Zeno-Watch

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Zeno-Watch Patrik-Philipp Huber SA
Zeno-Watch-Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft[1]
Gründung 1868
Sitz Basel, Schweiz
Leitung Felix W. Huber
Mitarbeiter 28 (2010)
Branche Uhrenhersteller
Produkte UhrenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.zeno-watch.ch
Zeno-Uhr Nostalgia Chronograph 1868

Zeno-Watch Basel ist ein Schweizer Uhrenhersteller.

Geschichte[Bearbeiten]

1868–1965[Bearbeiten]

Der Grundstein für die Zeno-Uhrenfabrikation reicht nachweisbar[2] bis in das Jahr 1868 zurück, als der Uhrmacher Jules Godat die Firma Godat & Co. in La Chaux-de-Fonds gründete. Zu seinen Spezialitäten gehörten silberne Taschenuhren für Eisenbahner.

1900 wurde das Uhrmacher-Atelier für den elektrischen Antrieb der Maschinen eingerichtet. Im Jahr 1920 übernahm Ebosa SA (André-Charles Eigeldinger) die Uhrenfabrikation. Eigeldinger spezialisierte sich auf die Fertigung von Beobachtungsuhren für militärische Zwecke, Rechenschieber- und Taschenuhren.

1922 liess Eigeldinger die Uhrmarke Zeno urheberrechtlich schützen. Der Name (Kurzform von Zenodopolus) geht auf die beiden griechischen Philosophen Zeno zurück und bedeutet „Geschenk des Zeus" oder „göttliche Gabe".

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Produktion auf die Fertigung von Armbanduhren ausgebaut. Unter anderem auch Beobachtungsuhren für militärische Zwecke. 1937 wurden die ersten Uhren mit integrierter Stoppfunktion und Schalltelemeter produziert.

1949 nahm Zeno das erste Mal an der Schweizer Uhrenmesse in Basel teil (heute Baselworld). In den folgenden Jahren entwickelten die Ingenieure von Zeno diverse mechanische Digitaluhren mit „springenden Stunden“, Schwesternuhren (für Krankenschwestern) und Armbanduhren für „Knaben“.

Zeno-Watch konzentrierte sich lange auf die Fertigung von Private-Label-Produktion (Werbeuhren und Uhren für andere Marken) und verlegte die Produktion vorübergehend in die Ateliers Atteslander & Enggist nach Biel, wo die ersten mechanischen Fliegeruhren entwickelt wurden.

1965–1993[Bearbeiten]

1965 übernahm Felix W. Huber die Leitung von Zeno-Watch und verlegte die Uhrenmontage sowie die Serviceabteilung in die Rheinstadt Basel. Huber ist ein Nachkomme des Basler Astronomen und Entwicklers Johann Jakob Huber und übernahm mit der Leitung der Uhrenfabrikation die Familientradition der Hubers aus Basel,[3] von denen einige Goldschmiede und Kaufmänner[4] waren.

Zu den Kreationen aus Basel gehörte die erste Vakuum-Taucheruhr „Compressor“. Mit der Lancierung der futuristischen „Spaceman-Kollektion“ gelang in den 1970er Jahren ein erster grosser Verkaufserfolg (es wurden ca. eine Million Uhren produziert).

Da es in Basel nicht einfach war, genügend Uhrmacher zu finden, wurde schon bald die Zusammenarbeit mit anderen Uhrenateliers gesucht. Mit den Übernahmen diverser Schweizer Uhrenfabrikationen wie Josmar, Corona, Empire, Le Clip, Helveco und Imhof erweiterte man die Ateliers und den Kundenstamm. Die Taschenuhrenfabrikation sowie die Zifferblattbedruckung wurden 1975 ins Tessin verlegt. Quarzuhren werden seit 1988 grösstenteils in Neuenburg montiert. Seit 1993 befinden sich das Headoffice und die Ateliers für mechanische Uhren im Lysbüchel-Areal in Basel.

1993 bis heute[Bearbeiten]

Das aktuelle Unternehmen gehört mit einer Produktion von unter 40'000 Uhren pro Jahr (2009)[5] zu den kleinen Uhrenherstellern, konnte sich dafür aber als eine der wenigen unabhängig gebliebenen Uhrenfabrikationen behaupten. Obwohl ZWB in über 50 Ländern präsent ist, fertigen die Uhrmacher einen Grossteil der Produktion immer noch von Hand wie traditionelle Uhrenmanufakturen.

Marken[Bearbeiten]

Die Firma Zeno Watch Basel, Patrik-Philipp Huber SA, vertreibt die Marken FHB, Rendex, Rosemont, Zeno und Zeno-Watch Basel.[6]

Seit 2001 stellt ZWB Trenduhren unter dem Label Rendex her. Rendex wurde 1966 ebenfalls in La Chaux-de-Fonds gegründet. Der Firmensitz wurde ein paar Jahre später ins Waldenburger Uhrental in Baselland verlegt.

FHB und Rosemont-Uhren werden ausschliesslich für den asiatischen Markt produziert. FHB ist eine Abkürzung für Felix Huber Basel. Erste Uhren mit Stiftankerwerken[7] wurden um 1962 produziert, aber erst 1985 als Marke eingetragen. Heute werden unter FHB trendige Armbanduhren im Retrolook der 70er Jahre produziert. Die Uhrenproduktion Rosemont begann 1951 in Genf, wechselte 1985 auch nach La Chaux-de-Fonds, und 1995 wurde die Produktion von ZWB übernommen. Die Rosemont-Uhrenkollektion wird heute von Masumi Kimura in Japan entworfen und in Basel produziert.

Produkte[Bearbeiten]

Zeno Watch Basel hat sich auf die Fertigung von mechanischen Fliegeruhren und übergrossen Armbanduhren spezialisiert. Zur Produktpalette gehören hauptsächlich Damen- und Herrenarmbanduhren sowie Taschenuhren und Spezialanhängeuhren für Krankenschwestern. Die Uhren sind im Fachhandel in einer Preisspanne von 300 bis 60.000 Euro erhältlich.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zeno-Watch Patrik-Philipp Huber SA im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt
  2. Kathleen H. Pritchard: Swiss Timepiece Makers 1775–1975, Phoenix Publishing, West Kennebunk, Maine 1997, ISBN 0-914659-79-0
  3. Chronik der Familie Huber aus Basel
  4. Hintergrundinformationen der Familie Huber aus Basel
  5. Zeno-Watch Basel in Zahlen – Firmengeschichte
  6. Markeneinträge in der Datenbank SwissReg des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum
  7. Begriffserklärung bei Watch-Wiki [1]