Zell am Pettenfirst

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Zell am Pettenfirst
Wappen von Zell am Pettenfirst
Zell am Pettenfirst (Österreich)
Zell am Pettenfirst
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 13,68 km²
Koordinaten: 48° 5′ N, 13° 36′ O48.07833333333313.6550Koordinaten: 48° 4′ 42″ N, 13° 36′ 0″ O
Höhe: 550 m ü. A.
Einwohner: 1.156 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 85 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4842
Vorwahl: 07675
Gemeindekennziffer: 4 17 52
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Zell a.P. 32
4842 Zell am Pettenfirst
Website: zell-pettenfirst.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Maximilian Dollberger (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(19 Mitglieder)
10 ÖVP, 4 SPÖ, 3 Grüne, 2 FPÖ
Lage der Gemeinde Zell am Pettenfirst im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Zell am Pettenfirst im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
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Südwestansicht von Zell am Pettenfirst
Südwestansicht von Zell am Pettenfirst
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Zell am Pettenfirst ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 1156 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Zell am Pettenfirst liegt am südlichen Hang des Hausruckes, ihr Gebiet umfasst 23 Ortschaften. Die Grenzen der Gemeinde sind im Norden ein Rücken des Hausruckes mit dem Nord-Süd verlaufenden Pettenfirst, im Westen der Ampflwangerbach. Ihre Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,9 km, von West nach Ost 5,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 13,6 km². 33,8 % der Fläche sind bewaldet, 58,1 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Die Ortschaft Zell am Pettenfirst liegt auf etwa 550 m Höhe. Der Pettenfirst, der Hausberg der Zeller, erreicht eine Höhe von über 700 Metern.

Ortsteile[Bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind: Bruck, Burgstall, Ehwalchen, Franzeneck, Gerhardsberg, Gewerbestraße, Heinrichsberg, Hinteredt, Hinterschachen, Hochrain, Kalletsberg, Ketzerhub, Kopplbrenn, Kreuth, Pettenfirst, Roith, Schablberg, Schierling, Schwarzland, Vornholz, Wegleithen, Wolfsdoppl und Zell am Pettenfirst.[1]

Wappen[Bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des am 7. Dezember 1978 verliehenen Gemeindewappens: Von Gold und Grün mit drei bis zum oberen Schildrand anstoßenden Spitzen erhöht geteilt, wobei die Teilungslinie an den seitlichen Rändern bis zum Schildfuß hinunterreicht; unten eine goldene Scheibe. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß.
Es stellt eine vereinfachte Darstellung der Lage des Ortes dar, der am Fuß des bewaldeten Pettenfirstes durch Rodung aus einer Siedlungszelle entstanden ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Mitten in Oberösterreich gibt es ein Mini-Gebirge, das eigentlich ein Tal ist: Vor etwa 17 Millionen Jahren verlandete hier ein Meer, dessen Boden der Flussschotter aus den gerade entstehenden Alpen auffüllte. Zehn Millionen Jahre später gedieh darauf ein Zypressenwald, der auch bald unter dem Geschiebe verschwand. Erst in geologisch jüngster Zeit begann die Abtragung der mehr als 200 m hohen Schotterdecke: So entstand der Höhenzug des Hausruckwaldes. Die Relikte der Urzeitbäume nutzte man im 19. und 20. Jahrhundert in Form von Kohle.

Der Ortsname Zell wurde erstmals 1371 in einem Urbar der Schaunberger erwähnt. Zu dieser Zeit dürfte es in Zell bereits eine Marienwallfahrt gegeben haben. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde das spätgotische Gotteshaus errichtet. Der Name Zell deutet auf eine mönchische Niederlassung hin.

Seit 1850 ist Zell am Pettenfürst, so hieß der Ort ursprünglich, auch Gemeinde. Zu dieser Zeit betrug die Einwohnerzahl schon um 1000. Um 1889 gab es einen Bergrutsch des Pettenfirstes. Hier wurden auch 2 Anwesen dermaßen beschädigt, dass sie abgerissen werden mussten.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat: 10 ÖVP, 4 SPÖ, 2 FPÖ, 3 Grüne

Bürgermeister ist Maximilian Dollberger von der ÖVP.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Zell am Pettenfirst
Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung
Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariae Heimsuchung

Zell hat eine dreischiffige Hallenkirche mit einem Netzgewölbe. Der das Ortsbild beherrschende Turm wurde erst um 1670 erbaut. Bemerkenswert ist auch die Südvorhalle, der heutige Eingangsbereich, mit dem reich verstäbten Portalgewände. 1784 wurde Zell eine selbständige Pfarre. Die beiden Seitenaltäre, der Nothelferaltar und der Apostelaltar, wurden vom Rieder Bildhauer Vogl errichtet. Der Hochaltar im Knorpelwerkstil aus dem Jahr 1669 und ein Teil des Apostelaltares stammen aus der Hand von Thomas Schwanthaler. Sehenswert sind auch die Kanzel mit den Statuetten, das spätgotische Sakramentshäuschen, Maria mit Kind und die vier Flügelreliefs vom ehemaligen gotischen Flügelaltar.

Zell bietet neben die Wallfahrtskirche eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten. Für Kinder, aber auch für Erwachsene gibt es den „Wald der Kinder“, einen Erlebniswanderweg von Zell auf den Pettenfirst. Dieser Weg bietet auf mehreren Stationen die Möglichkeit, den Wald begreifen zu lernen. Das Kohleflöz Kalletsberg zeigt Kohle zum Angreifen. Bei guten Sichtverhältnissen genießt man schöne Ausblicke auf die Alpen im Süden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.106 Einwohner, 2001 dann 1.223 Einwohner. Am 1. Oktober 2008 betrug die Einwohnerzahl 1.173[1] und am 1. Jänner 2014 dann 1156.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zell am Pettenfirst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Zell am Pettenfirst: Zahlen und Fakten Abgerufen am 26. Mai 2011.