Ze Frank

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Ze Frank bei den Streamy Awards 2010

Hosea Jan „Ze“ Frank (* 31. März 1972) ist ein US-amerikanischer Online-Performance-Künstler, Komponist, Humorist und Redner aus Los Angeles (Kalifornien).[1]

Leben[Bearbeiten]

Ze Frank ist der Sohn deutsch-amerikanischer Eltern und wuchs in einem Vorort von Albany auf. Er schloss 1995 sein Studium der Neurowissenschaften an der Brown University ab.[1] Informationen aus Franks Show the show with zefrank geben an, dass er an einer montessoripädagogischen Schule war und eine Schwester hat, die Malerin ist.[2]

Während seiner Anfangszeit an der Brown University spielte Frank Gitarre und sang in einer Funk/Jam-Band namens Dowdy Smack, unter anderem mit dem Blues-Traveler-Bassisten Tad Kinchla. Frank war bis zur Auflösung im Jahr 1998 in der Band.

Frank heiratete seine langjährige Freundin Jody Brandt im Jahr 2003. Sie lernten sich an der Brown University kennen und waren fünf Jahre zusammen bevor sie heirateten. Jody ist eine staatlich anerkannte Psychologin. Sie nahm zudem 2009 die Trauung von Franks Bandkollegen Tad Kinchla vor.

Karriere[Bearbeiten]

2001 erstellte Frank eine Online-Geburtstagseinladung[3] und sendete sie an siebzehn seiner engsten Freunde. Durch Weiterleitungen generierte die Einladung bald darauf Millionen von Seitenaufrufen und über 100 Gigabytes an täglichem Internettraffic auf die Website von Frank.[4] Die Seite wuchs, wobei interaktive Gruppenprojekte, Kurzfilme, Animationen, Videospiele hinzu kamen.

Bei den Webby Awards 2002 gewann Frank den Preis für die „Best Personal Website“ und 2005 wurde er in der Liste der „50 Coolest Websites“ des Time Magazine aufgezählt.[5] Frank hatte seinen ersten Auftritt bei der Gel-Konferenz 2003 und sprach 2004 und 2005 auf der TED Conference.

Frank arbeitete als außerordentlicher Professor an der Tisch School of the Arts/New York University, der Parsons The New School for Design und der State University of New York at Purchase

Bezüglich seiner Arbeit im digitalen Bereich und dem Potenzial neuer Plattformen wie Facebook, YouTube und Twitter sagte Frank:

“For me, experimentation is not about the technology. In an ever-changing technological landscape, where today’s platforms are not tomorrow’s platforms, the key seems to be that any one of these spaces can use a dose of humanity and art and culture.”

„Für mich hat Experimentieren nicht mit der Technologie zu tun. In einer, sich ständig verändernden, technologischen Landschaft, in der die heutigen Plattformen nicht die Plattformen von morgen sind, scheint der Schlüssel zu sein, dass jede dieser Bereiche eine Dosis von Menschlichkeit und Kunst und Kultur gebrauchen kann“

Scott Kirsner: Fans, Friends and Followers[6]
the show with ze frank
Moderator Ze Frank
URL www.zefrank.com/theshow
Veröffentlichungsrhythmus Wochentags
Beginn 17. März 2006
Ende 17. März 2007
Genre Comedy, Aktuelle Ereignisse

the show[Bearbeiten]

Am 17. März 2006 startete Frank das tägliche Videoprogramm the show with zefrank. Das Format des Programms kombinierte Kommentare über Medien und aktuelle Ereignisse mit Beiträgen und Aktivitäten von Zuschauern. Jede, der drei bis fünf Minuten langen, Episoden kombinierte Kommentare über Weltereignisse im Stil von The Daily Show mit Liedern, Beobachtungen und gelegentlichen Spielen oder Herausforderungen, an denen die Zuschauer teilnehmen konnten. Tausende Fotos, Videos und Musikdateien wurden von den Zuschauern beigetragen, unter anderem 1.000 Bilder in einem Zeitraum von 20 Stunden.[7] Die Show erschien jeden Wochentag bis zur letzten Folge am 17. März 2007, exakt ein Jahr nach dem Beginn. Infolge des Erfolgs der Show wurde Frank von der United Talent Agency of Beverly Hills, California unter Vertrag genommen. Der Stil der Show beeinflusste viele populäre Videoblogger, unter anderem Philip DeFranco,[8] und John Green[9]

a show with ze frank
Moderator Ze Frank
URL ashow.zefrank.com/
Veröffentlichungsrhythmus dreimal pro Woche
Beginn 9. April 2012
Genre Comedy, Aktuelle Ereignisse

a show[Bearbeiten]

Am 27. Februar 2012 kündigte Ze Frank eine Show an, die dreimal in der Woche erscheinen würde und „same same but different“ (gleich gleich, aber anders), als The Show sein würde. Ähnlich zu seinen anderen Projekten ist A Show dabei eine Kollaboration zwischen Frank und dem Publikum. Zur Finanzierung nutzte Frank Kickstarter und nahm 146.752 US-Dollar ein, wobei das eigentliche Ziel des Fundraising lediglich 50.000 US-Dollar waren.[10] A Show with Ze Frank debütierte am 9. April 2012 mit einer Folge namens „An Invocation for Beginnings“ (Ein Aufruf für die Anfänge).[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Warren St. John: And You're So Funny? Write My Script. The New York Times, 18. Juni 2006, abgerufen am 17. Juni 2012.
  2. Ze Frank: "Unity". In: The Show With Ze Frank. Ze Frank, abgerufen am 12. Juni 2012.
  3. Franks Geburtstagseinladung: How to dance properly, abgerufen am 17. Juni 2012
  4. Anna Marie Kukec: Web designer's email invite forwarded millions of times, In Daily Herald, 23. April 2001
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMarryanne Murray Buechner: 50 Coolest Websites 2005. Time, 20. Juni 2005, abgerufen am 17. Juni 2012.
  6.  Scott Kirsner: Fans, Friends & Followers: Building an Audience and a Creative Career in the Digital Age. CinemaTech Books, Boston 2009, ISBN 1442100745, S. 51.
  7. Spencer Morgan: „First Ze Take Hollywood“, New York Observer, vom 21. Januar 2007, abgerufen am 17. Juni 2012
  8. John Biggs: Is Philip DeFranco The Heir To The ZeFrank Crown? Techcrunch, 6. Oktober 2007, abgerufen am 17. Juni 2012.
  9. John Green: On cuties and cooties, vom 28. Februar 2012, abgerufen am 17. Juni 2012
  10. Kickstarter: A Show with Ze Frank, abgerufen am 17. Juni 2012
  11. Ze Frank: An Invocation for Beginnings, vom 9. April 2012, abgerufen am 17. Juni 2012