Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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Bundesverwaltungsamt (BVA) - Zentralstelle für das Auslandsschulwesen
— ZfA —
Bundesverwaltungsamt - Abteilung VI Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (Emblem).jpg
Staatliche Ebene Bund
Stellung Abteilung VI des Bundesverwaltungsamtes (BVA)
Gründung 14. Januar 1960
Hauptsitz Köln, Nordrhein-Westfalen
Behördenleitung Joachim Lauer, Abteilungspräsident[1]
Bedienstete ca. 90[2]
Website www.auslandsschulwesen.de

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) im Bundesverwaltungsamt (BVA)[3] fördert in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt (AA) und den Kultusministerien der Länder weltweit 140 Deutsche Auslandsschulen (DAS) sowie 1100 nationale Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD) anbieten.[4] Aufgabe der ZfA ist die pädagogische, personelle und finanzielle Betreuung der schulischen Arbeit im Ausland. Grundsatzentscheidungen[5] der schulischen Arbeit im Ausland werden im Bund-Länder-Ausschuss für schulische Arbeit im Ausland (BLASchA) getroffen.

Mit ihrem schulischen Angebot wenden sich die Deutschen Auslandsschulen weltweit an Deutsche, die sich beruflich im Ausland befinden und für ihre Kinder eine deutsche schulische Erziehung wünschen. Darüber hinaus bieten die heute überwiegend als Begegnungsschulen konzipierten Einrichtungen Kindern der Gastländer und anderer Kulturkreise die Möglichkeit, sich mit Deutschland, seiner Kultur und Sprache vertraut zu machen.

An den Deutschen Auslandsschulen können global anerkannte Abschlüsse nach internationalen Standards erzielt werden, wie z.B. das Abitur, die Deutsche Internationale Abiturprüfung (DIAP) und das Gemischtsprachige International Baccalaureate (GIB).

Mit ihrer Arbeit verwirklicht die ZfA in enger Abstimmung mit der Kultusministerkonferenz in 95 Ländern folgende Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik:

  • die Begegnung mit Kultur und Gesellschaft des Gastlands,
  • die schulische Versorgung deutscher Kinder im Ausland,
  • die Förderung der deutschen Sprache,
  • die Stärkung des Studien- und Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Die ZfA vermittelt die von den Ländern entsandten Lehrkräfte ins Ausland und betreut diese in allen Fragen des Schulmanagements. Derzeit sind zeitgleich rund 2.000 deutsche Lehrerinnen und Lehrer im Einsatz. Die ZfA berät private und öffentliche Träger der Schulen (Schulvereinsvorstände, Schulverwaltungen und staatliche Partner im Ausland) in pädagogischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Angelegenheiten. Die Beratung richtet sich auf die Wahrnehmung der Eigenverantwortung der Schulen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen „Bildungsmärkten“.

Gemeinsam mit dem Goethe-Institut, dem DAAD und dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz ist die ZfA ein Träger der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“, die 2008 vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufen wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] Selbstdarstellung des Bundesverwaltungsamts. Aufgerufen am 28. Juni 2014.
  2. [2] Selbstdarstellung des Bundesverwaltungsamts. Aufgerufen am 28. Juni 2014.
  3. [3] Selbstdarstellung des Bundesverwaltungsamts. Aufgerufen am 28. Juni 2014.
  4. Zentralstelle für das Auslandsschulwesen
  5. Beschlüsse zum Auslandsschulwesen