Zedd

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Zedd bei der Premiere für Divergent März 2014

Zedd (* 2. September 1989 in Saratow,[1] bürgerlich Anton Zaslavski) ist ein russisch-deutscher Musikproduzent und DJ des Electro House und Dubstep. Zedd steht bei den Labels Interscope Records, OWSLA und Dim Mak Records unter Vertrag. Den größten Erfolg hatte er bisher mit seiner Single Clarity, die die Top Ten der US-Charts erreichte und mit einem Grammy ausgezeichnet wurde.

Biografie[Bearbeiten]

Leben[Bearbeiten]

Zedd wurde am 2. September 1989 in Russland geboren.[1] Aufgewachsen ist er als Sohn zweier Musiker in Kaiserslautern. Dort besuchte er das Gymnasium am Rittersberg.[2] Er begann mit vier Jahren, Klavier zu spielen. Ab 2002 spielte er dann Schlagzeug, gemeinsam mit seinem Bruder Arkadi Zaslavski und Jochen Müller in der Metal-/Rockband Dioramic beim Label Lifeforce Records. 2009 wurde durch das Album † von Justice sein Interesse für elektronische Musik geweckt.[3]

Von Ende 2014 bis Mai 2015 war er mit der US-Sängerin Selena Gomez in einer festen Beziehung.[4]

Anfänge als Produzent[Bearbeiten]

Am 14. Juni 2011 veröffentlichte er seine Single Dovregubben. Diese stieg direkt auf Platz eins der Beatport-Electro-House-Charts ein.[5]

2012 produzierte er gemeinsam mit Max Martin für Justin Bieber und Nicki Minaj den auf Biebers Album Believe enthaltenen Song Beauty and a Beat, der unter anderem die Billboard Hot 100 erreichte. Des Weiteren produzierte er I Don’t Like You von Eva Simons, das Lied erreichte Platz eins der Billboard Hot Dance Club Songs.

2012-2013: Album Clarity und erste Charterfolge[Bearbeiten]

Am 2. Oktober 2012 veröffentlichte er sein erstes Studioalbum Clarity. Es stieg auf Platz 38 der US-amerikanischen Albumcharts ein, war dort aber nur eine Woche vertreten. Die erste Single-Auskopplung war Shave It Up. Sie erschien am 8. November 2011, konnte allerdings keine Chartplatzierungen erreichen.[6]

Die zweite Auskopplung war Spectrum.[7] Das Lied nahm Zedd gemeinsam mit Matthew Koma, dem Freund von Carly Rae Jepsen, auf. Anfangs erreichte es keine Chartplatzierungen, doch nachdem der Song als Werbesong auf dem Fernsehsender Pro 7 verwendet wurde, stieg es in Deutschland, Österreich und Japan in die Top 100 ein. Die dritte Single aus dem Album trägt den Titel Stache. Des Weiteren erschien das Lied nur digital als Download und erreichte deshalb auch keine Chartplatzierungen. Kurze Zeit nach Veröffentlichung erschien eine Version des Liedes, die von der US-amerikanischen Sängerin Lady Gaga gesungen wurde.[8]

Clarity ist der Titel der vierten Single aus dem gleichnamigen Album. Der Song erschien am 1. Februar 2013 und enthält Vocals von Foxes. Am 16. Februar stieg es in den britischen Charts auf Platz 34 ein und erreichte dort mit Platz 29 seine Höchstposition. Knapp zwei Monate später stieg der Song in den US-Charts ein und stieg bis auf Platz 8. James Maslow, der Sänger von Big Time Rush, coverte diesen Song und stellte ihn auf seinen Youtube-Kanal. Clarity wurde bei den Grammy Awards 2014 als beste Dance-Aufnahme des Jahres ausgezeichnet. Des Weiteren erhielt er für die Single den ASCAP- sowie den European Border Breakers Award. Des Weiteren erhielt er für den Track vier weitere Nominierungen. Ein Jahr später veröffentlichte Zedd eine weitere Version des Liedes in Zusammenarbeit mit der dänischen Sängerin Medina.[9]

Das Lied Codec aus seinem Album Clarity wurde als Soundtrack des Films Die Unfassbaren verwendet.[10]

Im Herbst 2013 veröffentlichte er die Single Stay the Night, das er mit der US-amerikanischen Sängerin Hayley Williams, bekannt durch das Lied Airplanes mit B.o.B, aufnahm. Der Track erreichte die Charts sämtlicher Länder, darunter die Top-10 in Belgien, Irland, Polen und Großbritannien. In Australien, Schweden und Großbritannien wurde das Duo für über eine Millionen Verkäufe mit Platin sowie 2014 mit dem MTV Video Music Awards in der Kategorie „Clubland“ ausgezeichnet. Remixe folgten von DJs wie Tiësto, DJ Snake oder Nicky Romero. Es folgten zahlreiche erfolgreiche Auftritte auf der ganzen Welt, darunter Konzerte in Städten wie Hongkong und Las Vegas sowie dem Ultra Music Festival in Miami.[11]

2014-2015: Weltweiter Erfolg mit Break Free & I Want You to Know[Bearbeiten]

Im Januar 2014 veröffentlichte Zedd gemeinsam mit Matthew Koma und der schwedischen Soul-Pop-Sängerin Miriam Bryant das Lied Find You, das als Titelsong für den Film „Divergent” verwendet wurde. Parallel erschien auch Push Play, eine Neuaufnahme des gleichnamigen Liedes von Miriam Bryant als Single. Obwohl es ein Remix war, wurde als Interpret Zedd featuring Miriam Bryant angegeben. Der Track war die letzte Auskopplung aus seinem Debütalbum.[12]

In Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Sängerin Ariana Grande und dem Schwedischen Songwriter Max Martin produzierte Zedd in Los Angeles und Santa Monica das Lied Break Free für ihr zweites Studioalbum My Everything, das am 22. August 2014 veröffentlicht wurde auf. Break Free erschien bereits im Juli 2014 als zweite Single-Auskopplung und wurden bei den MTV Video Music Awards erstmals live gespielt. Der Track entwickelte sich zu einem Welterfolg und erreichte in über 15 Ländern die Top-10 der offiziellen Single-Charts. Des Weiteren erhielten Zedd und Grande über 10 Platin-Schallplatten.[13]

Am 23. Februar 2015 veröffentlichte Zedd die Single I Want You to Know. Gesungen wird das Lied von Selena Gomez. Das Lied konnte in über 22 Ländern bis auf Platz 1 der iTunes-Charts vorrücken sowie in zahlreichen weiteren Ländern eine Top-10 Platzierung erreichen. Als Songwriter wirkte ebenfalls der OneRepublic-Frontmann Ryan Tedder und KDrew mit.[14] Am 11. Mai 2015 erschien nach drei Jahres sein zweites Studioalbum True Colors.

Tätigkeit als Autor und Remixer[Bearbeiten]

Zedd ist neben seiner Solokarriere insbesondere als Remixer aktiv. Bis heute produzierte er Remixe für verschiedene Künstler unterschiedlicher Musikgenres. Erfolgreich waren besonders seine Remixe für Lady Gagas Born This Way, SkrillexScary Monsters and Nice Sprites und The Time (Dirty Bit) von den Black Eyed Peas.

Nachdem er mit seinen von ihm selbst geschriebenen Liedern großen Erfolg hatte, begannen ihn bekanntere Musiker als Autor zu engagieren. Er produzierte, schrieb und komponierte Lieder für Sänger wie Justin Bieber, Nicki Minaj oder Eva Simons. Außerdem produzierte er gemeinsam mit Lady Gaga die Songs Aura, G.U.Y. und Donatella für ihr viertes Studioalbum Artpop, das im November 2013 veröffentlicht wurde. Zudem begleitete er Lady Gaga als DJ auf ihren Live-Touren und trat in Asien als Vorband in Lady Gagas The Born This Way Ball Tour auf.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Zedd/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2012 Clarity 38
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 2012
2015 True Colors 50
(… Wo.)
68
(… Wo.)
4
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Mai 2015

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Exclusive interview: Zedd, Electronica Oasis, 27. Dezember 2010, abgerufen am. 29. August 2013 (englisch).
  2. Skrillex, Zedd, and Porter Robinson Interview, YouTube, 24. Juni 2011, abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).
  3. [INTERVIEW] Zedd – ‘The important point of the actual music is beieng neglected a bit’, upcoming-soon.com, 5. Juni 2011, abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).
  4. Artikel über die Beziehung mit Gomez
  5. Zedd’s single Dovregubben is #1 on Beatports Electro Chart, Dim Mak, 14. Juni 2011, abgerufen am 28. Juli 2012
  6. Release Shave It Up
  7. Billboard: Zedd rises on Spectrum, Lady Gaga Ties
  8. Artikel zu Stache im Lady Gaga-Wikipedia
  9. Zedd präsentiert neuen Clarity-Remix featuring Medina
  10. Bericht über Zedd auf „Electric Love“
  11. Liste aller Auftritte von Zedd
  12. Push Play Video Premiere
  13. Break Free goes Platinum
  14. Gary Trust: Hot 100 Chart Moves: Zedd & Selena Gomez Zoom In With 'I Want You to Know'. Billboard. March 06, 2015 2:03 PM EST.
  15. Zedd gewinnt den EBBA bei ec.europa.eu zuletzt abgerufen am: 22. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten]