Zaro Ağa

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Zaro Ağa

Zaro Ağa (* angeblich um 1774/1777 in Mutki, Provinz Bitlis; † 29. Juni 1934 in Istanbul) gehört mit 156 Lebensjahren zu den Menschen mit den längsten behaupteten Lebensdauern der Welt. Sein Alter ist jedoch nicht belegt und seine Geburt ist realistisch im 19. Jahrhundert anzusetzen.

Der zu Zeiten des Osmanischen Reichs im ostanatolischen Dorf Gundê Meydan im Landkreis Mutki in der Nähe des Vansees geborene Zaro Ağa arbeitete in seiner Jugend als Bauarbeiter, danach in Istanbul als Lastenträger und dort schließlich zuletzt als Pförtner. Nach seinen Angaben ernährte er sich aus Not über lange Zeit hauptsächlich von Brot und Zwiebeln und konsumierte weder Kaffee, Tabak noch Alkohol. In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde er als Sensation auf Tourneen in Europa und Amerika präsentiert. Bei seiner Obduktion wurden Tuberkulose und ein vergrößertes Herz festgestellt.

Die Angabe des Geburtsjahres geht auf Papiere des Mannes zurück. Es handelte sich dabei jedoch um keine amtlichen Dokumente. Auch einer seiner Söhne behauptete im Jahr 1918 schon 90 Jahre alt zu sein.

Der Mann war angeblich 13 mal verheiratet und hatte 25 Kinder.

Interview mit Abdullah Cevdet[Bearbeiten]

In einem Gespräch, das am 5. April 1913 in der İçtihat Dergisi erschien, sagte Zaro Ağa gegenüber Abdullah Cevdet, dass er zehn osmanische Sultane überlebt habe.[1] Als Wehrpflichtiger nahm er am Russisch-Osmanischen Krieg von 1828/29 teil. Er sei nie länger als zwei bis drei Tage krank gewesen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Vortrag von Dr. Ihsan Schükrü-Aksel, Leiter des Anatomischen Laboratorium der Nerven- und Psychiatrischen Klinik Bakirköy-Istanbul, Istanbul, auf der II. Jahresversammlung der Gesellschaft Deutscher Neurologen und Psychiater in Frankfurt am Main 1936: Über das Gehirn des "ältesten" Menschen der Welt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zaro Ağa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zaro Ağa: Türk müydü, Kürt müydü?, Artikel der Günlük vom 20. Juli 2009