Zellingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Zellingen
Zellingen
Deutschlandkarte, Position des Marktes Zellingen hervorgehoben
49.8988888888899.8166666666667169Koordinaten: 49° 54′ N, 9° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Zellingen
Höhe: 169 m ü. NHN
Fläche: 41,44 km²
Einwohner: 6343 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97225
Vorwahlen: 09364, 09396 (Duttenbrunn)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 203
Marktgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Würzburger Straße 26
97225 Zellingen
Webpräsenz: www.zellingen.de
Bürgermeister: Wieland Gsell (Bündnis 90/Die Grünen)
Lage des Marktes Zellingen im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Zellingen ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Zellingen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Zellingen liegt in der Region Würzburg am Main.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zellingen gliedert sich in drei Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Duttenbrunn, Retzbach und Zellingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischen 1312 und 1313 hatte Zellingen vorübergehend das Schweinfurter Stadtrecht, welches jedoch ungenutzt blieb. Zellingen fiel als ehemaliges Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, bei der Säkularisation 1803 an Bayern, wurde 1805 (Friede von Preßburg) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und kam mit diesem 1814 endgültig an Bayern.

Religion[Bearbeiten]

In Zellingen befinden sich folgende Gotteshäuser:

  • die Pfarrkirche Sankt Georg, ehemals ein Schloss des Fürstbischofs von Greiffenklau
  • die Maria-Hilf-Kapelle mit Leuchter der Skapulierbruderschaft Zellingen
  • die Flurkapelle Sankt Therese auf dem Kirchberg

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurde der Markt Retzbach eingegliedert. Duttenbrunn kam am 1. Mai 1978 hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]


Wieland Gsell setzte sich als Bürgermeisterkandidat der Grünen in der Stichwahl am 16. März 2008 mit 51,51 % der Stimmen gegen den Amtsinhaber Karl Mühlbauer (CSU) durch [4]. 2014 gewann Wieland Gsell mit absoluter Mehrheit (58,66 %) im ersten Wahlgang. Mitbewerber waren Philipp Kromczynski (CSU) und Andrea Heßdörfer (Freie Bürger). Die Wahlbeteiligung betrug 67,26 %.[5]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

Partei/Wählerbündnis 2002 2008 2014[6]
CSU 9 8 7
Grüne n.a. 2 5
SPD 6 4 3
Freie Bürger 2 4 3
Bürgervereinigung Duttenbrunn 1 2 2
Grüne/ÖDP 2 n.a. n.a.
Gesamt 20 20 20

Steuern[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.706.000 Euro, davon waren umgerechnet 395.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten]

altes Wappen

Das alte Wappen zeigte den heiligen Georg zu Ross einen Drachen tötend. Schutzheilige Zellingens sind Sankt Georg und Sankt Sebastian. Nach ihnen sind auch die beiden Kindergärten benannt. Das Wappen war offiziell gültig bis zur Eingemeindung Retzbachs 1975. Seit 1982 ist das neue Wappen amtlich.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Zellingen unterhält Partnerschaften mit dem sächsischen Geyer (seit 1990), mit der französischen Gemeinde Louvigny (seit 1984) und dem niederbayerischem Tiefenbach (seit 1974).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Retzbach von Zellingen (Südwesten) aus

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 264 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 358 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2199. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 4 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 111 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1212 Hektar, davon waren 1102 Hektar Ackerfläche und 52 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Zellingen ist mit mehreren Buslinien mit den Nachbarorten und mit Würzburg verbunden. Auf der östlichen Mainseite liegt der Bahnhof Retzbach-Zellingen an der Strecke Würzburg–Gemünden. Die Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg durchquert das Gebiet der Marktgemeinde, mit dem Hohe-Wart-Tunnel und der Bartelsgrabentalbrücke. Der Main wird durch Alte Mainbrücke Zellingen, die, erstmals 1884 errichtet, am 27. März 1945 gesprengt und nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut wurde, und eine neue Mainbrücke von 1993 überspannt.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 300 Kindergartenplätze mit 268 Kindern
  • 2 Volksschulen mit 35 Lehrern und 701 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Karl Staab (1892–1974), römisch-katholischer Geistlicher und Bibelwissenschaftler an der Universität Würzburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zellingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/232109&attr=OBJ&val=1750
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 762 und 763.
  4. http://www.mainpost.de/lokales/mainspessart/Die-Wahl-in-Karlstadt;art25009,4398455
  5. Ergebnis zur BGM-Wahl Zellingen 2014 am 16. März 2014. Markt Zellingen. Verwaltungsgemeinschaft Zellingen, 21. März 2014, abgerufen am 3. April 2014.
  6. Ergebnis zur GR-Zellingen 2014 am 16. März 2014. Markt Zellingen. Verwaltungsgemeinschaft Zellingen, 16. März 2014, abgerufen am 3. April 2014.