Zenitalniederschlag
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zenitalniederschlag ist ein Begriff aus der Meteorologie und bezeichnet Niederschläge, die in tropischen Regionen ungefähr dort auftreten, wo die Sonne einen Zenitstand einnimmt.
Die Zone, in der solche Zenitalniederschläge auftreten, nennt man innertropische Konvergenzzone (ITC). Diese ist die Mittellinie der Passatzirkulation, die dadurch entsteht, dass die Sonnenstrahlung den Boden im Bereich der Tropen so stark erwärmt hat, dass nun große Luftmassen von der Landschaft ebenfalls stark erwärmt werden und deshalb in der Konvergenzzone zusammenströmen, um dort aufzusteigen. In großer Höhe kühlen sich die Luftmassen ab, so dass der in den Luftmassen gespeicherte Wasserdampf kondensiert. Quellwolken bilden sich, in deren Folge starke Niederschläge zu verzeichnen sind. Solange die Konvergenzzone über einem Ort liegt, treten die Niederschläge dort täglich auf. Liegt sie nicht das ganze Jahr dort, wechseln sich Regen- und Trockenzeit ab. Die Zenitalniederschläge fallen dann ca. einen Monat nach dem Zenitalstand der Sonne, da der Boden und die Luft sich erst erwärmen müssen.

