Zarpen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zarpen
Zarpen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zarpen hervorgehoben
53.87055555555610.51805555555619Koordinaten: 53° 52′ N, 10° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Nordstormarn
Höhe: 19 m ü. NN
Fläche: 11,69 km²
Einwohner:

1429 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23619
Vorwahl: 04533
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 087
Adresse der Amtsverwaltung: Am Schiefen Kamp 10
23858 Reinfeld
Webpräsenz: www.zarpen.de
Bürgermeister: Wolf-Friedrich Schöning (FKW)
Lage der Gemeinde Zarpen im Kreis Stormarn
Hamburg Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Ostholstein Kreis Segeberg Lübeck Ahrensburg Ahrensburg Ammersbek Bad Oldesloe Badendorf Bargfeld-Stegen Bargteheide Barnitz Barsbüttel Braak Brunsbek Delingsdorf Elmenhorst (Stormarn) Elmenhorst (Stormarn) Feldhorst Glinde Grabau (Stormarn) Grande Grönwohld Großensee (Holstein) Großhansdorf Hamberge Hamfelde (Stormarn) Hammoor Heidekamp Heilshoop Hohenfelde (Stormarn) Hoisdorf Jersbek Klein Wesenberg Köthel (Stormarn) Lasbek Lütjensee Meddewade Mönkhagen Neritz Nienwohld Oststeinbek Pölitz Rausdorf (Holstein) Rehhorst Reinbek Reinfeld (Holstein) Rethwisch (Stormarn) Rümpel Siek (Holstein) Stapelfeld Steinburg (Stormarn) Tangstedt (Stormarn) Todendorf Travenbrück Tremsbüttel Trittau Trittau Trittau Wesenberg (Holstein) Westerau Witzhave ZarpenKarte
Über dieses Bild

Zarpen ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Zarpen liegt an der Heilsau. In Zarpen mündet die Ellerbek in die Heilsau.

Geschichte [Bearbeiten]

Zarpen wurde erstmals 1189 urkundlich erwähnt. 1221 wurde durch das Kloster Reinfeld in Zarpen die Kirche gegründet. Um 1265 erhielt Zarpen als Stadt das Lübische Recht verliehen. Auch der Grundriss zeigt heute noch auf, dass hier ein Zentralort im Bereich der Ländereien des Klosters angedacht war. 1473 setzte allerdings der dänische König Christian I. nach einem Vergleich mit dem Abt des Klosters durch, dass das der selbstständigen Entwicklung von Gemeinwesen förderliche Lübische Recht durch das für ihn günstigere Holstenrecht ersetzt wurde. Zarpen war also bis ins 15. Jahrhundert eine Stadt. Die Mittelpunktsfunktion ging aber schon im Mittelalter von Zarpen auf das südlicher gelegene Reinfeld über. Bis 1972 Sitz des Amt Zarpen.

Die Bevölkerung ist hauptsächlich evangelisch lutherisch.

Dahmsdorf [Bearbeiten]

Dahmsdorf wird als Adamestorpe 1327 erstmals erwähnt. Seit dem Mittelalter gehört es zum Kirchspiel Zarpen. Nach Auflösung des Zisterzienser-Klosters Reinfeld kam Dahmsdorf zum alten plönischen Amt Reinfeld, ab 1867 zum Kirchspielvogteibezirk Reinfeld. Im 19. Jahrhundert bestand das Dorf aus vier Vollhufen, einer Viertelhufe, einer Zwölftelhufe und zwei Erbpachtstellen. Es hatte damals knapp 130 Einwohner. 1889 kam Dahmsdorf mit Einführung der preußischen Kommunalverfassung zum Amtsbezirk Zarpen. Seit 1948 gehörte es zum Amt Zarpen, seit 1972 zum Amt Nordstormarn.

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurde Dahmsdorf nach Zarpen eingemeindet, es hatte damals 79 Einwohner.[2]

Politik [Bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft FKW seit der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze, die SPD hat vier und die CDU zwei Sitze.

Wappen [Bearbeiten]

Blasonierung: „Über einem silbernen Wellenschildfuß, darin unter einem blauen Wellenfaden ein schräglinks gestelltes grünes Eichenblatt, in Rot ein goldener Kelch und ein goldener Schlüssel mit dem Bart oben links.“[3]

Bauwerke [Bearbeiten]

Evangelische Kirche Zarpen

Die Zarpener Kirche wurde ab dem Jahre 1221 erbaut.

Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Zarpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2011 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 205 kB) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 187.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein