgymnasium für Mädchen
- Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BAKIP)
[Bearbeiten] Tourismus
Seit 2001 wird Zams im Tourismusverband Tirol-West gemeinsam mit Landeck, Fließ, Grins, Tobadill und Stanz vermarktet. Die Venetbahn erschließt die Hänge des Venetmassivs für den Wintersport. Im Sommer ist er ein beliebtes Ziel zum Wandern und zum Paragleiten. Auch der Europäische Fernwanderweg E5, der von Oberstdorf zur Adria führt, kommt über die Memminger Hütte und das Zammer Loch nach Zams und geht dann weiter über den Krahberg und Venet in Richtung Pitztal.
[Bearbeiten] Kultur
Zams war und ist Heimat vieler bildender Künstler. Bekanntester Vertreter ist der bereits verstorbene Franz Xaver Hauser. Weitere sind Christine Ljubanovic (lebt jetzt in Paris) und Roland Böck. Die Musikkapelle Zams setzt mit ihrem Jugendorchester besondere Akzente in der Nachwuchsarbeit und spielt sinfonische Blasmusik auf hohem Niveau.
[Bearbeiten] Wasser
Schon seit jeher ist Wasser für die einheimische Bevölkerung wichtig. Im Ortsteil Lötz sind die alten Waale zur Bewässerung der Felder und Wiesen immer noch intakt. Im Jahr des Wassers 2003 wurde in Zams die Wasserwelt ("Zammer Lochputz") gebaut, die das wichtige Element Wasser ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringt. Im Jahr 2006 wurde die Wasserwelt durch ein Schaukraftwerk der TIWAG und durch eine Kneippanlage erweitert. Eine besondere Sehenswürdigkeit stellt die Wasserfontäne dar, die die Kraft des Wassers aufzeigt. Der Zammer Wirt Josef Haueis setzt Akzente mit Wasser und schenkt Wasser kostenlos aus. Die Region Tiroler Oberland ist auch ein Zentrum für den Wildwassersport wie Kajak, Rafting und Canyoning.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Bernhard Bair (* 1955), Generalmajor des Österreichischen Bundesheeres
- Franz Xaver Hauser (1924–1999), akademischer Maler und Bildhauer, stammt vom Zammerberg
- Alois Haueis (1860-1951), Politiker
- Katharina Lins (1788-1856), Gründerin des Ordens der Barmherzigen Schwestern in Zams
- Romed Mungenast (1953–2006), jenischer Schriftsteller
- Johann Josef Netzer (1808–1864), Komponist und Kapellmeister
- Günther Platter (* 1954), war 11 Jahre lang Bürgermeister der Gemeinde Zams, danach Landesrat für Kultur und Sport. Von 2003 bis 2007 war Platter österreichischer Verteidigungsminister, von Anfang 2007 bis Mitte 2008 Innenminister und ist seit 1. Juli 2008 Landeshauptmann von Tirol[3]
- Paulus Rusch (* 1903, † 1986 in Zams), Bischof der Diözese Innsbruck
- Nikolaus Schuler (*1756 in Fließ, †1831 in Zams), Gründer des Krankenhauses in Zams
[Bearbeiten] Literatur
- Claudia Hammerle, Willi Hofer: Mountainbike Touren Kaunertal, Paznauntal, Stanzertal, Oberinntal, Zams; ISBN 3-7066-2167-3
- Veit Metzler: Europäischer Fernwanderweg E 5: Bodensee-Alpen-Adria. Wanderbuch; ISBN 3-85491-711-2
[Bearbeiten] Siehe auch
- Burg Kronburg
- Württemberger Haus
- Steinseehütte
- Dremelspitze
- Landecker Tunnel
- Via Claudia Augusta
- Via Alpina
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Zams – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien - Geschichtliches zum Ort Zams
- Wildwasser-Informationen von ASI-Tirol
- Gemeinde Zams
- Gemeindedaten von Zams bei der Statistik Austria
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Grammatik_des_Lateinischen#Der_Nominativ
- ↑ Bild Diskussion:102-0215_IMG.JPG
- ↑ ORF: „Vom Gendarmen zum Landeshauptmann“
[Bearbeiten] Galerie
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