Zdrobite cătușe

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Zdrobite cătușe
Titel auf Deutsch Zerbrochen die Ketten
Land Rumänien 1948Rumänien Rumänien
Text Aurel Baranga
Melodie Matei Socor
Notenblatt Teil 1, Teil 2
Audiodateien MIDI

Zdrobite cătușe (rumänisch Zerbrochen die Ketten) war von 1947 bis 1953 provisorische Nationalhymne Rumäniens.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach der Abdankung König Michaels und der Abschaffung der Monarchie war die alte Nationalhymne Trăiască Regele nicht mehr zeitgemäß. Für die 1947 ausgerufene Volksrepublik Rumänien komponierte Matei Socor zu einem Text des Dichters Aurel Baranga eine neue Nationalhymne. Diese war nur ein Provisorium und wurde 1953 durch Te slăvim, Românie abgelöst, die durch einen Wettbewerb entstanden war.

Text[Bearbeiten]

Original Wörtliche Übersetzung

Zdrobite cătușe în urmă rămân,
In frunte-i mereu muncitorul,
Prin lupte și jertfe o treaptă urcăm
Stăpân pe destin e poporul.

Zerschmetterte Fesseln bleiben hinter uns,
Vorn ist immer der Arbeiter,
Durch Kämpfe und Opfer steigen wir eine Stufe hinauf.
Herr des Schicksals ist das Volk.

Refrain
Trăiască, trăiască,
Republica noastră.
În marș de nâvalnic șuvoi revărsat.
Muncitori și țărani, cărturari și ostași,
Zidim România Republicii noui.


Es lebe, es lebe,
Unsere Republik.
Im Marsch von rauschender Flut durchströmt.
Arbeiter und Bauern, Gelehrte und Soldaten,
Wir bauen die neue Republik Rumänien.

În lături cu putredul vechiu stăvilar
E ceasul de sfântă încordare
Unirea și munca și lupta-i stegar
Republicii noi populare.

Weg mit der Fäulnis des alten Damms,
Es ist die Stunde der heiligen Anstrengung.
Die Einheit, die Arbeit und der Kampf sind Fahnenträger
der neuen Volksrepublik.

Refrain

Spre țelul victoriei mari ne îndreptăm
E ceas de izbânzi viitoare
Credință îm muncă și luptă jurăm
Republicii noi populare.

Auf das Ziel des großen Sieges steuern wir zu.
Es ist die Stunde der kommenden Siege.
Glauben in Arbeit und Kampf schwören wir
Unserer neuen Volksrepublik.

Refrain

Singbare, freie Übertragung[Bearbeiten]

Zerbrochen die Ketten, aus Kerkern hervor,
im Marschtritt der Arbeiterklasse,
so steigen als Herrn unsrer Welt wir empor
die Stufen der steinigen Gasse.

Refrain
Es lebe der Volksstaat, den Männer und Frauen
mit Ungestüm führen zum Sieg und zum Glück.
Tausend Hände, tausend Köpfe
sich aus eigener Kraft erbauen
die neue rumänische Volksrepublik.

Beiseite, was morsch ist, und greint nur und grollt!
Die Stunde braucht Herzen, die glühen.
Das Banner der Arbeit, der Eintracht entrollt!
Nicht fürchten wir Sorgen und Mühen!

Refrain

Im Kampf, in der Arbeit, im fröhlichen Spiel,
kein Zweifel kann rückwärts uns biegen!
Der Zukunft entgegen, dem leuchtenden Ziel!
Die Volksrepublik, sie wird siegen!

Refrain

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulrich Ragozat: Die Nationalhymnen der Welt. Ein kulturgeschichtliches Lexikon. Herder Verlag GmbH, Freiburg im Breisgau 1982 ISBN 3-451-19655-7 S. 207

Weblinks[Bearbeiten]