Zapf (Spielzeughersteller)

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Zapf Creation AG
Logo der Zapf Creation AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007806002
Gründung 1932
Sitz Rödental, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 69 (Dezember 2012)[1]
Umsatz 57,1 Mio. (2012)[2]
Branche Spielwaren
Website www.zapf-creation.de

Die Zapf Creation AG mit Sitz im oberfränkischen Rödental ist ein deutscher Hersteller von Spielwaren. Das Unternehmen sieht sich als Europas führender Markenhersteller von Spiel- und Funktionspuppen.

Geschichte[Bearbeiten]

1932 wurde Zapf von Max und Rosa Zapf gegründet. Bereits sechs Jahre später litt die Puppenherstellung bis 1946 unter der Materialknappheit im Zweiten Weltkrieg.

1958 expandierten die Kinder der Gründer, Brigitte und Willi Zapf, ins europäische Ausland. 1960 wurde die „Max Zapf Puppen- und Spielwarenfabrik GmbH“ gegründet. Puppen wurden statt aus Zellstoff aus Kunststoff produziert.

Ab 1980 wurde die Produktion ins Ausland verlagert. Wenig später expandierte das Unternehmen auch nach Ostasien. 1991 wurde die bekannteste Marke Baby Born® entworfen und die Tochtergesellschaft „Zapf Creation (H.K.) Ltd.“ in Hongkong gegründet.

1992 übernahm die „Triumph Adler Spiel- und Freizeit Holding GmbH“ das Unternehmen. Ein Jahr später wurde die erste Vertriebsniederlassung in Spanien gegründet. 1999 folgte die Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft, der „Zapf Creation AG“, die am 26. April 1999 im SMAX notiert wurde.

Im Jahr 2000 wurden Tochtergesellschaften im Vereinigten Königreich („Zapf Creation (UK) Ltd.“) und in Frankreich („Zapf Creation (France) S.A.R.L.“) gegründet. Weitere Tochtergesellschaften in Australien, Italien und Tschechien folgten 2001. Im Dezember stieg das Unternehmen in den MDAX auf. Auch die spanische Niederlassung wurde 2002 zu einer Tochtergesellschaft. 2003 folgte eine weitere in Polen. Die Tochtergesellschaft in Australien wurde 2004 geschlossen, allerdings kooperiert Zapf weiterhin mit dem australischen Unternehmen Funtastic Limited (South Oakleigh).[3]

Die Vertriebsniederlassung USA wurde 2006 wieder unter hohen Verlusten geschlossen. Zusätzliche Unregelmäßigkeiten in der Bilanzierung und ein Gewinneinbruch führten zu einem Kurseinbruch von fast 40 EUR auf nunmehr unter 1 EUR. Im Zuge der Finanzkrise hatte Zapf große Schwierigkeiten seine Kredite zu verlängern. Letztlich sicherten Gesellschafterdarlehen des Hauptaktionärs MGA das Überleben, die in 2008 sukzessive in Eigenkapital umgewandelt wurden. 66 Prozent der Anteile sind heute in Besitz des amerikanischen Spielwarentrusts MGA (vertreibt u.a. auch die Marke Little Tikes)oder – über Stiftungen – dessen Chefs Isaac Larian.[4] Die Aktie wird im Freiverkehr der Frankfurter Börse notiert. Anfang des Jahres 2013 wurde bekannt, dass Larian seine Beteiligung reduziert hat auf einen Anteil zwischen 25 % und 50 %.[4]

Nach anhaltenden Verlusten, der zum Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals führte, wurde von der Hauptversammlung des Unternehmens am 3. Juli 2013 ein Kapitalschnitt beschlossen, bei dem die Aktien im Verhältnis 3:1 zusammengelegt werden.[5] Das Grundkapital beträgt danach noch 6.431.951 €. Zuvor war der Wert der Aktie seit Mitte 2011 abgesunken auf den eines Penny-Stock. Der Umsatz, der 2010 noch 79,3 Millionen Euro betragen hatte, war in den beiden folgenden Jahren auf 55 bzw. 57 Millionen Euro gesunken.[6] Die Mitarbeiterzahl hatte 2010 noch 159 Personen umfasst.

Produkte[Bearbeiten]

Puppenerlebniswelten und Funktionspuppen

Unter anderem:

  • Baby Born
  • Baby Annabell
  • Chou Chou

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zapf Creation AG: Kennzahlen zum 31.12.2012 Zapf Creation-Konzern (IFRS). Abgerufen am 18. Juli 2013.
  2. 4investors.de (mic): Zapf Creation: Leichter Umsatzanstieg und weiter rote Zahlen. 19. April 2013, abgerufen am 18. Juli 2013.
  3. Zapf Creation AG: Die Geschichte. Abgerufen am 8. Mai 2011.
  4. a b Medienschau Faz.net, 21. Februar 2013
  5. Zapf Creation: Herabsetzung des Grundkapitals. das Spielzeug, 4. Juli 2013, abgerufen am 18. Juli 2013.
  6. Zapf Creation mit 30 Prozent weniger Umsatz. Neue Presse Coburg, 9. Juni 2012, abgerufen am 18. Juli 2013.