Zanie

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Zaine
Wappen fehlt
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Zaine (Polen)
Zaine
Zaine
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Podlachien
Landkreis: Ełcki
Geographische Lage: 53° 56′ N, 22° 43′ O53.92683333333322.714888888889Koordinaten: 53° 55′ 37″ N, 22° 42′ 54″ O
Höhe: 170 m n.p.m
Einwohner: 140

Zanie (deutsch Sanien, 1938–1945 Berndhöfen) ist ein zur Gemeinde Kalinowo zählendes Dorf im nordöstlichen Masuren in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, Powiat Ełcki.

Das Dorf befindet sich sieben Kilometer nordöstlich der Ortschaft Kalinowo (deutsch Kallinowen) an der von Kalinowo nach Wierzbowo führenden Fernstraße 651.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf entstand gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Der Ortsname ist vermutlich prußischer Herkunft.

1656 fielen die mit Polen verbündeten Tataren in Sanien ein und sorgten für starke Zerstörung und den Verlust eines großen Teiles der Dorfbevölkerung.

Zum 27. Mai 1874 wurde im Zuge einer preußischen Gemeindereform neu ein Amtsbezirk Wiersbowen im Regierungsbezirk Allenstein gebildet, der die Gemeinden Groß Czymochen, Kiehlen, Millewen, Sanien, Soczien, Thurowen, Wiersbowen und den Gutsbezirk Czymochen umfasste.

Am 1. Dezember 1910 waren in Sanien 295 Einwohner verzeichnet.

1933 waren in Sanien 254 Einwohner verzeichnet.

Sanien wurde am 3. Juni 1938 im Zuge der massiven Eindeutschung masurischer Ortsnamen baltischer oder slawischer Herkunft in Berndhöfen umbenannt.

1939 hatte Berndhöfen (Sanien) 251 Einwohner.[2]

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 fiel das zum Deutschen Reich (Ostpreußen) gehörende Berndhöfen an Polen. Die ansässige deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht geflüchtet war, nach 1945 größtenteils vertrieben und neben der angestammten masurischen Minderheit durch Neubürger aus anderen Teilen Polens, insbesondere aus dem podlachischen Raczki ersetzt. Der Ort wurde in Zanie umbenannt.

Von 1975 bis 1998 gehörte Zanie zur damaligen Woiwodschaft Suwałki, kam dann 1999 zur neu gebildeten Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. TK25 Blatt 20102 Reuß - Ausgabe 1941
  2. Fritz R. Barran; Landsmannschaft Ostpreußen (Hrsg.): Städte-Atlas Ostpreußen Rautenbergverlag, Würzburg 2002, ISBN 3-8003-3050-4, S. 194