Zariski-Topologie

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Die Zariski-Topologie ist ein Begriff aus dem mathematischen Teilgebiet der algebraischen Geometrie. Sie ist die natürliche Topologie auf den Studienobjekten der algebraischen Geometrie, den algebraischen Varietäten oder allgemeiner den Schemata.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Zariski-Topologie in der klassischen algebraischen Geometrie

In der klassischen algebraischen Geometrie ist die Zariski-Topologie (nach Oscar Zariski) diejenige Topologie auf dem affinen Raum kn über einem algebraisch abgeschlossenen Körper k, die von den offenen Mengen der Form

\mathrm D(f)=\{x\in k^n\mid f(x)\not=0\} für f\in k[X_1,\ldots,X_n]

erzeugt wird. Affine Varietäten tragen die induzierte Topologie, und die Zariski-Topologie auf allgemeineren Varietäten wird über affine Karten definiert.

Beispielsweise ist die Zariski-Topologie auf der affinen Geraden die Topologie der koendlichen Mengen.

Auf einer affinen Varietät ist die Zariski-Topologie die gröbste Topologie, für die die regulären Funktionen als Abbildungen in die affine Gerade k (mit ihrer Zariski-Topologie) stetig sind.

[Bearbeiten] Die Zariski-Topologie auf dem Spektrum eines Ringes

Ist A ein kommutativer Ring mit Einselement, so ist das Spektrum \mathrm{Spec}\,A die Menge der Primideale von A mit der Topologie, bei der die abgeschlossenen Mengen die Mengen

\{\mathfrak p\in\mathrm{Spec}\,A\mid\mathfrak p\supseteq I\}

für Ideale I\subseteq A sind.

Ist A=k[X_1,\ldots,X_n] für einen algebraisch abgeschlossenen Körper k so entsprechen die maximalen Ideale von A nach dem hilbertschen Nullstellensatz eineindeutig den Elementen von kn, und die Topologien auf diesen beiden Mengen stimmen überein.

[Bearbeiten] Eigenschaften

Die Zariski-Topologie unterscheidet sich stark von den gewohnten, auf den reellen Zahlen basierenden topologischen Räumen.

  • Die Topologie ist i.a. nicht hausdorffsch; in der Tat ist der Raum kn irreduzibel, d.h. je zwei nichtleere offene Teilmengen schneiden sich. Irreduzibilität ist also ein stärkerer Begriff als Zusammenhang.
  • Quasi-kompakte Teilmengen müssen nicht notwendigerweise abgeschlossen sein.

[Bearbeiten] Verallgemeinerungen

  • Die Zariski-Topologie eines Schemas ist Teil seiner Struktur; allerdings verwendet man den Ausdruck „Zariski-Topologie“ im Kontext von Schemata meist nur zur Unterscheidung von anderen Grothendieck-Topologien.
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