Zelów

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Zelów
Wappen von Zelów
Zelów (Polen)
Zelów
Zelów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Łódź
Landkreis: Bełchatów
Fläche: 10,80 km²
Geographische Lage: 51° 28′ N, 19° 13′ O51.46666666666719.216666666667Koordinaten: 51° 28′ 0″ N, 19° 13′ 0″ O
Einwohner: 7833
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 97-425
Telefonvorwahl: (+48) 44
Kfz-Kennzeichen: EBE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: BełchatówSzadek
Nächster int. Flughafen: Flughafen Łódź
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 35 Schulzenämter
Fläche: 167,08 km²
Einwohner: 15.151
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1001083
Verwaltung (Stand: 2010)
Bürgermeister: Urszula Świerczyńska
Adresse: ul. Żeromskiego 28
97-425 Zelów
Webpräsenz: www.zelow.pl

Zelów [ˈzɛluf] (deutsch Zelow, 1943–1945 Sellau)[2] ist eine Stadt in der Wojewodschaft Łódź, Polen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 50 Kilometer südlich der Wojewodschaftshauptstadt Łódź.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste feste Siedlung an der Stelle des heutigen Zelów stammt aus dem 13. Jahrhundert, damals unter dem Namen Szelyów, später Zeliów. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1402. 1412 wurde das Dorf mit dem Namen Szelena erwähnt. Während der Dritten Teilung Polens wurde die Stadt 1795 Teil Preußens. 1802 erwarben tschechische Siedler das Gut. Mit der Entstehung des Herzogtums Warschau wurde die Stadt Teil desselben und 1815 Teil Kongresspolens. Mit Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Stadt Teil Polens. Gleichzeitig zogen die Tschechen, die bisher den größten Teil der Bevölkerung ausgemacht hatten, in die Tschechoslowakei und Deutsche, Polen und Juden zogen in den Ort ein. Das Stadtrecht erhielt die Zelów 1957, drei Jahre nachdem es als selbständige Siedlung anerkannt wurde. 1970 errichtete der Staatsbetrieb Farna Betriebe zur Baumwollverarbeitung im Ort, welche zu den größten Europas wurden. 1976 wurden die Stadt und die Gemeinde zu einer Verwaltungseinheit zusammengefasst.

Religionen[Bearbeiten]

In Zelów befindet sich heute die größte evangelisch-reformierte Gemeinde Polens mit 500 Mitgliedern.

In der Gemeinde gibt es den einzigen Handglockenchor in Polen.

Gemeinde[Bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde gehören neben der Stadt Zelów folgende 35 Ortsteile mit einem Schulzenamt:

Bocianicha
Bujny Księże
Bujny Szlacheckie
Chajczyny
Dąbrowa
Grabostów
Grębociny
Ignaców
Jamborek
Janów
Jawor
Karczmy
Kociszew
Kolonia Kociszew
Kurówek
Łęki
Łobudzice
Łobudzice-Kolonia
Mauryców
Ostoja
Pawłowa
Pożdżenice
Pożdżenice-Kolonia
Pszczółki
Pukawica
Sobki
Sromutka
Walewice
Wola Pszczółecka
Wygiełzów
Wypychów
Zabłoty
Zagłówki
Zalesie
Zelówek

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

Faustynów
Grabostów-Bominy
Karczmy-Kolonia
Kociszew A
Kolonia Grabostów
Kolonia Ostoja
Krześlów
Kurów
Kuźnica
Łęki-Kolonia
Marszywiec
Nowa Wola
Podlesie
Przecznia
Tosin
Źródła

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen erhielt Zelów am 21. Juli 1973.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1993 gibt es eine Städtepartnerschaft zur Stadt Neuenhaus.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Es gibt ein kleines Geschichtsmuseum in der evangelischen Kirche, über das Václav Havel die Schirmherrschaft übernahm.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • die katholische Kirche
  • die Baptisten-Kirche
  • die klassizistische Kirche von 1828, die 1971 restauriert wurde
  • das hölzerne Weberhaus aus dem 19. Jahrhundert

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zelów – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 5. Juli 2014.
  2. Vgl. Anordnung über Ortsnamenänderung im Reichsgau Wartheland, Nr.62 vom 18. Mai 1943
  3. www.neuenhaus.de Partnerstädte