Zella/Rhön

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zella/Rhön
Zella/Rhön
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zella/Rhön hervorgehoben
50.67194444444410.107222222222438Koordinaten: 50° 40′ N, 10° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Wartburgkreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dermbach
Höhe: 438 m ü. NHN
Fläche: 1,71 km²
Einwohner: 445 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 260 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36452
Vorwahl: 036964
Kfz-Kennzeichen: WAK, SLZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 63 093
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Goethestraße 4
36452 Zella/Rhön
Bürgermeister: Stefan Cyriaci
Lage der Gemeinde Zella/Rhön im Wartburgkreis
Kaltennordheim Bad Liebenstein Bad Salzungen Barchfeld-Immelborn Berka/Werra Berka vor dem Hainich Bischofroda Brunnhartshausen Buttlar Creuzburg Dankmarshausen Dermbach Diedorf Dippach Krayenberggemeinde Ebenshausen Empfertshausen Ettenhausen an der Suhl Kaltennordheim Frankenroda Frauensee Geisa Gerstengrund Gerstungen Großensee Hallungen Hörselberg-Hainich Ifta Barchfeld-Immelborn Kaltennordheim Kaltennordheim Kaltennordheim Krauthausen Lauterbach Leimbach Marksuhl Vacha Krayenberggemeinde Mihla Moorgrund Nazza Neidhartshausen Oechsen Ruhla Schleid Bad Liebenstein Seebach Stadtlengsfeld Bad Liebenstein Tiefenort Treffurt Unterbreizbach Urnshausen Vacha Vacha Weilar Wiesenthal Vacha Wolfsburg-Unkeroda Wutha-Farnroda Zella ThüringenKarte
Über dieses Bild

Zella/Rhön ist eine Gemeinde im Wartburgkreis in Thüringen. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Dermbach an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Dermbach hat.

Geografie[Bearbeiten]

Blick ins Feldatal von Süden, vorn Diedorf, Bildmitte: Zella
Ansicht von Westen

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Zella/Rhön liegt in der Auersberger Kuppenrhön und gehört zum Biosphärenreservat Rhön.

Nachbargemeinden und -städte[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Osten an Diedorf (Rhön), im Westen an Brunnhartshausen, im Süden an Empfertshausen und im Norden an Neidhartshausen.

Berge[Bearbeiten]

Die Landschaft um Zella wird durch die Berge und Täler der Vorderen Rhön bestimmt.

Flüsse[Bearbeiten]

Östlich des Ortes fließt die Felda (Werra), welche in Dorndorf in die Werra mündet. Die Schmerbach fließt westlich an Zella vorbei und mündet in dem Nachbarort Neidhartshausen in die Felda.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Zella/Rhön setzt sich aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Da keine Parteien und Wählergemeinschaften antraten, fand eine Mehrheitswahl statt, die Bürger, die die meisten Stimmen erhielten zogen in den Gemeinderat ein.

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[2]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Stefan Cyriaci wurde am 20. März 2011 gewählt,[3] nachdem sein langjähriger Vorgänger Roland Kämpf das Amt zum 1. Januar 2011 niedergelegt hatte.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf Zella wurde erstmals 1194 in einer Schenkungsurkunde erwähnt und war über 700 Jahre lang ein reines Tagelöhnerdorf.[5]

Im Bauernkrieg wurde das 1136 gegründete Benediktinerinnenkloster zerstört und bald nach 1550 aufgelöst. Danach blieb Zella bis zur Säkularisation im Jahr 1802 eine Fuldaer Propstei, die das Erbe des Klosters einschließlich seines reichen Grundbesitzes antrat.[5]

Zella war 1660 von Hexenverfolgung betroffen. Thomas N., „der Hexenmeister“, geriet in einen Hexenprozess. Obwohl er unter der Folter kein Geständnis ablegte, wurde er mit Landesverweis bestraft.[6]

Am 15. August 1735 wurde die seit 1715 erbaute Barockkirche "Mariä Himmelfahrt" eingeweiht.[7] Über dem Hauptportal befindet sich das Wappen des Erbauers von Dalberg-sechs Lilien und das Kreuz von Fulda-.[8]

Nach dem Wiener Kongress 1815 erhielt Preußen das Fürstentum Fulda und überließ noch im Herbst desselben Jahres die Ämter Dermbach (mit der Gemeinde Zella) und Geisa dem Großherzog von Sachsen-Weimar. 1922 bis 1950 gehörte Zella, wie das gesamte bisherige Amt Dermbach, zum Landkreis Eisenach, ab 1950 zum Kreis Bad Salzungen und seit 1994 zum Wartburgkreis.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 529
  • 1995: 527
  • 1996: 529
  • 1997: 530
  • 1998: 530
  • 1999: 528
  • 2000: 519
  • 2001: 509
  • 2002: 507
  • 2003: 498
  • 2004: 491
  • 2005: 476
  • 2006: 467
  • 2007: 465
  • 2008: 452
  • 2009: 453
  • 2010: 452
  • 2011: 462
  • 2012: 457
  • 2013: 445
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Barockkirche "Mariä Himmelfahrt"[Bearbeiten]

Die 1715 bis 1732 im Auftrag von Propst Adolph von Dalberg erbaute[9] Barockkirche Mariä Himmelfahrt im Zentrum des Ortes wurde am 15. August 1735 eingeweiht[7] Sie ist von weithin sichtbar und auch innen sehr schmuckvoll ausgestattet. Seit einigen Jahren werden regelmäßig Lobpreisungsgottesdienste veranstaltet, die bei Wallfahrer großen Anklang finden.

Propstei Zella (Rhön)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Propstei Zella (Rhön)

Neben der Kirche befindet sich die schlossartige Propstei, die 1718 durch den Umbau der Ruine des Klostergebäudes zu einem zweigeschossigen Barockbau entstand. In der seit 2001 sanierten Propstei wurde 2002 eine Dauerausstellung über das Biosphärenreservat Rhön eröffnet; seit 2009 hat hier die Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservates ihren Sitz.[7]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Unmittelbar östlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 285 von Bad Salzungen nach Mellrichstadt als wichtige Nord-Süd-Verbindung in der östlichen Rhön. In diese mündet südlich von Zella die aus Richtung Tann (Rhön) kommende Landesstraße 1122 ein. Eine Kreisstraße verbindet Zella mit Brunnhartshausen.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Zella verfügte über einen eigenen Bahnhof an der Feldabahn, deren Betrieb 2003 eingestellt wurde. 2008 erfolgte der Rückbau der Gleisanlage. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich seitdem in der Kreisstadt Bad Salzungen und östlich in Wasungen, jeweils im Streckennetz der Süd-Thüringen-Bahn.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Adalbert Schröter: Land an der Straße. Die Geschichte der katholischen Pfarreien in der thüringischen Rhön. St.Benno Verlag, Leipzig 1989, ISBN 3-7462-0430-5, S. 77–80.
  •  Bruno Kühn: Die Geschichte des Amtsbezirks Dermbach. In: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte und Alterthumskunde. 1, 1854, ISSN 200434-3, S. 249–296.
  • Johannes Mötsch, Fuldische Frauenklöster in Thüringen. Regesten zur Geschichte der Klöster Allendorf, Kapellendorf und Zella / Rhön, (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen: Große Reihe; 5), Urban & Fischer, München u. Jena 1999.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGemeinderatswahl 2014 in Thüringen - vorläufiges Ergebnis. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 17. Juni 2014.
  3. Südthüringer Zeitung vom 21. März 2011
  4. FREIES WORT: Rücktritt von Zellas Bürgermeister auf Freies-Wort.de (abgerufen am 1. Februar 2011)
  5. a b http://www.rhoen.de/lexikon/orte/Zella_-_Rh%9An_5766106.html, aufgerufen am 11. März 2011
  6. Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 239f.
  7. a b c http://www.jahrfeier-zella.de/html/historie.html, abgerufen am 11. März 2011
  8. Werner Herrmann: Dorfkirchen in Thüringen Verlagshaus Thüringen, 1992, ISBN 3-86087-014-9, S.89
  9. Isolde Lehmann: Die Barockkirche von Zella In: eisenacher land Heft 3/4, Eisenach 1997 S. 24-27.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zella/Rhön – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien