Zebraducker

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Zebraducker
Cephalophus zebra.jpg

Zebraducker (Cephalophus zebra)

Systematik
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Ducker (Cephalophinae)
Gattung: Cephalophus
Art: Zebraducker
Wissenschaftlicher Name
Cephalophus zebra
Gray, 1838

Der Zebraducker (Cephalophus zebra) ist eine kleine Waldantilope, heimisch in Westafrika. Aufgrund seiner starken Unterscheidung zu anderen Duckerarten wurde die monotypische Art in die eigene Untergattung Cephalophula gestellt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Er erreicht eine Schulterhöhe von 40 bis 50 cm, eine Körperlänge von 70 bis 90 cm und eine Schwanzlänge von 10 bis 15 cm. Sein Gewicht kann 9 bis 20 kg erreichen. Der Rücken ist wie bei den übrigen Duckern gewölbt und der Körper untersetzt und muskulär. Die Hörner und die Beine sind kurz. Die Hufe sind gespreizt. Beide Geschlechter tragen Hörner. Sein Fell weist allgemein eine hellorange Färbung auf. Auffällig ist das schwarze zebrastreifenartige Muster, das aus zwölf bis fünfzehn Streifen besteht. Diese Streifen verlaufen vertikal vom Rücken die Flanken hinab. Die Unterseite sowie der Rücken variieren von weiß bis fast schwarz.

Lebensweise[Bearbeiten]

Sein Lebensraum sind Primärwalder mit einem geschlossen Blätterdach. Er ist überwiegend tagaktiv und lebt scheu und versteckt im dichten Untergestrüpp. Seine Fellzeichnung verschmilzt im Schatten des Unterholzes zu einer perfekten Tarnung, so dass er kaum auszumachen ist. Seine Nahrung besteht überwiegend aus Blättern und Feldfrüchten. Er verschmäht aber offenbar auch tierische Kost nicht. So bekamen Zebraducker im Frankfurter Zoo tote Mäuse.

Die Tragzeit beträgt 221 - 229 Tage. Danach kommt ein Jungtier zur Welt. Die Jungtiere haben bei der Geburt ein Gewicht von ca. 1,8 kg und ein Fell mit einem bläulichen Ton. Die charakteristischen Streifen sind schon bei den Neugeborenen sichtbar, stehen aber sehr eng beieinander. Die Neugeborenen sind Nestableger und verstecken sich zwei bis drei Wochen an einer Stelle im dichten Unterholz. Bereits 30 Minuten nach der Geburt sind sie in der Lage zu säugen und nach 120 Tagen sind sie von der Mutter entwöhnt. Nach sieben bis neun Monaten sind die Jungtiere ausgewachsen und erreichen die Fellfärbung der erwachsenen Tiere. Nach zwei Jahren sind die Männchen geschlechtsreif.

Verbreitungsgebiet[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Zebraduckers ist auf einen sehr kleinen Teil Westafrikas beschränkt. Er bewohnt die dichten tropischen Urwälder der Elfenbeinküste, Guineas, Liberias und Sierra Leones.

Gefährdung[Bearbeiten]

Der Weltbestand des Zebraduckers liegt bei etwa 28.000 Exemplaren. Er ist durch die starke Abholzung der Primärwälder und durch die Bejagung seines schmackhaften Fleisches wegen gefährdet. Hauptverbreitungsgebiete sind Schutzgebiete wie zum Beispiel der Gola-Forest-Nationalpark oder der Nationalpark Sapo.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Chris Stuart, Tilde Stuart: Field Guide to the Larger Mammals of Afrika. 2nd edition. Struik, Cape Town 2000, ISBN 1-86872-534-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cephalophus zebra in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: Antelope Specialist Group, 2008. Abgerufen am 14. November 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zebraducker (Cephalophus zebra) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien